VG-Wort Pixel

Ashton Kutcher Kritik von seinem Bruder Michael

Michael und Ashton Kutcher zeigen sich im Juli 2013 auf dem roten Teppich der "So the World May Hear"-Award-Gala in St. Paul, Minnesota.
Michael und Ashton Kutcher zeigen sich im Juli 2013 auf dem roten Teppich der "So the World May Hear"-Award-Gala in St. Paul, Minnesota.
© Getty Images
2003 offenbarte Ashton Kutcher, dass sein Zwillingsbruder Michael an Zerebralparese erkrankt ist – und das war so nicht abgesprochen.

"Ich war sehr wütend. Sehr wütend. Ich wollte nicht das Gesicht von CP sein. Ich habe nie darüber geredet", sagt Michael Kutcher, 43, in einem im Mai 2021 veröffentlichten Interview zu "USA Today" über Ashtons, 43, eigenmächtiges Handeln.

Als Zerebralparese (kurz: CP) bezeichnet man eine Störung, die durch eine Fehlentwicklung oder Schädigung des Gehirns vor, während oder nach der Geburt verursacht wird und die die Motorik einer Person beeinträchtigt. Der/die Betroffene kann seine Muskeln nicht mehr kontrollieren. Mitunter können auch Seh-, Hör-, Sprach- und Wahrnehmungsstörungen auftreten. Die Bezeichnung Zerebralparese setzt sich aus den Fachtermini "cerebral" für "im Gehirn" und "Parese" für "Lähmung" zusammen. Bei Michael Kutcher wurde die Krankheit vor dem Eintritt in den Kindergarten diagnostiziert. 

Erst Wut, dann Dankbarkeit für Ashton Kutcher

Michael hat sich nach der Enthüllung 2003 mit Ashton Kutscher, 43, ausgesprochen und ist heute nicht mehr sauer, sondern dankbar. "Chris hat mir den größten Gefallen getan, den er jemals getan hat, weil er mir erlaubt hat, ich selbst zu sein", lobt er seinen Bruder, der mit erstem Vornamen Chris und mit zweitem Vornamen Ashton heißt. Er habe realisiert, fährt der 43-jährige fort, dass er sich wegen seiner Krankheit nicht schämen müsse und für andere Betroffene ein Vorbild sein könne. Deshalb arbeitet er als Sprecher für die "Cerebral Palsy Foundation" und als Berater für "Joshin". Die App hilft Familien, Pflegehilfe für Angehörige mit besonderen Anforderungen zu finden. 

Der Hollywood-Schauspieler verteidigte seinen Bruder

Auf Ashton kann sich Michael verlassen – das war schon als Kind so, als Michael von anderen Kindern gemobbt wurde. "Mein Bruder hat sich mit ihnen gestritten. Er trat für mich ein. Er wollte, dass sie mich mit Respekt behandeln. Und das bedeutete viel."

Auch der Hollywood-Star konnte viel von seinem Zwilling lernen. 2017 sagte er bei einer Rede anlässlich seiner Ehrung mit dem "Robert D. Ray Pillar of Character Award": "Mein Bruder wurde mit Zerebralparese geboren und es hat mich gelehrt, dass es keine Wahl ist, Menschen zu lieben und, dass nicht alle Menschen gleich geschaffen sind [...]. Aber wir alle haben die gleiche Fähigkeit, einander zu lieben, und mein Bruder hat mir das beigebracht."

Verwendete Quellen: usatody.com, cdc.gov

jre


Mehr zum Thema


Gala entdecken