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Arianes Logbuch Das wahre Los Angeles


Ariane Sommer berichtet diese Woche über das Leben der Angelenos, das sich zwischen Verkehrschaos, Dauerentgiften und Szeneclubs abspielt

Mein Brief ans Clarence House muss wohl verloren gegangen sein - oder Mr. Jamie Lowther-Pinkerton, der Sekretär von Prinz William Ein warmes Lächeln, einen eigenen und klugen Kopf sowie Sinn für Humanitäres - so zeigt sich Prinz William, die Hoffnung der Windsors, ist schlampert. Denn keiner meiner Vorschläge für Wills und Kates Aufenthalt in L. A. wurde umgesetzt. Neben Polo, Gala-Dinner, Schampus hätte ein Abstecher ins echte Leben der Angelenos den beiden bestimmt gutgetan.

Um 17:45 Uhr auf dem 405 Freeway feststecken etwa. Und festzustellen, dass trotz Verkehrschaos alle grinsen, weil der Stau hier zum Way of life gehört.

Überhaupt sind die gesellschaftlichen Gepflogenheiten anders als in Great Britain. Komasaufen zum Beispiel ist bei uns anders als in England kein Volkssport.

Die meisten sind, wie ich, am Dauerentgiften - oder gerade auf Entzug. Deswegen macht sich beliebt, wer wie Mandy Moore rohen Saft bei "Beverly Hills Juice" trinkt. Lustig feiern lässt sich trotzdem. Etwa im "Colony" von Szene-Mogul Sam Nazarian: Dort hätten die Royals mit Stars wie Charlize Theron abtanzen können. Und weil L. A. inoffiziell längst zu Mexiko gehört, wäre ein Essen bei "El Coyote" klug gewesen. Um diplomatische Beziehungen zu pflegen, aber vor allem weil es dort die besten Tamales der Stadt und Bedienungen in Reifröcken gibt. Also, lieber Mr. Lowther-Pinkerton, wenn Ihr Chef mal wieder nach L. A. kommt, melden Sie sich, es lohnt sich …

gala.de

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