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Betty White (†) Das "Golden Girl" hatte am Set seine Schattenseiten

Betty White (†99)
Betty White (†99)
© Dimitrios Kambouris / Getty Images
Betty White galt als der strahlende Mittelpunkt des Darstellerinnen-Ensembles der amerikanischen Sitcom "Golden Girls". Voller Esprit und immer ein Lächeln auf den Lippen. Doch nun enthüllt eine neue Biografie, dass die 2021 verstorbene Schauspielerin offenbar auch eine unangenehme Seite haben konnte. 

Vier ältere Damen leben zusammen in einer WG in Florida. Sie lachen zusammen, weinen, zoffen sich und sind in all dem witzig und voller Lebensweisheiten. Die US-Sitcom "Golden Girls" begeisterte in den Jahren 1990 bis 1994 auch das deutsche Publikum. Vor allem die immer fröhliche Witwe Rose Nylund spielte sich in die Herzen der Zuschauer:innen. Ihre Darstellerin Betty White begeisterte mit charmant-naivem Humor. Als die Aktrice im Dezember 2021 im Alter von 99 Jahren starb, trauerte ganz Hollywood. Doch nun könnte ihr sympathisches Image einen Knacks erhalten. 

Betty White (†): "Sehr unfreundlich" gegenüber Estelle Getty

Wie der ehemalige Casting-Agent Joel Thurm, 80, in seinen kürzlich erschienenen Memoiren "Sex, Drugs & Pilot Season" behauptet, sei vor allem Dorothy-Darstellerin Beatrice Arthur, †86, kein Fan ihrer Kollegin gewesen. White habe sich "sehr unfreundlich" gegenüber Estelle Getty, †84, verhalten, die in der Serie Dorothys Mutter Sophia verkörperte. Ein Eindruck, den die vierte im Bunde, Blanche-Darstellerin Rue McClanahan, †76, offenbar teilte. 

Rue McClanahan, Estelle Getty, Betty White, und Beatrice Arthur
Rue McClanahan, Estelle Getty, Betty White, und Beatrice Arthur begeisterten in den Neunzigerjahren ein Millionenpublikum als "Golden Girls". 
© Steve Fontanini / Getty Images

"Wenn Estelle ihren Text vergaß, verließ Betty ihre Rolle und brachte das Publikum zum Lachen, indem sie mit dem Daumen auf den Mund gestikulierte und auf Estelle zeigte, als hätte sie getrunken“, schreibt Thurm. Eine Geste, die den Kolleginnen besonders grausam erschien, da Getty offenbar zu jenem Zeitpunkt bereits Anzeichen von Demenz zeigte. Sie habe Schwierigkeiten gehabt, sich an ihren Text zu erinnern, was sie zwang, sich auf stichwortgebende Karten zu verlassen.

Beatrice Arthur fand keine netten Worte für White

Thurm erinnert sich in seiner Autobiografie, dass er 1999 eine Showtime-Serie mit dem Titel "Beggars and Choosers" gecastet habe, in der Arthur eine übertriebene Version von sich selbst spielte. Die Schauspielerin habe Betty White am Rande der Dreharbeiten mit einem fiesen Schimpfwort benannt. 

Keine Kämpfe vor der Kamera

Dennoch ist ihm der Umgang unter den Hollywoodstars am Set als professionell im Gedächtnis geblieben: "Welche Meinungsverschiedenheiten diese Frauen auch immer im Privaten hatten, sie haben sich nie auf die Serie selbst ausgewirkt." Er glaube auch nicht, dass White "sich absichtlich über Estelle lustig gemacht hat, sondern versucht hat, das Publikum zwischen den einzelnen Aufnahmen zum Lachen zu bringen." 

Verwendete Quelle: Joel Thurm "Sex, Drugs & Pilot Season: Confessions of a Casting Director"; erschienen am 12. Dezember 2022

ama Gala

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