Axel Stein: Familie geht ihm über alles

Mit GALA hat Axel Stein über seine neue Komödie "Volltreffer" und Fußball gesprochen. Doch das Thema kam auch auf echte Männerfreundschaften und Frauen

Axel Stein

Heute Abend ist Axel Stein als Philipp Stochowski in der großen Sat.1-Komödie "Volltreffer" zu sehen. Philipps Herz schlägt für den BVB und so setzt er alles daran, einen Spielertransfer zum FC Bayern zu verhindern. Nach einem Unfall entführt er die FC Bayern-Funktionärin Viktoria und verliebt sich in sie. Was Axel als FC Köln vom BVB hält, warum er im Film an der Stange tanzen musste und wie er zu Familie und Freundschaft steht, verriet er im großen GALA-Interview.

Wie war es für Sie als FC Köln-Fan in "Volltreffer" einen BVB-Fan zu spielen?

Das war kein Problem. Ich bin zwar FC-Fan, habe aber auch Sympathien für den BVB und auch für den FC Bayern. Ich bin da nicht so fanatisch. Jetzt gerade bei unserem Film hat uns der BVB so sensationell unterstützt, das ist einfach ein top Verein und würde ich jederzeit wieder gerne in das Stadion gehen.

Axel Stein spielt in "Volltreffer" den BVB-Fan Philipp Stochowski.

Ist es für Sie denn eine Katastrophe, ein Bundesliga-Spiel zu verpassen?

Überhaupt nicht. In den letzten ein, zwei Jahren musste ich das ja eh ein bisschen vernachlässigen, weil ich so viel gearbeitet habe. Ich war bestimmt schon ein Jahr lang nicht mehr im Stadion.

Konnten Sie sich dann in die Rolle des Philipp hineinversetzen – er ist ja ein extremer Fußball-Fan.

Ja, das konnte ich, weil es in "Volltreffer" nicht nur um Fußball geht. Klar hört sich das alles sehr klamaukig an, wenn ein Fan eine Transferverantwortliche entführt, aber das hat ja alles einen tieferen Sinn. Den jungen Mann, den ich da spiele, da ist vor kurzem die Frau verstorben und sie haben zwei Kinder und er kümmert sich um das Wohl der beiden Kinder und um das Wohl seines alten Schwiegervaters. Und das ist eine riesen Aufgabe, der er gewachsen sein will. Daher versucht er, es allen so recht, wie möglich zu machen. In der Familie sind alle Fußball-Fans und Philipp Stochowski gibt sein letztes Hemd für einen Stadionbesuch. Fußball ist eine schöne Sache, die viele kennen und ist oft ehrlich. Das steckt alles hinter dieser Geschichte.

Philipp Stochowski bringt die bewusstlose Bayern-Funktionärin Viktoria zu sich nach Hause.

Ihre Rolle opfert sich sehr für den Schwiegervater auf. Würden Sie das privat auch so machen?

Ja, klar. Ich lege unheimlich viel Wert auf Familie und bei uns ist immer jeder sofort zur Stelle. Und das gehört sich auch so. Ich bin kein Einzelkämpfer, ich bin sehr geerdet und weiß, wo ich herkomme und wem ich was zu verdanken habe. Dank meiner Eltern bin ich auch sehr familiär eingestellt.

Haben Sie auch schon eine verrückte Fußball-Fan-Aktion gestartet?

Nee, sowas habe ich tatsächlich noch nicht gemacht.

Wäre es ein Problem, wenn Ihre Partnerin Fan eines Vereins wäre, den Sie nicht mögen?

Das sollte kein Hindernis für eine Beziehung sein. Das ist kein Kriterium.

Im Film spielt Ihr Neffe mit. Wie ist es dazu gekommen?

Durch Zufall. Wir haben Castings gemacht und haben Jungs gesucht, die mir ein bisschen ähnlich sehen. Dann kam die Idee auf, meinen Neffen zu fragen, weil der oft bei mir ist und sich immer dafür interessiert, was ich mache. Fand er gut und er wurde zum Casting eingeladen und da hat er sich dann durchgesetzt.

Möchte er dann jetzt weitermachen mit der Schauspielerei?

