VG-Wort Pixel

Barbara Meier im ZDF-Film "Schwägereltern" Laufsteg gegen Filmkarriere?

Schwägereltern: Nina Kronjäger, Barbara Meier und Florian Bartholomäi
Schwägereltern: Nina Kronjäger, Barbara Meier und Florian Bartholomäi
© ZDF/ Britta Krehl
Modeln oder Schauspielern? Was Model Barbara Meier lieber macht, verrät sie im Interview mit Gala.de

Eigentlich kannte man das 28-jährige Model, Barbara Meier, nur vom Laufsteg. Seit einiger Zeit ist sie allerdings auch immer häufiger im Fernsehen zu sehen. In ihrem neuen Film "Schwägereltern", der am Sonntag (15. Februar) im ZDF läuft, spielt die schöne Rothaarige eine Hochzeitscrasherin, die mit dem potenziellen Bräutigam eine Affäre eingeht. Ob das für sie auch im wahren Leben in Frage kommt und ob sie ihre erfolgreiche Modelkarriere jetzt für die Schauspielerei komplett an den Nagel hängt, verrät sie Gala.de im Interview.

"Schwägereltern" ist nicht Ihr erster Film. Was gefällt Ihnen an der Schauspielerei?

Es macht mir großen Spaß. Ich modele zwar weiterhin sehr gerne, aber ich konnte mich irgendwann nicht mehr richtig weiterentwickeln. Deswegen finde ich es bei der Schauspielerei besonders spannend, dass ich mich mit jedem Drehtag und jeder Unterrichtsstunde weiterentwickeln kann und ich immer wieder neue Seiten an mir kennenlernen darf.

Wie bereiten Sie sich auf Ihre Rollen vor?

Jede Rolle brauchte eine ganz eigene Art der Vorbereitung. Bei meinem ersten Dreh für einen Mystery-Thriller, haben Menschenversuche im Dritten Reich eine entscheidene Rolle gespielt. Bei solchen Filmen ist es dann natürlich super wichtig, sich sehr intensiv mit der wahren Geschichte zu befassen. Andere Rollen erfordern ganz spezielle körperliche Fähigkeiten oder Einschränkungen, mit denen man sich vertraut machen muss.

In dem ZDF-Film sind Sie dafür verantwortlich, dass eine Hochzeit platzt. Könnte Ihnen so etwas auch privat passieren?

Absichtlich würde ich so etwas nie tun! Männer, die vergeben sind, sind für mich nicht nur tabu, sondern auch nicht attraktiv. Allerdings gibt es natürlich auch viele Männer, die einem nicht erzählen, dass sie eine Freundin haben, da könnte es dann schon mal passieren, dass ich aus Versehen eine Beziehung beeinflusse.

Wie stehen Sie zum Thema Heiraten?

Ich möchte auf jeden Fall heiraten! Wenn möglich aber nur einmal. Ich sehe Ehe noch ganz klassisch - in guten, wie in schlechten Zeiten - und finde es schade, dass es mittlerweile so viele Scheidungen gibt. Einige meiner Bekannten haben sogar schon Scheidungspartys gefeiert. So etwas empfinde ich doch als sehr befremdlich.

Gibt es denn jemanden in Ihrem Leben, mit dem Sie sich diesen Schritt vorstellen könnten?

Also bisher trage ich noch keinen funkelnden Ring an meinem Finger.

Model oder Schauspielerin – wenn Sie sich entscheiden müssten, was würden Sie wählen?

Am liebsten beides, aber wenn ich mich entscheiden müsste, wäre es definitiv das Schauspielern. Ich mag es, mich in immer neue Rollen zu versetzen und mich immer wieder neuen Herausforderungen zu stellen.

Im Rückblick: Was hat Ihnen die Teilnahme an "Germany’s Next Topmodel" gebracht?

Zum einen hat es mir natürlich unterschiedlichste und tollste Jobs und Aufträge gebracht. Ich durfte durch die Welt reisen und für wundervolle Kunden arbeiten, von der "Vogue Taiwan " über italienische Katalog-Shootings und große Kampagnen bis hin zu ein paar Shows bei der Pariser Fashionweek.

Auf der anderen Seite haben die Jobs aber auch meine Persönlichkeit geprägt. Als Model hat man es nicht immer leicht. Der Druck in der Modebranche ist sehr hoch. Ich bin reifer, erwachsener und um viele Erfahrungen reicher.

Bald startet die neue Staffel von "GNTM". Was erwarten Sie?

Ich habe ehrlich gesagt die letzten Staffeln nicht mehr so intensiv verfolgt. Wenn man selbst an so einer Show teilgenommen hat und dann auch noch selbst hauptberuflich vor Film- und Fotokameras steht, ist es nicht mehr ganz so spannend, nur zuzuschauen.

Was ich aber im letzten Jahr gemerkt habe ist, dass das richtig Lustige an solchen Shows mittlerweile die Kommentare der Menschen im Internet bei Twitter sind. In Echtzeit werden alle Sätze und Missgeschicke kommentiert und die Leute finden bessere Statements als jeder Sprecher im Fernsehen. Mit meinen Twitter-Fans zusammen fernzusehen macht mir tatsächlich großen Spaß.

Ihr Markenzeichen sind Ihre langen, roten Haare. Ist man damit aber auch manchmal eingeschränkt?

In der Modebranche haben rote Haare auf jeden Fall Vor- und Nachteile. Ich werde oft für Editorials und Fotos gebucht, die etwas spezieller sein sollen. Zu den roten Haaren kommen ja auch noch die blasse Haut und die hellen Wimpern. Für kommerzielle Aufträge und Werbung ist aber nach wie vor Blond viel gefragter. Wahrscheinlich habe ich durch die roten Haare weniger Jobs, aber dafür definitiv coolere!

Könnten Sie sich eine komplette Typveränderung vorstellen?

Wenn es eine tolle Filmrolle erfordern würde, könnte ich es mir eventuell vorstellen. Privat mag ich meine roten Haare aber wirklich gerne und würde mich auch nicht von ihnen trennen wollen.

Anna Ermakova war DAS Thema auf der Berliner Fashionweek. Wie sehen Sie Annas Chancen, als Model Erfolg zu haben?

Auf dem Laufsteg sah sie wunderschön aus und als rothaarige Kollegin kann ich nur sagen, dass sie das echt toll gemacht hat! Großen Respekt dafür, dass sie das mit 14 schon so professionell gemeistert hat. Allerdings finde ich, dass sie sich noch einige Jahre Zeit lassen sollte mit dem Modelbusiness. In diesem Alter ist man noch viel zu jung, um in so einem harten Business zu bestehen. Es ist gefährlich, wenn Teenager und Kinder auf Laufstegen sind und Kampagnen machen. Uns Frauen und schon gar nicht den Männern sollte man so junge Mädchen als Schönheitsideal präsentieren.

jtw Gala


Mehr zum Thema


Gala entdecken