Babette Albrecht: Gegen alle Regeln

Babette Albrecht ist erschüttert: Im Erbstreit des Aldi-Clans geraten plötzlich persönliche Details über ihren verstorbenen Mann ans Licht

Babette Albrecht

Sie wirkten immer so glücklich. 27 Jahre lang waren Berthold Albrecht, Sohn von Aldi-Nord-Gründer Theo Albrecht senior, und Babette Albrecht verheiratet. Ihr Trauspruch lautete: "Bleibt niemand etwas schuldig; nur die Liebe schuldet ihr einander immer."

An dieses Credo haben sich beide gehalten. Und seit Berthold Albrecht im Dezember 2012 verstarb, gilt es für seine Witwe über den Tod hinaus. Umso erschütternder für Babette Albrecht und ihre Familie, welch persönliche Details nun nach Angaben der "Bild am Sonntag" öffentlich werden. Ausgerechnet bei dem Clan, für den Diskretion oberstes Gebot war.

Vertrauliche Details kommen an die Öffentlichkeit

Demnach soll Babette Albrecht Anfang des Jahres in einer vertraulichen Stellungnahme ans Gericht geschrieben haben, ihr verstorbener Mann sei schwer krank und arbeitsunfähig gewesen. Auch sein früher Tod mit nur 58 Jahren hatte angeblich mit der Krankheit zu tun. Enthüllungen, die ein neues Licht auf das Schicksal der berühmten Unternehmerfamilie werfen. Und man kann sich vorstellen, wie schwer es für Babette Albrecht sein muss, mit diesem belastenden Thema jetzt in der Öffentlichkeit konfrontiert zu werden.

Sie kämpft seit Jahren um das Erbe

"Wir kommentieren den Gesundheitszustand von Berthold Albrecht nicht", erklärt ihr Anwalt Andreas Urban auf Nachfrage von GALA. Seine Mandantin kämpft seit rund drei Jahren für sich und ihre fünf Kinder – die 1990 geborenen Vierlinge sowie eine zwei Jahre jüngere Tochter – um das millionenschwere Erbe sowie um die Macht im Aldi-Nord-Imperium. Die gesamten Werte von Aldi Nord sind in den drei Familienstiftungen Lukas, Markus und Jakobus verteilt. 2010 wurde die Satzung der entscheidenden Jakobus-Stiftung geändert – zu Ungunsten von Bertholds Familie.

Darum geht es in dem Rechtsstreit

Nun herrscht innerhalb des Clans ein erbitterter Streit, ausgetragen zwischen Babette Albrecht und ihrem Schwager Theo junior. Es geht um Bertholds Beitrag an dieser Entscheidung. Laut "BamS" soll die Witwe vor Gericht argumentiert haben, ihr Mann habe die Bedeutung und Tragweite seiner Unterschrift aufgrund der Alkoholkrankheit nicht erkannt. Hingegen erklärt Bertholds älterer Bruder Theo Albrecht junior in einem Statement gegenüber GALA: "Es gab niemals Zweifel an der Geschäftsfähigkeit von Berthold Albrecht. Eine solche Behauptung entbehrt jeder Grundlage und beschmutzt in unerträglicher Art und Weise den Ruf meines verstorbenen Bruders."

Folgt jetzt eine öffentliche Schlammschlacht?

Der Familienkrieg um die Zukunft des Aldi-Imperiums, um Millionen und die Macht im Konzern, geht also in die nächste Runde. Welche Rolle der frühere Gesundheitszustand von Berthold Albrecht für die Entscheidung spielen wird, muss das Gericht klären. Voraussichtlich Anfang 2017 stehen weitere Termine an. Doch dass der Streit einer der reichsten Familien Deutschlands nun zu einer öffentlichen Schlammschlacht wird, kann niemand, dem Berthold Albrecht nahestand, gewollt haben.

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