B. Schöneberger Schöneberger, übernehmen Sie!


Frauenpower für "Wetten, dass..?"! Eine Mehrheit der TV-Zuschauer hält Barbara Schöneberger für die ideale Gottschalk-Nachfolgerin

Wieder mal hat Barbara Schöneberger

die Lacher auf ihrer Seite. "Als vielbeschäftigte Jung-Mama", sagt sie beim diesjährigen Deutschen Filmpreis, "habe ich kurz darüber nachgedacht, den Job diesmal an Thomas Gottschalk zu übergeben. Bis ich dieses Wahnsinns-Glitzerkleid sah und wusste: Das kann Thomas auf gar keinen Fall tragen!"

Die souverän-amüsante Moderation der 37-Jährigen war für die Zuschauer im Berliner Friedrichstadtpalast und für viele Kritiker ein absolutes Highlight des Abends. Wenn es um Charme, Wortwitz und Schlagfertigkeit geht, macht dieser Frau niemand was vor. Und damit hätte sie die besten Voraussetzungen, um die wohl wichtigste offene Planstelle im deutschen TV zu besetzten. Seit Showkönig Gottschalk im Februar seine Abdankung beim ZDF-Unterhaltungsklassiker "Wetten, dass ..?" ankündigte, sorgt die Frage nach einem Thronfolger für wilde Spekulationen. Mit Hape Kerkeling, Jörg Pilawa oder auch Stefan Raab sind vor allem Männer im Gespräch. Warum eigentlich? Schließlich gibt es in Deutschland auch eine Reihe von Top-Entertainerinnen.

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Im Auftrag von Gala wollte Forsa in einer repräsentativen Meinungsumfrage wissen: "Welche Prominente wäre als Gottschalk-Nachfolgerin geeignet?" Das Ergebnis: Eine Mehrheit von 55 Prozent sprach sich für Barbara Schöneberger aus. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Ina Müller und Michelle Hunziker. Für Model-Mama Heidi Klum hielten nur 15 Prozent der Befragten die Fahne hoch. "Die Zeit ist reif für eine Frau an der Unterhaltungsshow-Spitze", findet TV-Produzentin Beate Wedekind. "Das alte Format ist überholt, und die Sendung hat nur eine Überlebenschance, wenn sie neu positioniert wird. Gerade mit Barbara Schöneberger könnte man ganz neu durchstarten." Wedekind weiter zu Gala: "Sie ist zweifellos Deutschlands größtes Entertainment-Talent."

Diese These unterstreicht auch die ehemalige "Leute heute"-Moderatorin Nina Ruge. "Barbara begeistert als Powerpaket, das mühelos flapsige Gags auf einem angenehmen Humus von Vollweib-Humor und authentischer Lebensfreude liefert. Ich sehe derzeit außer Hape Kerkeling keinen Mann in der deutschen TV-Landschaft, der das so sensationell drauf hat wie sie!" Sie könne sich bei "Wetten, dass..?" aber auch gut eine "Doppelspitze" aus Schöneberger und Michelle Hunziker vorstellen, so Ruge.

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Barbara Schöneberger selbst beobachtet die "Wetten, dass..?"-Diskussion eher nüchtern. "Ich bin mir nicht so sicher, ob die Sendung ohne Thomas Gottschalk überhaupt langfristig überleben kann. Er hat die Show geprägt", sagte sie im Gala-Interview. Und ihre grundsätzliche Meinung zum Thema Fernseh-Frauen? "Wir haben doch schon heute mit Anne Will oder Sandra Maischberger tolle Moderatorinnen an fast allen wichtigen Stellen." Eine Frauenquote halte sie für abwegig.

Ihre Kollegin Nazan Eckes, die in der Forsa-Umfrage von immerhin 33 Prozent für "Wetten, dass..?" favorisiert wurde, bestätigt die generelle Chancengleichheit - mit einer Einschränkung. "Wir Frauen müssen mehr kämpfen. Während den Kollegen von vornherein Seriösität unterstellt wird, kommt es immer noch vor, dass Frauen entweder auf ihr Äußeres reduziert werden oder dass man es ihnen übel nimmt, wenn sie witzig sind." Mit einer neuen RTL-Sendung will Eckes ihr Können beweisen: Ab Ende April moderiert sie die Spiel-Show "The Cube".

Und wie weit sind bei der Konkurrenz mittlerweile die Verhandlungen mit potenziellen "Wetten, dass..?"-Präsentatoren? "Noch ist nicht mal die Bewerbungsfrist abgelaufen", erläutert ZDF-Pressesprecher Peter Gruhne. Beim Thema "weibliche Nachfolge" sei der Sender grundsätzlich offen: "Frauen sind immer eine Option." Das Geheimnis sollte bald gelüftet werden: Die erste Sendung nach Gottschalks Abschiedsshow - am 18. Juni auf Mallorca - läuft im Oktober.

Zu der Frage, ob Sie sich überhaupt vorstellen könne, die Moderation von "Wetten, dass..?" zu übernehmen, wollte sich Barbara Schöneberger übrigens nicht äußern. Wohl aber dazu, wer ihrer Meinung nach der einzig würdige Nachfolger für Thomas Gottschalk ist: Hape Kerkeling.

gala.de

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