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Ashton Kutcher + Demi Moore Kabbala soll ihre Ehe retten


Mit einer kabbalistischen Eheberatung versuchen Demi Moore und Ashton Kutcher ihre angeschlagene Beziehung zu retten. Sie sind nicht die einzigen Stars, die Zuflucht in der mystischen jedoch umstrittenen Lehre suchen

Täglich neue, schlimme Gerüchte um angebliche Seitensprünge belasten die Ehe der Hollywoodstars Demi Moore und Ashton Kutcher. Vergangenen Monat soll der "Two and a Half Men"-Star seine 15 Jahre ältere Ehefrau ausgerechnet an ihrem sechsten Hochzeitstag mit einer 24-jährigen Blondine betrogen haben. Rettung für ihre angeschlagene Partnerschaft versprechen sich die beiden laut "Bild.de" nun von einer Eheberatung im Kabbala-Zentrum.

2005 gaben sich die beiden gläubigen Schauspieler in einer kabbalistischen Zeremonie das Ja-Wort, wurden seitdem immer wieder beim Verlassen des "Kabbalah Center" in Los Angeles gesichtet. Auch jetzt lassen Paparazzifotos auf einen Besuch mit besonderem Hintergrund schließen: das Paar fuhr am Dienstag (25. Oktober) von seiner Villa zum "Kabbalah Center". Demi mit müdem Gesichtsausdruck und merklich abgemagert, Ashton mit zotteligem Bart und Zigarette im Mund. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung absolvierte das Paar eine vierstündige Eheberatung auf Basis der jüdischen Kabbala-Lehre, ehe es sich wieder gemeinsam auf den Heimweg machte. Kabbala - ein Rezept für erfolgreiche Ehen?

Die Lehre, die auch als mystische Tradition des Judentums bezeichnet wird, erlangte durch prominente Anhänger wie Madonna und Gwyneth Paltrow weltweiten Kultstatus. Kritiker und traditionelle Kabbalisten bemängeln immer wieder die Oberflächlichkeit der 1969 gegründeten "Kabbalah Center", denen sich die Stars in den letzten Jahren reihenweise anschlossen. Diese kabbalistische Organisation unter der Führung von Philip Berg verspricht in mehr als 50 Centern eine vergleichsweise bequeme, konsumentenfreundliche Lehre, die sich stark von der ursprünglichen Kabbala unterscheidet. "20-Sekunden-Meditationen" oder Konsumartikel wie geweihtes Wasser, Cremes und die bekannten roten Fäden, die meist am Handgelenk getragen werden, lockten viele Interessierte und spülten Millionen in die Kassen der Familie Berg. Doch was ist es, das Prominente wie die Kutcher-Moores, Britney Spears oder Lucy Liu so am Kabbala-Kult begeistert? Wo liegen die Ursprünge dieser Trend-Religion?

Die Anfänge der Kabbala-Lehre gehen zurück auf die heilige Schrift des Judentums, die Tora. Durch das Studium versuchen Anhänger Antworten auf die Frage nach dem Sinn des Lebens zu finden. Äußerliche Riten oder Symbole, wie sie die Stars gern vorführen, gibt es in der traditionellen Kabbala nicht. Die grundlegenden Werte werden aber auch in den populär gewordenen "Kabbalah Center" vermittelt – wenn auch in abgespeckter Form. Ziel ist es, die eigenen Talente und Stärken zu entdecken und damit den richtigen Lebensweg für sich sichtbar zu machen.

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Auch in Beziehungsfragen soll die mystische Kabbala-Lehre Antworten bereithalten. Kein Wunder also, dass neben Demi Moore und Ashton Kutcher auch andere Promi-Paare schon zu gemeinsamen Beratungssitzungen erschienen. In solchen Sitzungen wird versucht, das Problem deutlich zu machen, Zusammenhänge zu erklären und damit Lösungswege aufzuzeigen. Kein einfaches Unterfangen, bedenkt man die zum Teil sehr großen Egos der Stars. Aber auch eigentlich kein Geheimnis: Eben jene Dienste tut auch eine normale Eheberatung - ohne Weihwasser und Armband.

Welches Problem genau in den Beratungssitzungen von Ashton Kutcher und Demi Moore beleuchtet wird, ist nicht bekannt. Bislang ist noch immer nicht sicher geklärt, ob Ashton Kutcher seine Frau wirklich betrogen hat. Ausreichend Redebedarf scheinen die beiden allerdings in jedem Fall zu haben.

Auch Madonna und Guy Ritchie suchten bereits Hilfe im "Kabbalah Center", um ihre angeschlagene Ehe zu retten. Ein vergeblicher Versuch – vor drei Jahren ließen sich die Sängerin und der Regisseur scheiden. Es bleibt also abzuwarten, ob die spirituellen Beratungssitzungen im Falle Moore und Kutcher die Wogen glätten können.

kse/kst

gala.de


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