Vielleicht. Das wird sich in den nächsten Jahren zeigen. Er ist noch relativ jung und die Schule geht natürlich vor. Das weiß er auch. Aber wenn er mich jetzt fragen würde, ob ich ihm dazu raten würde, in den Beruf zu gehen, weiß ich gar nicht, ob ich ihm zu- oder abraten sollte.

Warum?

Man muss einfach auch unglaublich viel Glück haben. Für so ein Filmprojekt ist man ja nicht der Einzige, der angefragt wird, aber jede Rolle wird eben nur einmal besetzt. Man kann auch bei zehn Projekten gleichzeitig gecastet werden und man bekommt keines der Angebote. Man muss auch zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein.

In einer Szene in "Volltreffer" tanzen Sie an der Stange – wie viel Training hat es dafür benötigt?

Lustigerweise haben wir das am Abend vorher mit dem Regisseur zusammen entwickelt. Aber ganz so einfach ist es dann doch nicht. Meine fabelhafte Kollegin Julia Hartmann, die die Victoria spielt, die hat das ja richtig drauf. Sie hat das vor ein paar Jahren schon für einen Film intensiv trainiert und für sie war es dann schwer, dass ein bisschen dämlich aussehen zu lassen.

Philipp und Victoria kommen sich dann näher. Am Ende des Films versucht er dann, sie zurückzuerobern. Was würden Sie denn tun, um einer Frau Ihre Liebe zu beweisen?

Ich weiß nicht. In der Situation von Philipp ist das schon ziemlich mutig. Ich wäre sicher auch zu vielem bereit.

Sie spielten ja auch an der Seite von Tom Beck in "Datingalarm" und er hat erzählt, dass er als Teenie einen Liebesbrief auf Klopapier geschrieben hat. Haben Sie auch schon Liebesbriefe verfasst?

In der Schule ständig, da war das ganz normal. Aber so etwas habe ich dann doch nicht gemacht. Das ist schon sehr speziell. Für mich wirkt das ein bisschen hilflos. (lacht) Wenn eine Frau mir wirklich viel bedeutet, schreibe ich ihr doch keinen Liebesbrief auf Klopapier.

Wie war denn die Atmosphäre am Set von "Datingalarm"?

Auch wenn ich immer gegen Tom stichele, jeder weiß, dass wir uns abgöttisch lieben. Und da war das natürlich super. Wir kannten auch den Regisseur schon und wenn man weiß, wer da aufeinander trifft, kann man schon gut arbeiten. Tom und ich ergänzen uns sehr gut und es ist mit ihm immer sehr unkompliziert. Wir lachen viel zusammen.

Können Sie sich mit der Rolle des "Friedrich" identifizieren?

Mit Friedrich?! Es geht. Er war Jahre lang in einer Beziehung und wurde unterdrückt, durfte keine eigenen Entscheidungen treffen. Das kenn ich nicht so.

Waren Sie denn schon mal in einer ähnlichen Situation wie Friedrich und mussten einen Kumpel beim Fremdgehen decken?

Nein. War ich nicht.

Wenn Sie wüssten, dass ihr bester Freund seine Frau betrügt, was würden Sie machen? Würden Sie es ihr sagen?

Oh, das ist ganz schwierig. Wenn das so wäre, würde ich sicher in erster Linie zu meinem Kumpel halten. Aber als Außenstehender hat man da doch nicht wirklich viel zu melden.

Und wenn die Frau Ihren besten Freund hintergehen würde?

Ich weiß es nicht. Hoffentlich passiert mir sowas nie.

Können Sie sich an Ihre erste große Kinder- oder Jugendliebe erinnern?

Ich war im Kindergarten unsterblich in ein Mädchen verliebt. Aber davon wusste nur nicht.

Wie würden Sie ihre Freundschaft zu Tom Beck beschreiben?

Freundschaft häng ich sehr hoch. Tom ist für mich ein super Freund, den ich auch privat treffe. Wir quatschen gerne, wir sind ehrlich zueinander und haben schon unheimlich viel miteinander erlebt. Wir sind da auf einem Nenner auch was Humor angeht.

Haben Sie noch gute Freunde aus der Filmbranche?

Eher weniger.

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