Das berüchtigte Berghain in Berlin: Diese Stars lieben den Techno-Club der verborgenen Exzesse

Als das Berghain im Jahr 2004 in Berlin seine Tore öffnete, konnten die Macher nur davon träumen, einen noch bekannteren Club als den Vorgänger Ostgut zu konzipieren. Egal, wie die Pläne aussahen, gilt das Berghain heutzutage zu den bekanntesten Anlaufstellen für elektronische Musik weltweit. Das verruchte Image versprüht zudem eine ungeheure Anziehungskraft auf nationale wie internationale Stars

Berghain

Berghain

Das Berghain ist natürlich längst im Mainstream angekommen - allerdings nur im Sinne von "in aller Munde". Spätestens als die britische Fachzeitschrift "DJ Magazin" den Berliner Club an der Schnittstelle von Friedrichshain und Kreuzberg zur Nummer eins unter den "Top 100 clubs in the world" ausrief, wurde die Location im ausgedienten Heizkraftwerk zu einer Sehenswürdigkeit der Kapitale. "In aller Munde" heißt jedoch noch lange nicht entziffert, ausgeleuchtet oder gezähmt. Aus verschiedenen Gründen bleibt das Berghain bis heute ein Hort des qualitativen Sounds, der anziehenden Verruchtheit sowie der uferlosen Zügellosigkeit - fernab von Vorabendserien und Ballermannkultur. 

Berghain: Drogen, Beats und Darkroom

Drogen, Darkrooms, Panorama-Bar, Separees, nackte Leiber, hämmernde Beats, Sex, Marihuana-Geruch, Schweiß, Ekstase; Schlagwörter und Beschreibungen aus dem Dunstkreises des Mitte der 1950er Jahre entstandenen Baus und seines gegenwärtigen Treibens. Ein Betonklotz als Tempel der Versuchung, wo sich Vergnügungswillige unbeobachtet von moralischer Norm vergnügen. Ein sagenumwoben Ort, weil nicht jeder reinkommt. Wo Sitzgelegenheiten aus Beton gegossen sind und Frauen der Zutritt zu manch Räumlichkeit untersagt ist. Die Ohren voller Techno, Minimal-Techno, Elektro, House - vor den Augen exklusive Modeschauen, Installationen, und Ausstellungen. Vieles was im Betonlabyrinth passiert, unterliegt nicht der rigiden Türpolitik des eigentlichen Clubs, weil seperate Eingänge den Weg zum Ziel weisen. Im wummernden Mutterhaus geht es traditionell freizügig zu. Auch deswegen sind Aufnahmen aus dem Innern ausdrücklich unerwünscht, der Zugang wird zudem streng kontrolliert. 

Modeschau im Berghain

Modeschau im Berghain

Diskretion als Existenzgrundlage

Garant fürs Überleben des quicklebendigen Treibens des Berghains ist die Öffentlichkeitsarbeit der Betreiber - denn es gibt quasi keine. Interviews sind rar, weil die Inhaber Michael Teufele und Norbert Thormann dem Credo erlegen sind, dass der Club und sein angereichertes Image den nötigen Freiraum zur Entfaltung brauchen -und bestens ohne Beschreibungen auskommt. Der berühmteste Mitarbeiter des Gemäuers ist ohnehin Türsteher Sven Marquardt. Eine Art "Fürst der Finsternis", der mittlerweile zu einer Symbolfigur des Berliner Nachtlebens taugt. Seine angewandte Türpolitik liefert Stoff für Erzählbände. Doch Marquardt macht nicht nur die Tür, sondern arbeitet seit Langem erfolgreich als Fotograf. Ein Mann, an dem sich auch Rapper schon die Zähne ausbiss - und sich schließlich einen anderen Ort zum Feiern suchen musste.

"Berghain"-Türsteher: Fotograf Sven Marquardt

"Berghain"-Türsteher: Fotograf Sven Marquardt

Diese Stars lieben den Berliner Club

Die ausgesuchte Qualität der gebuchten DJ und der verruchte Charme des Berghains haben auch viele internationale Stars in ihren Bann gezogen. So bekam während der Dreharbeiten zu "Homeland" in Berlin nicht genug von dem viergeschössigen Bau des sozialistischen Klassizismus und schwärmt im Jahr 2015 sogar US-Talkerin von der Location vor. bezeichnet das Berghain indes als ihren "Lieblingsfetischclub", und H.P.Baxxter kommen regelmäßig, genau wie Neil Tennant, der in der 1980 und 1990er Jahren mit den "Pet Shop Boys" unzählige Charterfolge feierte. Schlechte Erinnerungen hat hingegen der deutsche Schauspieler . Über seinen Ausflug ins Berghain sagte er dem "Tagesspiegel":

"Ich war nur einmal im Berghain, eine Viertelstunde, sehr früh am Sonntagmorgen, auf Alkohol. In bestimmte Welten kannst du nur eindringen, wenn du dich chemischen Substanzen widmest." Sein Fazit: "Ich war zu spießig fürs Berghain."

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