Bernard Hiller: Mit diesem Mann lacht Hollywood

Star-Coach Bernard Hiller erklärt exklusiv in "Gala", wie man so charismatisch wirken kann wie Angelina, Leo & Co.

"Atmen Sie erst mal tief ein!", verlangt Bernard Hiller. "Und jetzt: Smile!" Ein netter Start. Aber um Hollywood-Glow à la zu versprühen, braucht es doch etwas mehr, oder? Ein ganzes Seminar bei Hiller zum Beispiel.

Auf Einladung von "Extra Professional" (die Zahnpflegekaugummis) reiste der Schauspiel-Coach von Los Angeles nach Berlin, um einen Vortrag über Ausstrahlung und die Wichtigkeit des Lächelns zu halten: "Das Hollywood Smile Seminar". " kaut auch immer Kaugummi. Er sagt, es helfe ihm beim Denken!", sagt der Coach und tippt sich mit dem Zeigefinger an die Schläfe.

Überhaupt mag er große Gesten. Hiller war Tänzer bei John Neumeier in Hamburg und Schüler des legendären Schauspiellehrers in New York. Seine Eltern, Holocaust-Überlebende, hätten ihr Trauma stets vor ihm verborgen, sagt er. Schon als Kind hätten sie ihm vermittelt, wie wichtig seine Träume und seine Lebensfreude seien und dass aus ihm alles werden könne, was er möchte. Heute ist er einer der renommiertesten Schauspieltrainer in Hollywood. Er selbst sieht sich eher als "Life Coach" und will zeigen, wie man vor der Kamera oder auf dem roten Teppich eine positive Aura versprüht und "echt" wirkt. Um erfolgreich, charismatisch und rundum positiv rüberzukommen, gehe es darum, sich selbst zu erkennen.

Auch Til Schweiger ließ sich schon von Hiller coachen. Der nennt ihn "Tili" (hier ein gemeinsames Foto aus Schweigers Castingshow "Mission Hollywood").

Und wie macht man das nun genau? Der 61-Jährige, der für Mitte 40 durchgehen könnte, antwortet mit Gegenfragen: "Was ist Ihre Bestimmung? Wofür wurden Sie geboren? Leben Sie danach? Was wollen Sie?" Erst wenn man Antworten auf diese Fragen gefunden habe und auch danach lebe, könne man glücklich sein und das auch nach außen abstrahlen. Dass Charisma etwas Angeborenes sein könnte, eben mehr davon hat als Lieschen Müller, lässt er nicht gelten: "Natürlich braucht man eine gewisse Begabung, um zu strahlen. Aber in erster Linie erreicht man das durch Arbeit, Arbeit, Arbeit!" Nicht gerade brandneue Weisheiten, doch bei Schauspielern, oft sensibel und von Selbstzweifeln geplagt, kommt das an: Leonardo DiCaprio, , Al Pacino, gingen schon bei ihm in die Schule. Anfang der Neunzigerjahre half Hiller einem unbekannten Model beim Vorsprechen für eine Nebenrolle in "Die Maske". Es war . Sie bekam zwar den Part nicht, dafür aber die Hauptrolle - der Beginn einer großen Karriere.

Am Ende des Gesprächs würde Hiller am liebsten ganz Deutschland missionieren. "Ihr seid alle so ernst hier! Warum? Ihr lebt in einem tollen Land. Das solltet ihr zeigen. Ja, es sollte eure Lebensphilosophie werden." Wer bei solchen Motivationssprüchen nicht lächeln muss, dem ist wohl nicht mehr zu helfen...

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