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Brigitte Macron spricht Klartext Verlässt sie Emmanuel Macron als "Première Dame"?

Brigitte Macron, die Ehefrau von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron 
Brigitte Macron, die Ehefrau von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron 
© Reuters
Brigitte Macron gibt nach dem Wahlsieg ihres Mannes Emmanuel Macron ihr erstes Interview. Dabei überrascht sie mit einer Äußerung über ihre Zukunft 

Seit 14. Mai 2017 heißt der Chef im französischen Élysée-Palast Emmanuel Macron, 39. Die Frau an seiner Seite ist die ehemalige Lehrerin Brigitte Macon, 64. Die "Première Dame" hielt sich mit öffentlichen Äußerungen bisher zurück. In einem Interview mit der französischen Ausgabe des Magazins "Elle" bricht sie nun ihr Schweigen. Dabei zeigt sich: Die Kritik an ihrer Person geht nicht spurlos an ihr vorüber. 

Brigitte spricht Klartext

Soll Brigitte offiziell zur "Première Dame", dem französische Äquivalent zur US-"First Lady", ernannt werden oder nicht? Daran scheiden sich in Frankreich die Geister. Bisher gibt es den Titel bei unseren Nachbarn nur im Sprachgebrauch, formell allerdings nicht. Emmanuel Macron möchte das ändern und stößt auf den Widerstand seines Landsleute. Ein handfestes innenpolitisches Problem! Im Gespräch mit "Elle" nimmt Brigitte nun Stellung zu der Aufregung um ihren Status. "Wie alle meine Vorgängerinnen werde ich meine öffentliche Rolle ausfüllen", stellt sie klar und zeigt, dass sie sich von den negativen Stimmen nicht unterkriegen lässt. Zumindest vorerst.

Wird Emmanuel Macron auf seine Liebste verzichten müssen?

Denn dass sie sich die Kritik der Franzosen zu Herzen nimmt, daraus macht Brigitte keinen Hehl - mit womöglich weitreichenden Folgen.

"Wenn ich eines Tages spüren sollte, dass meine Anwesenheit für seine [Emmanuels] Präsidentschaft kompliziert ist, dann werde ich mich zurückziehen."

Wann und wie dieser Rückzug im Falle eines Falles vonstatten gehen soll, lässt die 64-Jährige offen. Denkbar wäre zum Beispiel, dass sie ihn bei öffentlichen Auftritten nicht mehr begleitet. Der Titel "Première Dame" ist vorerst offenbar vom Tisch ist. Stattdessen soll es eine "Charta der Transparenz" geben. Künftig sollten die Franzosen genau darüber in Kenntnis gesetzt werden. welche Mittel ihr zur Verfügung gestellt würden, verspricht die Vierfach-Mutter. Laut französischer Medien sollen derzeit drei Mitarbeiter für Brigitte tätig sein und aus dem Haushalt des Elysée-Palastes bezahlt werden. 

Das Problem mit der "Premiére Dame"

Während sich der Begriff der First Lady in den USA längst etabliert ist, kam er in der französischen Form erstmals während der Präsidentschaft von Nicolas Sarkozy (2007-2012) auf. Die Aufgaben, Pflichten und Rechten der Ehefrau des französischen Staatspräsidenten sind derzeit nirgends festgelegt. Die Erwartung ist allerdings, dass sie sich repräsentativ und karitativ einbringt. Macron hatte angekündigt, seiner Frau einen offiziellen Status zu verleihen. 300.000 Franzosen haben sich in einer Online-Petition gegen die "Beförderung" von Brigitte ausgesprochen. Ein Dorn im Auge der Gegner sind vor allem die erhöhten finanziellen Mittel, die Brigitte Macron erhalten würde.

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