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Bayerischer Filmpreis "Leberkäsjunkie" ist Film des Jahrzehnts

"Leberkäsjunkie": Liesl Mooshammer (Eva Mattes, Mitte) hat ihr Haus verloren und zieht bei den Eberhofers ein - "zur Freude" v
"Leberkäsjunkie": Liesl Mooshammer (Eva Mattes, Mitte) hat ihr Haus verloren und zieht bei den Eberhofers ein - "zur Freude" von Franz (Sebastian Bezzel) und Oma Eberhofer (Enzi Fuchs).
© (c) 2019 Constantin Film Verleih GmbH / Bernd Schuller
Beim Bayerischen Filmpreis wurde wegen Corona erstmals der Publikumsfilm des Jahrzehnts gesucht. Gewonnen hat die Komödie "Leberkäsjunkie".

Der Eberhoferkrimi "Leberkäsjunkie" (2019) hat sich gegen knallharte Konkurrenz wie "Fack Ju Göhte" (2017), "Willkommen bei den Hartmanns" (2016), "Honig im Kopf" (2014) oder "Vincent will Meer" (2010) durchgesetzt. Die Krimikomödie wird mit der neuen Auszeichnung "Publikumsfilm des Jahrzehnts" beim Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet. Das gaben das Bayerische Staatsministerium für Digitales und der Bayerische Rundfunk am Mittwoch (28.4.) bekannt.

Dieser spezielle Preis wird vergeben, weil wegen der Corona-bedingten Kinoschließungen für 2020 kein Jahresgewinner ausgemacht werden konnte. Zur Wahl standen unter br.de/filmpreis die Publikumspreisgewinner der vergangenen zehn Jahre. Bis zum 31. März 2021 haben sich fast 25.000 Zuschauer an der Abstimmung beteiligt. Auch Platz drei geht an eine der erfolgreichen Krimikomödien mit dem niederbayerischen Provinzpolizisten Franz Eberhofer, gespielt von Sebastian Bezzel (49): "Sauerkrautkoma" (2018). Platz zwei belegt "Stromberg - Der Film" (2014).

Darum hat "Leberkäsjunkie" den Top-Preis verdient

Auch Schauspieler Robert Stadlober (38, "Waidmannsdank") spielt im "Leberkäsjunkie" mit. Warum der Preis vollkommen verdient ist, erklärt er auf Nachfrage von spot on news.

"Ich glaube, der Film hat es verdient, weil er auf eine liebevolle Art mit der sogenannten Provinz umgeht. Alle Eberhoferkrimis nehmen die Provinz als lebenswerten Ort ernst. Es geht nicht darum, darauf herabzuschauen. Stattdessen zeigen die Filme: Wir haben auch unsere Freaks, wir haben auch unsere tollen Momente. Wir haben vielleicht sogar noch viel freakigere, tollere und spannendere Freaks als ihr in eurer freakigen, coolen Hauptstadt", so Stadlober.

Hauptpreis, Drehbuchpreis, Sonderpreis und Co.

Der hochdotierte Hauptpreis, Preis für die beste Produktion, geht ihn diesem Jahr an Tobias Walker und Philipp Worm für die Romanverfilmung "Schachnovelle" (2021). Joseph Vilsmaiers (1939-2020) letzter Film, "Der Boandlkramer und die ewige Liebe" (2021), wird mit dem Drehbuchpreis für Ulrich Limmer (geb. 1955, "Schtonk!"), Marcus H. Rosenmüller (47, "Wer früher stirbt ist länger tot") und Michael Bully Herbig (52, "Ballon") ausgezeichnet. Der Sonderpreis geht an die Buchverfilmung "Die Känguru-Chroniken" (2020).

Weitere Preisträger sind unter anderem: Nilam Farooq (31, "Contra") als beste Schauspielerin und Oliver Masucci (52, "Schachnovelle"/"Enfant Terrible") als bester Darsteller. Der Preis für die beste Regie geht unter anderem an Julia von Heinz (44) für "Und morgen die ganze Welt" (2020). Über einen der Nachwuchspreise darf sich Lena Urzendowsky (geb. 2000, "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo") freuen. Bereits bekannt war der Ehrenpreis für Schauspielerin Martina Gedeck (59, "Bella Martha").

Die Verleihung der "Pierrot"-Porzellanfiguren ist am Mittwochabend (28. April) um 22 Uhr im Rahmen einer vorproduzierten TV-Sendung im BR Fernsehen zu sehen. In der BR Mediathek ist die Sendung bereits ab 14 Uhr zwölf Monate abrufbar.

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