Boris Becker: Er äußert sich zu seinem Insolvenzverfahren

Das hatte sich Boris Becker anders vorgestellt. Bis Ende des Jahres wollte er schuldenfrei sein, daraus wird jetzt nichts. Seine Insolvenzauflagen sollen bis 2031 verlängert worden sein.

Seit Juni 2017 läuft das Insolvenzverfahren gegen Boris Becker, 51. Eigentlich wäre er Ende dieses Jahres damit durch gewesen, jetzt sieht es aber anders aus. Der staatliche Insolvenz-Dienst in London teilte am Dienstag (5. November) mit, dass die Insolvenz des Ex-Tennisstars um zwölf Jahre verlängert worden ist. Demnach ginge es bis 16. Oktober 2031. Auf Twitter meldete sich die Tennislegende am Dienstagabend selbst zu Wort.

Boris Becker und Insolvenzamt einigten sich bereits

Schon am 17. Oktober sollen sich Boris Becker und das Insolvenzamt in London auf die Verlängerung um fast zwölf Jahre geeinigt haben. Hintergrund der Verlängerung: Becker war im Rahmen des Insolvenzverfahrens dazu verpflichtet, sein gesamtes Vermögen offenzulegen. Dem ist er offenbar nicht in voller Gänze nachgekommen. "Der zuständige Insolvenzverwalter prüft nicht offengelegte Transaktionen, die vor und nach dem Konkursverfahren stattgefunden haben", heißt es in der Erklärung des Amtes. Becker habe damals rund 5,1 Millionen Euro als Vermögenswert angegeben. Damit er "seinen Gläubigern nicht weiter schaden" kann, nun also die Verlängerung. 

Auf Twitter erklärt Becker die Situation

Auf Twitter versprach Becker in einem "Exklusivinterview mit einem großen Medienorgan" ausführlich Stellung zu nehmen, gab aber bereits erste kurze Infos per Tweets.  "Fakt ist, dass ich zwölf Jahre kein Geschäftsführer einer englischen Firma sein darf", heißt es unter anderem in einem der Tweets. Dies sei darin begründet, dass er Informationen zu spät eingereicht hätte. Dennoch dürfe er Hauptgesellschafter sein. Jedoch, betont er, habe er alle seine Hauptgläubiger "komplett befriedigt" und sei "guter Dinge (...) die Schuld an die restlichen Gläubiger bis Weihnachten" beglichen zu haben. "Das wäre das Ende meines Insolvenzverfahrens."

"Das war die schwierigste Zeit meines Lebens. Ich möchte meinem schlimmsten Feind nicht wünschen, was ich in den letzten zwei Jahren erlebt habe", hatte Boris Becker noch vor wenigen Wochen gegenüber "Bild am Sonntag" gesagt. Es sieht ganz danach aus, als müsse der 51-Jährige diese "schwierigen Zeiten" nun noch etwas länger ertragen.

Verwendete Quelle: Bild

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