Britney Spears Mit dem Chaos leben


Neue Platte, neue Tour: Warum Britney Spears heute besser mit sich und dem Showbusiness zurechtkommt

Der Albumtitel "Femme Fatale"

ist reine Fiktion: Wenn man eines mit Sicherheit über Britney im Jahr 2011 sagen kann, dann, dass sie auf gar keinen Fall eine Femme fatale ist, eine geheimnisvolle Verführerin, die Unglück bringt. Zusammenbrüche, Therapien, schlechte Auftritte, Gewichtsschwankungen - das war mal.

Heute verläuft das Leben der Sängerin in geordneteren Bahnen. Ihre neue Platte und ihre Promo-Gigs in Las Vegas und im US-Fernsehen werden von der Presse gelobt. Die zwei wichtigsten Gründe für ihre Stabilisierung nennt Britney selbst im Booklet der CD: "Ich danke meiner Familie für ihre bedingungslose Unterstützung - und meinem tollen Freund Jason. Ich liebe dich und danke dir, dass du ein Teil meines Lebens bist."

Die Worte bestätigen, was sich schon länger beobachten lässt: Die Spears-Familie hat ihre internen Konflikte ad acta gelegt, Britney fand mit ihrem Ex-Agenten Jason Trawick einen Partner, der fest an ihrer Seite steht. Von Hochzeit ist zwar nicht die Rede, doch das Paar ist gerade in ein abgeschirmtes Anwesen in dem Dörfchen Hidden Hills nördlich von L. A. gezogen, wie Britney in einem Radio-Interview bestätigte. Die Beziehung funktioniert also.

Jason kommt gut mit den Söhnen Sean Preston, 5, und Jayden James, 4, zurecht. In den vergangenen Monaten wurde aus ihm, Britney, deren Ex-Mann Kevin Federline und den beiden Jungs eine harmonische Patchwork-Familie - obwohl Federline das alleinige Sorgerecht hat. Als Sean Preston vor einigen Tagen bei einem Baseball-Spiel den Schläger schwang, stand der gesamte Clan an der Seitenlinie, um zu applaudieren: Britneys Eltern James und Lynne, Jason - und Kevin mit seiner neuen Partnerin Victoria Prince, die jetzt ein Kind von ihm erwartet. Auch das komplizierte Verhältnis zu Vater James, der nach wie vor Britneys Vermögen kontrolliert, scheint sich entspannt zu haben. Nach dem Konzert in Las Vegas twitterte sie ein Foto, das ihren Dad backstage mit zwei Tänzerinnen zeigt. "Selbst mein Vater hat sich amüsiert", textete sie.

All das hat dazu geführt, dass sie mit den Herausforderungen des Popstar-Lebens gesünder umgehen kann. Britney Spears lässt sich von dem "Chaos", wie sie es in einer aktuellen MTV-Dokumentation nennt, nicht mehr vereinnahmen. Homestorys sind tabu, Interviews führt sie oft per E-Mail, ihre US-Tour hat sie auf 26 Termine begrenzt. Ihre kontrollierte Offensive ist sehr erfolgreich: Mit "Hold It Against Me" toppte ein Song aus dem Album bereits die US-Charts. Und in Deutschland hat "Femme Fatale" auf Anhieb den Sprung in die Top Ten gepackt.

HH

gala.de


Mehr zum Thema


Gala entdecken