Bill Cosby: Für eine Million Dollar auf freiem Fuß

Bill Cosby steht wegen sexueller Nötigung vor Gericht. Am ersten Verhandlungstag kam er nur gegen Kaution wieder frei

Für die Jahresrückblicke 2015 ist es etwas zu spät. Trotzdem scheint es durchaus denkbar, dass am Mittwoch (30. Dezember) Fernsehbilder entstanden sind, die sich in die Erinnerungen vor allem der US-Amerikaner einbrennen werden: Im kleinen Norristown, Pennsylvania, ist Bill Cosby unter großem Medienauflauf zu seiner ersten Aussage ins Gerichtsgebäude geführt worden. Stunden zuvor hatte die Staatsanwaltschaft Montgomery County in einem Fall aus dem Jahr 2004 Anklage wegen schwerer sexueller Nötigung gegen den Komiker erhoben.

Monatelang hatte es so ausgesehen, als müsse sich Cosby trotz Dutzender Anschuldigungen keinem direkten Gerichtsverfahren stellen. Mehr als 50 Frauen hatten den Star des sexuellen Missbrauchs bezichtigt. Nun allerdings steht Bill Cosby unter Druck. Auf seinem kurzen Weg in das Gericht blockte er mit knappem Kopfschütteln alle Reporterfragen ab. Bei seiner Anklage-Vernehmung verzichtete der 78-Jährige laut CNN auf eine Aussage. Gegen eine Kautionszahlung in Höhe von einer Million Dollar sei Cosby aber wieder auf freien Fuß gekommen. Der Pass wurde dem ehemaligen "The Cosby Show"-Star angeblich abgenommen.

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Weitere Frauen bereit zu Aussagen

Unterdessen stärkte Gloria Allred, die Anwältin von rund 30 Frauen, die Vorwürfe gegen Cosby erhoben haben, dem mutmaßlichen Opfer Andrea Constand den Rücken. Viele ihrer Mandantinnen seien bereit, in dem Verfahren auszusagen, sagte sie bei einer Pressekonferenz, wie die "Los Angeles Daily News" berichten. Constand sei eine "sehr tapfere" Frau. Eine erste Anhörung in dem Fall soll laut "tmz.com" am 14. Januar stattfinden.

Bis zu zehn Jahre Haft

Bill Cosby soll Constand laut Klageschrift mit Wein und Pillen unzurechnungsfähig gemacht und sich dann an ihr vergangen haben - das übliche Muster der gegen den Comedian vorgebrachten Vorwürfe also. Die ursprünglichen Ermittlungen in dem Fall waren aus Mangel an Beweisen eingestellt worden. Nun gibt es nach Angaben der Staatsanwaltschaft neue Fakten, die eine Wiederaufnahme rechtfertigen. Die Wende kam in letzter Minute: Im Januar wäre der Fall nach dem geltenden Recht in Pennsylvania verjährt gewesen. Im Falle einer Verurteilung drohen Bill Cosby angeblich bis zu zehn Jahren Haft.

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