Berlinale 2018: Hollywood ist zurück

Berlinale Große Roben, hochkarätige Gäste, ernste Gespräche, wilde Partys –und GALA ist natürlich mittendrin im Festival-Fieber

Es geht also doch! Nachdem wir im vergangenen Jahr unser Bedauern über die fehlende internationale A-Prominenz geäußert haben, sind wir nun wieder besänftigt: Schon am Eröffnungsabend der 68. Berlinale strahlt eine große Portion Glamour auf dem roten Teppich am Marlene-Dietrich-Platz. Die Anführerin: Oscar-Preis­trägerin Helen Mirren, trotz "MeToo"-Bewegung in einem sexy Spitzenkleid mit XXL-De­kolle­té, gefolgt von Superstars wie Tilda Swinton, Greta Gerwig, Bill Murray und Jeff Goldblum. Da hat sich Festival-Chef Dieter Kosslick, dessen Vertrag im kommenden Jahr ausläuft, noch einmal richtig ins Zeug gelegt. Über seine Nachfolge wird ja schon fleißig gemunkelt – aber das ist ein anderes Thema.

"MeToo" auf der Berlinale

Viel wichtiger ist in diesem Jahr die Debatte um sexuelle Belästigung, Machtmissbrauch und Gleich­berechtigung, ausgelöst durch den Weinstein-Skandal. So nimmt Mode­ratorin Anke Engelke, die gewohnt schlagfertig durch die Eröffnungs­zeremonie führt, die Diskussion sofort auf: "Frauen und Männer in einem Raum – wir trauen uns was!" Und auch Maria Furtwängler betont gegenüber GALA die Wichtigkeit dieses Dialogs: "Ich engagiere mich schon lange für Gleichberechtigung und Diversität. In allen Panels, in denen ich bin, ist Geschlechtergleichheit ein Thema. Ich denke jetzt ist die Chance, noch mehr dafür zu tun."

Helen Mirren fühlt sich wohl

Superstar Helen Mirren hingegen nutzt die Zeit in Berlin lieber, um sich ein wenig zu entspannen, checkt im Luxushotel "Titanic" am Gendarmenmarkt ein und lässt sich im hauseigenen Hamam so richtig verwöhnen. Sehr zum Bedauern der anderen VIP-Gäste des Hotels, denn für Dame Helen Mirren wurde der Spa für das Publikum geschlossen. "Ich habe mich noch nie in meinem Leben so sauber und gechillt gefühlt", frohlockt die coole Oscar-Preisträgerin auf Instagram nach ihrem Treatment inklusive Peeling und Massage und postet ein Foto von sich im Bademantel. Danach stärkt sie sich bei türkischem Dinner mit Kebab und Humus im "Hasir".

Elyas M’Barek lässt es ruhig angehen

Fast genauso entspannt startet auch Elyas M’Barek in die Berlinale. Gleich am ersten Tag versackt der Schauspieler im VIP-Restaurant "Borchardt", statt Party zu machen. Dafür taucht er am nächsten Tag beim "Detox and Champagne"-Empfang seiner engen Freundin Annika Decker im "Soho House" auf. Und, Achtung: Der Frauenschwarm wird Arm in Arm mit Schauspielerin Pia Stutzenstein gesichtet. Die beiden sehen sehr erholt aus, die Haut sonnengebräunt, fast so, als seien sie frisch aus dem Urlaub gekommen.

Stars unterwegs in Berlin

Ebenfalls im "Soho House": Hollywood-Star Liev Schreiber. Der Ex von Naomi Watts nutzt seine 48 Stunden in der Hauptstadt und lässt keine Party aus, so schaut er nach der offiziellen Eröffnungs-Gala noch beim "Bulgari"-Cocktail vorbei. Am nächsten Abend treffen wir ihn dann im "Borchardt", zusammen mit Roland Emmerich und Ken Watanabe sitzt er nur einen Tisch weiter. Plötzlich dreht sich Schreiber um, beugt sich über unsere Teller und sagt grinsend: "Oh, the famous Schnitzel. Is it good?" Probieren will er gar nicht – er bestellt es einfach. Zur gleichen Zeit vergnügt sich "Twilight"-Star Robert Pattinson mit Kollegin Mia Wasikowska im Szene-Restaurant "Grill Royal" – gut bewacht von seinen Bodyguards, die am Nebentisch Platz nehmen. Nur wenige Stunden zuvor sorgte der 31-Jährige übrigens bei der Premiere seiner neuen Western-Komödie "Damsel" für Mega-Kreischalarm. Wie in besten "Twilight"-Zeiten!

Liev Schreiber, Tilda Swinton, Jeff Goldblum

Katerfrühstück bei Alexandra Kamp

Aber auch vollkommen abseits des Party-Trubels gibt es lieb gewonnene Zusammentreffen unserer VIPs: Am ersten Berlinale-Sonntag lädt Schauspielerin Alexandra Kamp zum Katerfrühstück in ihre Altbauwohnung in Schöneberg und serviert Chili con Carne, Obstsalat und Schaumküsse. Das Motto auf ihrer Einladung: ganz privat, kein Dresscode, kein roter Teppich, kein Blitzlicht. Judith Rakers ist hier, genauso wie Verona Pooth und Jorge González – der allerdings mit gaaanz dunkler Brille. Schließlich hat er bis vor wenigen Stunden wild ge­feiert und ausgelassen bei der "Place To B"-Party im "Borchardt" mit der Kultband Sister Sledge zu deren Disco-Klassiker "Thinking Of You" die Bühne gerockt.

So feiert Matthias Schweighöfer

Tanzen? Nichts für Matthias Schweighöfer. Der Schauspieler verbringt die Party lieber auf dem Hosenboden – und ja, das meinen wir wortwörtlich. Mehrere Stunden sitzt er, umgeben von Kollegen, auf dem mit lilafarbenem Flokati ausgelegten Boden und unterhält sich, während die anderen Gäste feiern. Erst weit nach Mitternacht entscheidet er sich für einen Stuhl. Er verrät GALA, warum er die Berlinale langsam angehen lässt: "Ich habe leider keine Zeit für Party-Hopping, noch nicht einmal, um Filme zu schauen, da ich momentan meinen neuen Film '100 Dinge' mit Florian David Fitz schneide." Die "Place To B" Party hat er dann allerdings doch als einer der Letzten verlassen.

Unser Fazit: Schön zu sehen, dass die Filmbranche sich trotz der vielen Skandale immer noch selber feiern kann!

Berlinale 2018

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