Best Brands 2019: Kiefer Sutherland: Überraschender Auftritt

Kiefer Sutherland war der Showact bei den Best Brands Awards. Er macht schon länger Musik, viele im Saal kannten ihn aber nur als Filmstar.

Moderator Klaas Heufer-Umlauf (l.) im Gespräch mit Schauspieler und Musiker Kiefer Sutherland

Obwohl er schon länger Musik macht, staunten viele Gäste bei der Best-Brands-Gala am Mittwoch im Hotel Bayerischer Hof in München nicht schlecht, als der vielfach ausgezeichnete Hollywood-Star Kiefer Sutherland (52, "24", "Flatliners") mit breitkrempigem Hut, Sonnenbrille und Country-Gitarre auf die Bühne marschierte. Dort gab er zusammen mit einem Musiker-Kollegen einige seiner älteren Country-Stücke, einen neuen Song aus dem Album "Reckless & Me" (VÖ: 26. April, BMG) und eine ganz besondere Cover-Version zum Besten. spot on news war dabei.

Im roten Sportwagen zum Kindergarten

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©Gala

Dem Publikum gefiel der Auftritt, was sicher auch daran lag, dass der sympathische Schauspieler und Musiker alle Songs mit einer kleinen, persönlichen Geschichte einleitete. Während es bei vielen Stücken um Bars, Whiskey und anderen Zeitvertreib ging, performte er zum Schluss eine Cover-Version des Bob-Dylan-Klassikers "Knockin' on Heaven's Door". Der Song erinnerte ihn an eine ungewöhnliche Zeit mit seinem Vater, Ehrenoscar-Preisträger Donald Sutherland (83, "Die Tribute von Panem").

"Meine Eltern trennten sich, als meine Zwillingsschwester und ich ungefähr drei oder vier Jahre alt waren. Meine Mutter musste nach Kanada, um ein neues Zuhause für uns zu suchen. Und so lebten wir sechs Monate lang bei meinem Vater. Wir kamen also von einer Mutter, bei der es eine Menge Regeln gab und die sehr streng war, zu einem Kerl, bei dem es absolut keine Regeln gab", beschrieb der heute 52-Jährige die damaligen Umstände.

"Er [Vater Donald, Anmerk. d. Red.] fuhr meine Schwester und mich immer in diesem wunderschönen, roten Ferrari (Baujahr 1959), den er bei einem Poker-Spiel gewonnen hatte, zum Kindergarten. Keine Kindersitze, nichts. Zwei Sitze, drei Leute. Und er hatte diesen großen buschigen Bart, wirklich langes Haar und diese coole Lederjacke. Ich war ungefähr fünf Jahre alt und ich wusste, dass er anders war. Ich merkte es daran, wie die anderen Eltern ihn ansahen. Ich liebte das und ich liebte das Auto", erzählte Sutherland junior zur Freude des Publikums weiter.

Und die einzige Platte, die sein Vater in dieser Zeit hatte, sei besagtes Bob-Dylan-Album gewesen. Das sei auch immer gelaufen, wenn die Zwillinge ihren Vater 15 Jahre lang an Weihnachten besuchten. "Ich möchte diesen Song spielen, weil er mich an eine wirklich schöne unschuldige Zeit mit meiner Schwester und meinem Vater erinnert", so Kiefer Sutherland. Nach der Performance bedankte er sich beim Publikum, das "unglaublich großzügig" ihm gegenüber gewesen sei.

Der Moderator des Abends, Klaas Heufer-Umlauf (35), zeigte sich ebenfalls begeistert von dem freundlichen und bodenständigen Hollywood-Star: "Das hat er wirklich gut gemacht. Das einzige, was ich möchte, ist, dass er Marius Müller-Westernhagen (70) seinen Hut zurückgibt. Das ist die einzige Sache, die ich noch durchsetzen will, heute Abend. Aber ansonsten gehe ich nur noch an die Bar".

An wen gingen die Marken-Oscars?

Anlass der Veranstaltung war die Preisverleihung der sogenannten Marken-Oscars, Best Brands Awards, die zum 16. Mal im Rahmen einer feierlichen Gala an die stärksten Marken des Jahres verliehen und von Serviceplan organisiert wurden. Ausgezeichnet wurden diesmal Adidas als "Beste Deutsche Unternehmensmarke International", Lego als "Beste Produktmarke", Lillet als "Beste Wachstumsmarke" und Amazon als "Best Digital Life Brand". Die Hauptrede des Abends hielt der ehemalige Präsident der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso (62), über den nahenden Brexit.

"Jetzt machen wir den obersten Knopf auf und uns ein bisschen locker und dann eskalieren wir an der Bar", entließ Heufer-Umlauf schließlich die mehr als 600 geladenen Gäste aus Wirtschaft, Handel und Medien an die reizvoll gestalteten Buffets im schmucken Atrium vor dem Art-Decó-Festsaal sowie in die Falk's Bar im denkmalgeschützten Spiegelsaal des Münchner Grand Hotels.

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