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Boris Becker Wie Richterin Deborah Taylor ihr Urteil begründete

Boris Becker
© i Images / imago images
Haftstrafe für Boris Becker. Die Tennislegende muss für zwei Jahre und sechs Monate wegen Insolvenzverschleppung ins Gefängnis. Die Richterin fand bei ihrem Urteil harte Worte für Becker.

Starr vor Schock und mit einem hochroten Kopf soll Boris Becker, 54, am gestrigen Freitag, den 29. April 2022, das Urteil im Southwark Crown Court aufgenommen haben. Anschließend soll er sich laut "Bild" die Schnürsenkel seiner Turnschuhe zugebunden haben, aufgestanden sein und mit seiner Tasche das Gebäude durch den Seiteneingang verlassen haben.

Anschließend wurde Boris Becker in einen Sicherheitstrakt des Southwark Crown Courts gebracht, bevor ihn ein weißer Transporter höchstwahrscheinlich in das Gefängnis Wandsworth fuhr. Angeblich durfte sich Becker nach der Urteilsverkündung nicht mehr von seiner Freundin und seinem Sohn verabschieden.

Boris Becker: Richterin erkannte keine Reue

Richterin Deborah Taylor, die schon vorher als knallhart galt, begründete ihre Entscheidung damit, dass Becker im Prozess wegen Insolvenzverschleppung keine Reue gezeigt und keine Schuld anerkannt habe. "Ich erkenne an, dass das Verfahren demütigend für Sie war. Sie aber haben keine Demut gezeigt", soll sie laut "SWR" gesagt haben.

Boris Becker

Verteidiger Jonathan Laidlaw wollte eine Haftstrafe auf Bewährung

Boris Beckers Verteidiger Jonathan Laidlaw soll zuvor versucht haben, die Richterin von einem milderen Urteil zu überzeugen, indem er sich Mitleid für Becker erhoffte. Der Prozess habe seine Karriere und sein Leben zerstört. "Er hat buchstäblich nichts", soll er gesagt und sogar darauf hingewiesen haben, dass sein Mandant nicht mit Geld umgehen könne und sich deshalb zu sehr auf seine Berater verlassen hat. Mehr Anklang bei der Richterin fand offenbar die Staatanwältin Rebecca Chalkley, die Becker laut dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland" Vorsätzlichkeit und Unehrlichkeit vorgeworfen haben soll.

Boris Becker muss nun eine Haftstrafe von 2 Jahren und 6 Monaten unverzüglich antreten. Bei guter Führung kann er die Hälfte der Strafe auf Bewährung absitzen.

Verwendete Quellen: swr.de, rnd.de, bild.de

jno Gala


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