Bärbel Schäfer: So tragisch war der Tod ihres Bruders

Heute erscheint Bärbel Schäfers neues Buch "Ist da oben jemand?". Darin berichtet sie, wie sie den tragischen Unfalltod ihres Bruders vor zweieinhalb Jahren erlebt hat

Bärbel Schäfer

"Wer seinen Eltern sagen musste, dass ihr Sohn tot ist, der wird ein anderer. Der Tod ist unter meine Haut gekrochen", so Bärbel Schäfer im Interview mit der "Bild am Sonntag". Die ehemalige Talkmasterin wirbt für ihr neues Buch "Ist da oben jemand?", in dem es um den tragischen Tod ihres jüngeren Bruders Martin vor zweieinhalb Jahren geht. Dieser starb im Oktober 2013 bei einem Autounfall auf der Autobahn bei Pegnitz.

Ein ehrliches Buch

Heute hat sie ihre Gedanken von damals für die Öffentlichkeit aufgeschrieben: "Es ist ein ehrliches Buch, und was ich damit über Trauer und die Wege mit ihr umzugehen sagen wollte, hielt ich für wichtiger, als meine Bedenken, zu Privates offenzulegen." Ein mutiger Schritt, der mit Sicherheit viele Leser zu Tränen rühren wird. Besonders mitreißend sind die Szenen, in denen Bärbel ihre Eltern über den Tod ihres Sohnen informieren muss. "Meine Mutter war noch ganz verschlafen. Dann dieser Aufschrei, ein markerschütternder Mutterschrei. Es war, als würde mir das Herz in tausend Teile gesprengt. Nein, das werde ich nie vergessen", berichtet sie.

Sie wollte ihn noch mal sehen

Auch als es um die Beerdigung geht, beschreibt die Moderatorin ihre Erlebnisse und Gefühle so detailgetreu und ehrlich, dass sich wohl niemand der Gewaltigkeit dieses Buches entziehen kann. Bärbel wollte ihren Bruder damals noch einmal sehen, zumindest das, was ihr der Bestatter gewährte. Schließlich hob er den Unterarm hoch, an dem Bärbel ihren Bruder sofort erkannte. "Es war vielleicht der Versuch, dass das Leben den Tod noch mal berührt und der Wunsch, ihm etwas Wärme mitzugeben, über ein Körperteil, das nicht zerstört und zerschmettert war." Nicht jeder Mensch könnte solch einen Moment im Leben wohl ertragen. Doch Bärbel ist eine starke Frau, die durchhält - so lange, bis sie schließlich wieder an etwas anderes denken und sogar wieder Freude im Leben empfinden kann.

Keine höhere Fügung

Der Titel des Buches spielt natürlich auf die Existenz einer höheren Macht an, doch daran möchte die 52-Jährige nicht glauben: "Es herrscht Chaos und alles, was uns passiert, ist Zufall. Es ist absurd, dass ich zweimal einen geliebten Menschen durch einen verkehrsu fall verloren habe. Aber es ist keine höhere Fügung." Im Jahr 1998 verunglückte Bärbels damaliger Lebensgefährte, der Fotograf Kay Degenhard, ebenfalls auf der Autobahn tödlich.

In memoriam

Zu jung gestorben. Unvergessen.

11. Mai 1981  Zum 38. Todestag des Ausnahmemusikers  Mit nur 36 Jahren verstirbt Reggae-Legende Bob Marley an schwarzem Hautkrebs. Songs wie "I Shot the Sheriff" oder "No Woman, No Cry" sind zu weltbekannten Hymnen geworden.
5. April 1994: Der "Nirvana"-Frontman Kurt Cobain erschießt sich im Alter von 27 Jahren in seinem Haus in Seattle mit einer Schr
30. November 2013: Paul Walker stirbt bei einem Autounfall in Los Angeles.  Der 40-jährige "The Fast and the Furious"-Star stirbt, als sein 2005 Porsche Carrera GT in einen Baum rast und in Flammen aufgeht. Der Fahrer des Wagens, Walkers guter Freund Roger Rodas, kommt ebenfalls ums Leben.
13. Juli 2013  Der 31-jährige "Glee"-Star Cory Monteith stirbt an einer tödlichen Mischung aus Drogen, darunter Heroin, und Alkohol. Noch im April hatte er sich einen in einer Entzugsklinik behandeln lassen.

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