Bernd Eichinger: Dafür bewundert ihn seine Tochter Nina

Bernd Eichinger wäre am 11. April 70 geworden. Tochter Nina und Witwe Katja verraten, was den verstorbenen Filmproduzenten besonders machte.

Witwe Katja Eichiner, Filmproduzent Bernd Eichinger und Tochter Nina Eichinger (v.l.n.r.) bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises 2009 in Berlin

Er war einer der größten deutschen Filmproduzenten: Bernd Eichinger (gest. 2011, "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo"). Der Regisseur hätte am 11. April seinen 70. Geburtstag gefeiert. Der Sender Tele 5 würdigten den verstorbenen Filmemacher deshalb mit einem Spezial in der Programm-Reihe "D-Movies". Tochter Nina (37) und Witwe Katja (47) verraten in einem Interview, was Eichinger so besonders machte.

Der Film war sein Leben

"Ich glaube, wenn man Bernd Eichinger ansatzweise verstehen will, muss man verstehen, dass er Kino war und das Kino und seine Existenz identisch waren", erklärt Katja Eichinger. Für ihn sei Film keine Arbeit gewesen, vielmehr Selbstmanifestation. Er sei nicht davon zu trennen gewesen. Sein Job habe ihm "große Freude und Lust bereitet", sagt sie.

Eichingers Arbeit war allerdings oft mit großem Stress verbunden, den er mit bestimmten Ritualen zu "bändigen" versuchte, erklärt Tochter Nina Eichinger. "Gerade in Momenten, wo der Druck richtig groß war und viel auf dem Spiel stand, ist er an keiner Ecke vorbeigegangen, ohne sie zu berühren", sagt sie. Sie habe das dann auch immer machen müssen.

Eichingers Kredo: Nutze, was dir leicht fällt

Eichinger gab seiner Tochter auch Ratschläge für die Zukunft: "Er hat tatsächlich immer gesagt: 'Geh vor die Kamera!'", erinnert sich die 37-Jährige. Schließlich habe sie Talent, sei sympathisch, könne reden und auf Menschen zugehen. Deshalb solle sie doch Kommunikationswissenschaft studieren - was sie dann auch tat. Sie erzählt weiter: "Ich wollte immer Tiermedizin machen. Das hat er überhaupt nicht verstanden, denn er meinte: 'Du machst etwas, was dir schwerfällt.'" Sein Kredo: Man solle seine Talente und das, was einem leicht falle, nutzen und fördern.

Ein Tipp, den sich Nina trotz anfänglicher Zweifel zu Herzen nahm. Heute arbeitet sie erfolgreich als Moderatorin und Schauspielerin: "Man kann kein größeres Glück im Leben haben, als dass man sehr jung auf etwas stößt bei dem man sagt: 'Das ist es!'", schwärmt sie und weiter: "Das bewundere ich total an meinem Vater."

Einige von Bernd Eichingers Filmen zeigt Tele 5 am 10. April und 11. April: seinen 2-teiligen Politthriller "Opernball", "Das Geisterhaus", "Letzte Ausfahrt Brooklyn" sowie "Elementarteilchen". Eichinger war am 24. Januar 2011 mit 61 Jahren in Los Angeles an einem Herzinfarkt gestorben.

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