Benedict Cumberbatch: Schwulsein ist in Hollywood ein Hindernis

Zwar ist Benedict Cumberbatch heterosexuell, er weiß aber, wie schwer es Schwule immer noch in Hollywood haben. Jetzt spricht sich der Schauspieler ganz klar gegen Homophobie aus

Benedict Cumberbatch

In seinem neuen Film "The Imitation Game" spielt den schwulen Mathematiker , der während des zweiten Weltkriegs den Enigma-Code der Nazis knackte. Doch nicht erst für die Dreharbeiten setzte sich der Schauspieler mit dem Thema Homosexualität auseinander. Er spricht sich schon lange vehement für die Rechte von Schwulen aus.

Zwar steht Cumberbatch offiziell auf Frauen, Erfahrungen mit dem eigenen Geschlecht sind ihm offenbar aber auch nicht fremd: "Es gab Experimente, aber es ging nie soweit, dass ich dachte ‘So ist das also’. Es geschah nicht aus Begierde", verriet er jetzt in einem Interview mit dem Schwulen-Magazin "Out".

Als Jugendlicher besuchte der "Sherlock"-Star ein Jungen-Internat, und wurde schon dort mit dem Thema Homophobie konfrontiert. Und dieses Problem sieht er auch noch heute in Hollywood. Der Brite glaubt, dass ein Outing immer noch hinderlich für die Karriere sein kann. "Wir kennen alle Schauspieler, die schwul sind und nicht darüber reden wollen oder die es leugnen, um bessere Rollen zu bekommen", bedauert Cumberbatch. "Menschenrechts- und Schwulenbewegungen haben in den letzten 40 Jahren ohne Frage große Fortschritte in der Gesellschaft erreicht. Aber es gibt immer noch viel zu tun."

Sein Film-Charakter Turing wurde 1952 wegen "schwerer Unzucht" angeklagt. Für Benedict ist der Wissenschaftler ein Held: "Damals warst du sofort eine Gefahr für die nationale Sicherheit, wenn du homosexuell warst oder irgendwelche liberalen Ideen hattest. Turing war einfach ein tolles Vorbild für alle, die ‘anders’ sind oder sich ‘anders’ fühlen", so der Schauspieler. "The Imitation Game" kommt voraussichtlich am 19. Februar 2015 in die deutschen Kinos.

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