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Bettina + Christian Wulff Zusammenhalt trotz Trennung

Bettina und Christian Wulff begrüßen sich herzlich im Landgericht Hannover.
Bettina und Christian Wulff begrüßen sich herzlich im Landgericht Hannover.
© Reuters
Bettina Wulff hat im Prozess gegen ihren Mann Christian Wulff zum Positiven für ihn ausgesagt. Trotz ihrer Trennung im Januar pflegen die beiden ein freundschaftliches Verhältnis

Knapp ein Jahr nach ihrer Trennung haben sich Bettina und Christian Wulff am Donnerstag (12. Dezember) vor Gericht getroffen. Es ging dabei aber nicht um ihre Scheidung: Bettina Wulff hat als Zeugin im Korruptionsprozess gegen ihren Noch-Ehemann ausgesagt. Die Begegnung der beiden auf dem Flur des Landgerichts in Hannover fiel sehr herzlich aus. Beide liefen sich lächelnd entgegen, umarmten sich kurz und tauschten einen freundschaftlichen Wangenkuss aus.

Wie "faz.net" berichtet, soll die Aussage der ehemaligen "First Lady" Bettina Wulff rund eine Stunde gedauert haben. Zu Beginn ihrer Angaben wurde die 40-Jährige gefragt, wie sie zu Christian Wulff stehe. "Wir haben ein sehr freundschaftliches Verhältnis, wir sehen uns regelmäßig", antwortete sie. Im weiteren Verlauf der Befragung gab sie zu, ihren Mann dazu gedrängt zu haben, private und offizielle Termine zu vermischen. Es sei schwierig gewesen, private Termine im Kalender ihres Mannes unterzubringen, sagte sie laut "faz.net".

In dem Prozess gegen Christian Wulff muss sich der frühere Bundespräsident wegen Korruptionsvorwürfen verantworten. So soll er zum Beispiel 2008 - damals noch als Ministerpräsident von Niedersachsen - von Filmproduzent David Groenewold zu einem kostspieligen Oktoberfestbesuch eingeladen worden sein, später habe sich Wulff dann laut Anklageschrift für eines seiner Filmprojekte eingesetzt. Außerdem geht es im Prozess um eine Oktoberfest-Rechnung über 3000 Euro für eine Feier, an der das Ehepaar Wulff, aber auch der Verleger Hubert Burda und dessen Ehefrau Maria Furtwängler teilgenommen haben.

Bettina Wulff, der es als Ehefrau des Angeklagten eigentlich freigestanden hätte, zu schweigen, sagte, dass sie und ihr Mann mit David Groenewold privat befreundet gewesen seien. Weiter erklärte sie, dass sie sich bei dem besagten Oktoberfestbesuch mit der "Tatort"-Kommissarin Maria Furtwängler über die Drehbücher der Krimireihe unterhalten habe. Die seien immer "so düster" gewesen. Das Ziel ihres Mannes sei gewesen, Niedersachsen "ein bisschen freundlicher" darzustellen.

Prozess-Beobachter halten es für möglich, dass das Verfahren gegen Christian Wulff noch vor dem geplanten Ende im April 2014 eingestellt wird. Richter Frank Rosenow plant laut "spiegel.de" eine Zwischenbilanz des Prozesses vor Weihnachten.

dlö

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