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Boris Becker Er entschuldigt sich bei Andre Agassi in offenem Brief

Andre Agassi und Boris Becker
© Getty Images
Auf dem Tennisplatz standen sie sich als Rivalen gegenüber: Boris Becker und Andre Agassi. In einem offenen Brief spricht Boris über den schwierigen Start und angewandte Psychotricks. 

Tennisstar Andre Agassi, 49, wird am 29. April 50 Jahre alt. Das zum Anlass nehmend, wendet sich Boris Becker, 52, in einem offenen Brief an seinen früheren Rivalen. 

Boris Becker: "Ich konnte nicht viel mit dir anfangen" 

In der "Bild am Sonntag" findet Boris Becker persönliche Worte für den Wimbledon-Sieger. Und macht klar: Als Agassi seine Tennis-Karriere startete, konnte Boris, der schon als Profi tätig war, ihn nicht ausstehen. "Als du damals im Profi-Tennis auftauchtest, konnte ich mit dir zunächst nicht viel anfangen", schreibt er. Vor allem das Aussehen von seinem Kontrahenten mit langen gefärbten Haaren, Ohrringen und zerrissener Jeans hätte er nicht ernst nehmen können: "Du hast dein Image gepflegt und agiert, als sei dir wichtiger, wie du bei den anderen ankommst und nicht, wie du wirklich bist. Das war mir suspekt." 

14 Partien spielten die beiden gegeneinander. Zehn mal davon gewann Agassi gegen Becker. An einen seiner vier Siege erinnert sich Boris in seinem Brief zurück: Das Wimbledon-Halbfinale 1995. Bis zur Mitte des zweiten Satzes lag er eigentlich zurück, doch mit Hilfe eines Psychotricks konnte er das Spiel noch zu seinem Gunsten drehen: "Du hast hoch gegen mich geführt, das war fast schon peinlich für mich. Also habe ich Brooke Shields, deiner damaligen Frau, die im Publikum saß, einen Luftkuss zugeworfen", schreibt er. Das habe Agassi so aus der  Fassung gebracht, dass Becker das Spiel noch gewinnen konnte. Doch Andre Agassi konnte Boris verzeihen, wie er in einem Interview verriet: "Ich hätte ihm eine reinhauen können. Ich habe ihn wirklich dafür gehasst. Im Rückblick nehme ich ihm das nicht übel. Es hat eine Weile gedauert, bis ich ihn darauf ansprechen konnte und wir zusammen ein Bier trinken gegangen sind". 

"Junge Talente können viel von dir lernen"

Heute findet Becker bewundernde Worte für den früheren Weltranglisten-Ersten: "Du warst einer der besten Spieler aller Zeiten und bist bis heute für Millionen ein Vorbild. Ich glaube unsere jungen Talente können viel von dir lernen". 2006 beendete Agassi seine Profi-Karriere. Zusammen mit Steffi Graf hat er zwei Kinder. 

Verwendete Quellen: Bild, Welt

luho Gala

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