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Barbara Schöneberger "Permanentes Belehren" nervt sie

Barbara Schöneberger nimmt kein Blatt vor den Mund - nimmt aber dennoch Abstand von politischen Positionierungen.
Barbara Schöneberger nimmt kein Blatt vor den Mund - nimmt aber dennoch Abstand von politischen Positionierungen.
© imago/Future Image
Barbara Schöneberger zieht ihr eigenes Ding durch. Für sie stehe die Unterhaltung im Vordergrund und keine politische Positionierung.

Seit mehr als 20 Jahren gehört Barbara Schöneberger (48) zur deutschen TV-Landschaft. Vom ESC-Vorentscheid, über die RTL-Show mit Günther Jauch (65) und Thomas Gottschalk (71), bis hin zu "Verstehen Sie Spaß?": Die Entertainerin ist heute nicht mehr von den Fernsehbildschirmen wegzudenken. Bei all ihren Engagements habe Schöneberger vor allem aber ein Ziel. "Ich will die Massen unterhalten", verrät sie im Interview mit dem "Spiegel".

Im Gegensatz zu zahlreichen ihrer Show-Kollegen, die jüngst auch ernste Themen wie Sexismus oder Rechtsradikalismus beleuchten, wolle Schöneberger vornehmlich auf der Unterhaltungsschiene bleiben. "Davon will ich mich deutlich unterscheiden. Ich glaube, dass wir uns auch Unterhaltung ohne erhobenen Zeigefinger gönnen können, selbst wenn es in den Augen mancher altmodisch erscheint."

Sie wolle den Menschen nicht vorschreiben, "was sie essen dürfen, woher sie ihr Fleisch beziehen sollen oder welcher Mehrwertsteuersatz auf Tampons gerecht wäre". "Dieses permanente Belehren - mich nervt's", so die Moderatorin.

Als haltungslos wolle sich Schöneberger jedoch nicht bezeichnen. Sie stellt klar: "Ich glaube, dass ich durch das, was ich bin und wie ich lebe und mit welcher Selbstverständlichkeit ich mir meinen Weg gebahnt habe, mehr Haltung zeige als eine pseudo-feministische Influencerin mit dem Hastag #WomenSupportWomen versucht, 500 Follower abzugreifen."

"Vielleicht hatte ich es leichter als andere"

Dass heute viele so tun würden, "als wäre Frauenunterstützung erst auf Instagram erfunden worden", halte Schöneberger für "blanken Hohn". Allerdings frage sie sich auch, ob sie für den heutigen Zeitgeist "nicht radikal genug, nicht feministisch genug" sei. Sie könne auf eine erfolgreiche Karriere zurückblicken. "Vielleicht hatte ich es leichter als andere. (...) Wenn ich heute einen Raum betrete, bin ich meist die Erfolgreichste", erklärt sie.

Ihr jüngstes Jobangebot für die ARD-Kultshow "Verstehen Sie Spaß?" erkläre sich Schöneberger so: "Die ARD wollte eine Frau. Ich glaube, es ging gar nicht so sehr um mich, sondern um mein Geschlecht." Das sei für sie jedoch kein Problem. Die Entertainerin unterstütze die Frauenquote inzwischen: "Da habe ich meine Meinung geändert." Am 2. April wird sie die Sendung erstmals moderieren.

SpotOnNews


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