Bill Cosby: Die neue Jury für das Verfahren steht fest

Der neu aufgelegte Prozess um Bill Cosby beginnt am Montag. Und nun kann es wirklich losgehen, denn die neue Geschworenen-Jury steht fest.

Die neue Jury steht fest: Wie unter anderem die "New York Times" berichtet, sind die zwölf Frauen und Männer, die als Geschworene im neu aufgelegten Prozess um US-Komiker Bill Cosby (80) fungieren sollen, gefunden. Demnach setze sich das Gremium aus sieben Männern und fünf Frauen zusammen. Insgesamt seien davon zehn der Jury-Mitglieder weiß und zwei schwarz. Alle Ausgewählten wohnen in Montgomery County, einem Vorort nördlich von Philadelphia. Der neue Prozess beginnt am Montag, den 9. April.

Die Geschworenen wurden bei der Auswahl unter anderem gefragt, ob sie sich in dem schlagzeilenträchtigen Fall zu Cosby geäußert hätten, wie sehr sie von der #MeToo-Bewegung und den Vorwürfen sexuellen Fehlverhaltens in der Unterhaltungsindustrie beeinflusst seien und ob sie oder ein enges Familienmitglied bereits Opfer eines sexuellen Übergriffs gewesen seien.

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"Lange und beschwerliche" Suche

Nach drei Tagen, in denen die Geschworenen ausgesucht wurden, haben sowohl die Staatsanwaltschaft als auch Cosbys Anwälte dem letzten Mitglied der Jury zugestimmt. Richter Steven T. O'Neill bezeichnete das Auswahlverfahren der Geschworenen als "lang und beschwerlich". Die größte Meinungsverschiedenheit habe darin bestanden, dass die Verteidiger des Komikers behaupteten, die Staatsanwaltschaft habe gegen die Aufnahme einer schwarzen Frau in die Jury Einspruch erhoben.

Bill Cosby wird in drei Fällen des schweren sexuellen Missbrauchs beschuldigt. Diesen soll er 2004 in seinem Haus außerhalb von Philadelphia an der Anwältin Andrea Constand (44) begangen haben. Er bestreitet die Vorwürfe und sagt, der sexuelle Kontakt sei einvernehmlich gewesen.

Das zuständige Gericht in Norristown im US-Bundesstaat Pennsylvania hatte im Juni 2017 das Verfahren für ergebnislos erklärt. Zuvor hatte sich die Jury in der Schuldfrage auch nach fünf Tagen Beratung nicht einigen können. "Diese Geschworenen sind hoffnungslos festgefahren", sagte Richter Steven O'Neill der "New York Post" zufolge und ergänzte: "Das ist für niemanden ein Sieg."

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