Arnold Schwarzenegger wird 70: Zwischen Erfolg und Skandalen - ein Leben der Extreme

Er lebte stets den "Amerikanischen Traum" vor: Arnold Schwarzenegger. Doch auch der nun 70-Jährige war nicht immer vor Fehltritten gefeit

Ob sich Arnold Schwarzenegger, 70, das so gedacht hat? "Ich werde nach Amerika gehen, um einer der bestbezahlten Superstars zu werden. Dann heirate ich die Nichte von John F. Kennedy und werde Gouverneur von Kalifornien. Und das alles werde ich mit einem verboten dicken steierischen Akzent machen..."

Arnold Schwarzenegger wird 70!

Die Lebensgeschichte von Arnold Schwarzenegger zeigt wie keine zweite, warum Amerika als das Land der unbegrenzten Möglichkeiten gilt. Das Geburtstagskind, das heutigen am 30. Juli seinen 70. Geburtstag feiert, schüttelte schon diversen US-Präsidenten die Hand, legt sich mit dem aktuellen liebend gern an, und hat in seinem Leben auch sonst so ziemlich alles erlebt. Auch den einen oder anderen Skandal.

"Mister Universum"

Mit solchen Spargel-Beinen kann man auf Dauer keinen Erfolg als Fußballer haben. Also schickte sein Trainer den damals 15-jährigen Arnold ins Fitness-Studio - Muskelaufbau. Kurze Zeit später sah man Arnie nicht mehr auf dem Bolzplatz, seine Bestimmung hatte der Junge bei den Gewichten gefunden. Über amerikanische Fachzeitschriften brachte er sich selbst die besten Trainingsmethoden bei und legte eine eiserne Disziplin an den Tag. Die Folge? Er wurde mit 19 Jahren der jüngste "Mister Universum" aller Zeiten, unzählige weitere Bodybuilder-Auszeichnungen kamen hinzu.

Wortkarger Killerroboter

Große Muskeln, wenig Hirn? Dass Schwarzenegger einen gewieften Plan hatte, in Hollywood Fuß zu fassen, zeichnete sich schon früh ab. Seine imposante Statur öffnete ihm die Tür in die Traumfabrik, bis er sie mit seinen gigantischen Oberarmen aufstoßen konnte, verging allerdings viel Zeit. 1969 sorgte er als "Hercules in New York" erstmals für Aufsehen, besser gesagt für Aufhorchen. Denn sein Dialekt war so stark, dass man ihn im amerikanischen Original nachsynchronisieren musste.

Erst 1982 wurde er dank "Conan der Barbar" einer breiten Masse bekannt, zwei Jahre später dann der Durchbruch. Als wortkarger "Terminator" in James Camerons Überraschungshit begeisterte der Österreicher die Kinogänger. Obwohl er darin gerade einmal 17 Sätze und rund 70 Wörter spricht, hinterließ seine Darbietung als erbarmungslose Maschine an der Seite von Linda Hamilton (60) und Michael Biehn (60) dermaßen Eindruck, dass er in der Folgezeit zu einem steten Gast in den Kinosälen dieser Erde wurde. Und das nicht nur im Baller-Genre.

Tausendsassa in der Traumfabrik

Denn auch wenn seine Statur vom ersten Tag an für brachiale Action stand, auf eine Filmgattung wollte sich Schwarzenegger nie festlegen lassen. Und so trug er in der Komödie "Junior" ein Kind aus, stellte sich bei "Batman & Robin" dem berühmten Fledermausmann in den Weg, oder machte sich im Kinderfilm "Versprochen ist versprochen" auf die Jagd nach einem besonderen Spielzeug. Der Großteil seines Schaffens trug aber natürlich das "Action"-Gütesigel - ob nun als "City Hai", "Eraser", "Predator" oder, na klar, in "True Lies".

Der "Gouvernator"

Wo andere sich entspannt zurückgelehnt und die Millionen auf dem Bankkonto gezählt hätten, verzehrte sich Schwarzenegger nach mehr. Mehr Einfluss, noch mehr Ruhm. Ein Mitglied der republikanischen Partei war er schon lange, 2003 kündigte er an, als Kandidat ins Rennen um das Amt des Gouverneurs von Kalifornien zu gehen. Wieder einmal zweifelten viele Menschen an seinem Erfolg, wieder einmal strafte er sie allesamt Lügen. Als "Mogelkandidat" eines Parteifreunds verunglimpft, holte er sensationelle 48 Prozent der Stimmen. Im November 2003 wurde er daraufhin als 38. Gouverneur des Sonnenstaates vereidigt.

Doch bei seinem neusten Abenteuer spürte der Hüne erstmals auch heftigen Gegenwind. In seiner Heimat sorgte Arnies unnachgiebige Unterstützung der Todesstrafe für die Debatte, ihm die österreichische Staatsbürgerschaft abzuerkennen. Auch der Name des "Arnold Schwarzenegger Stadions" in Graz stand deswegen zur Disposition. Kurz zuvor hatte der "Terminator" seinem Namen alle Ehre gemacht und ein Gnadengesuch abgeschmettert. An der Widerwahl änderten diese Störfeuer aber nichts. Zu seiner zweiten Amtszeit sagte er: "Ich liebe es, Mehrteiler zu machen. Aber das ist ohne jeden Zweifel meine liebste Fortsetzung."

Der Makel des Saubermanns

Am Politiker Schwarzenegger schieden sich früh die Geister, der Mensch Schwarzenegger hingegen stand nie zur Disposition. Bis sich ein besonders heikles Thema seinen Weg an die Öffentlichkeit bahnte. Vier gemeinsame Kinder hat er mit Maria Shriver (61), der Nichte von John F. Kennedy, die er 1983 heiratete. Doch die Ehe zerbrach im Mai 2011 jäh. Was war geschehen? Nur wenige Tage nach der Trennung erklärte Arnie, dass er der Vater des Kindes einer langjährigen Haushälterin sei. Was ihm viele Menschen besonders übel nahmen, war die Tatsache, dass besagte Haushälterin zur selben Zeit schwanger wurde, als seine Frau gerade das jüngste Kind Christopher in sich trug.

Das Stehauf-Männchen

Doch nach dem Polit-Ausflug und dem Skandal war vor dem Hollywood-Comeback. Und das trug sich 2012 zu. Mit - na klar - einem Action-Feuerwerk. In "The Expendables 2" reihte er sich an der Seite von Sylvester Stallone (71) ein, zuletzt durfte er 2015 noch einmal seine Paraderolle als Killerroboter in "Terminator: Genisys" bekleiden. Und auch mit nunmehr 70 Lenzen wird Arnie bestimmt noch viele Gelegenheiten bekommen, einen der berühmtesten Filmzitate der Kinogeschichte zu raunen: "Ich komme wieder!"

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"Terminator"-Star Arnold Schwarzenegger damals und heute

Arnold Schwarzenegger
©Gala

Die Nanny-Falle

Trennungsgrund Kindermädchen

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Arnold Schwarzenegger betrog Mariah Shriver mit der Haushälterin Mildred Baena - und zeugte mit ihr einen Sohn. Joseph ist mittlerweile bereits ein Teenager. Shriver ließ sich von dem "Terminator" scheiden, als die Affäre publik wurde. In einem Interview mit "CBS" gestand Arnie: "Ich glaube, es ist die dümmste Sache, die ich der Beziehzung gemacht habe. Es war schrecklich. Ich habe Maria und den Kindern unglaublich wehgetan."
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