Benno Fürmann: Ein Oscar winkt

Das kam überraschend: Mit seinem neuen Film "In Darkness" ist Benno Fürmann heißer Oscar-Anwärter. Gerechnet habe er mit dem Erfolg allerdings nicht

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Die diesjährige Oscar-Verleihung wird für Benno Fürmann zu einem ganz besonderen Erlebnis. Der deutsche Schauspieler kann sich mit seinem neuen Streifen "In Darkness" über eine Nominierung für den besten fremdsprachigen Film freuen. Gerechnet habe er mit dieser Ehrung nicht, gesteht der 40-Jährige im Interview mit "lvz-online.de".

Den Erfolg hat sich der deutsche Schauspieler allerdings hart erarbeitet – geradezu strapaziös waren die Dreharbeiten. Besonders wegen des geringen Budgets standen Schauspieler und Crew oftmals vor großen Herausforderungen. "Die Schauspieler mussten sich erst zusammenfinden, die Kamerafrau drehte erstmals mit einer neuen Kamera, es wurde sehr viel improvisiert, und es wurde mit wenig Geld gedreht. Zum Teil haben wir in nassen Kulissen gespielt, wo die Farbe noch glänzte. Das war auf keinen Fall langweilig, das war teilweise überfordernd. Der Winter war sehr kalt in Leipzig, das war gut für den Film und hatte eine Härte, die dem Film zuträglich war", beschreibt der Berliner die Tage am Set.

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Und auch persönlich wurde dem deutschen Schauspieler einiges abverlangt. So musste er für den Streifen stundenlang im Wasser und in der Dunkelheit drehen: "Ich drehe gern unter Bedingungen, die mir Haltung abverlangen. Als Schauspieler sind mir solche Bedingungen willkommen, als Privatperson aber äußerst unangenehm. Das war die Härteprüfung. Es gab viel zu improvisieren, vieles stand nicht im Drehbuch, zum Beispiel wie man in der Kanalisation die Zeit totschlägt."

Sprachlich wurde der Darsteller zudem vor eine fast unüberwindbare Aufgabe gestellt. Da es sich bei "In Darkness" um eine deutsch-polnische Co-produktion handelt, war Fürmann erst einmal gezwungen, polnisch zu lernen. "Ich habe den Kopf gegen Leipziger Wände gehauen beim Versuch, mir die polnische Sprache reinzudrücken. Das hat pro Satz gefühlte vier, nein acht Stunden gedauert. Dafür werde ich die polnischen Sätze aber auch nie wieder vergessen", so der Filmprofi im Interview.

Alle Strapazen sind jedoch schnell vergessen, hat man dann die höchste Trophäe im Blick. "Das war für uns alle eine große Freude nach den nervenaufreibenden Dreharbeiten. Der Film ist wahnsinnig hart, aber eine große Parabel auf die Hoffnung. Ich freue mich über die Anerkennung aus Amerika, und ich freue mich über die Aufmerksamkeit, die wir nun hier dafür kriegen", strahlte Fürmann begeistert.

"In Darkness" ist ein beklemmendes Drama über die Schrecken der Judenverfolgung, das bereits beim 36. Toronto International Film Festival in Kanada gute Kritiken erntete. Ab diesem Donnerstag (9. Febraur) läuft der Film auch in deutschen Kinos.

COVER Media/eal

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