VG-Wort Pixel

Ex-Präsident Barack Obama "Weinen" und "bestechen" – Der Zweifachvater gibt Tipps zum Loslassen

Barack Obama
© Olivier Douliery / Getty Images
Es ist ein schmerzhafter Einschnitt, den vermutlich viele Eltern kennen. Die Kinder verlassen das Haus und plötzlich scheint das Leben ein wenig leerer zu sein. Ein Prozess, den auch der frühere US-Präsident Barack Obama durchmachen musste.  

Denkt man an Barack Obama, 60, sieht man zunächst den strahlenden Staatsmann vor sich. Einen Hoffnungsträger, der 2009 neuen Glanz mit Ehefrau Michelle Obama, 58, und den gemeinsamen Kindern Malia, 23, und Natasha, 20, ins Weiße Haus brachte. Acht Jahre lang war der studierte Jurist Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Nach dem Amt stand nicht nur eine Neuorientierung im Berufsleben auf seiner Agenda. Die größte Herausforderung galt es, im Privaten zu meistern: Als seine erwachsen gewordenen Töchter in die Welt hinauszogen, musste der Politiker plötzlich auch im Privatleben einen Krisenplan entwickeln.  

Ex-Präsident Barack Obama: Beim Abschied von den Töchtern verlor selbst er seine Souveränität 

Wie schwer es ist, die Kinder ziehen zu lassen, verriet Obama kürzlich im Gespräch mit dem TV-Moderator Al Roker, 67. Für die "Today Show" von NBC begleiteten die beiden Männer eine Gruppe junger Menschen bei einer Schnitzeljagd im Great National Park in Virginia. Beim Beobachten von Vögeln kamen die beiden Väter zu einem Thema, das viele Eltern bewegt: Wie geht man damit um, wenn die eigenen Sprösslinge plötzlich flügge werden und das heimische Nest verlassen?

Roker steht diese Erfahrung noch bevor. Sein Sohn Nick wird in Kürze aufs College gehen. Barack Obama hat den Trennungsschmerz in all seiner Härte bereits durchlebt: Natascha, die von der Familie Sasha genannt wird, befindet sich mitten im Studium. Ihre ältere Schwester hat im vergangenen Frühjahr den Abschluss an der Harvard University gemacht. 

"Sie haben es durchgemacht", stellte der Moderator fest. "Haben Sie irgendwelche Tipps für uns, was leere Nester angeht?" Es mag überraschend sein, doch der souveräne Ex-Präsident scheint in Familienbelangen keinen Deut beherrschter zu sein als andere Eltern in der Situation des Loslassens. "Nun, der erste Tipp ist, dass Sie ausgiebig weinen werden, wenn Sie Nick am College absetzen. Aber Sie dürfen es ihn bloß nicht sehen lassen, wie Sie weinen. Also sollten Sie ihn hinbringen, schnell wieder weggehen und im Auto weinen."

Michelle Obama setzte in der Erziehung auf die Unabhängigkeit der Töchter

Ein weiterer Tipp hätte Obama im Amt vermutlich um seine Reputation gebracht. "Tipp Nummer zwei ist, dass Sie versuchen sollten, sie mit netten Reisen zu bestechen. 'Hey, wir fahren nach Hawaii, wollt ihr mitkommen?' – Damit sie auftauchen“, so der trickreiche Taktiker. 

Seine Frau scheint übrigens deutlich gefasster durch den Abnabelungsprozess von den Kindern gekommen zu sein. "Michelle hat immer gesagt, und damit hat sie absolut Recht, dass es unsere Aufgabe als Eltern ist, unseren Kindern beizubringen, uns nicht zu brauchen", verriet Obama die oberste Erziehungsmaxime der zweifachen Mutter. "Und es tut weh, aber wenn Sie sie als versierte, selbstbewusste, freundliche, nachdenkliche und verantwortungsbewusste Menschen sehen, dann wissen Sie, dass Sie Ihre Arbeit getan haben.“ 

Verwendete Quellen: people.com, today.com

ama Gala


Mehr zum Thema


Gala entdecken