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Donald Trump Anwalt zahlte 130.000 Dollar an Porno-Star Stormy Daniels

Stormy Daniels, mit bürgerlichem Namen Stephanie Clifford, soll im Jahr 2006 eine Affäre mit Donald Trump gehabt haben
Stormy Daniels, mit bürgerlichem Namen Stephanie Clifford, soll im Jahr 2006 eine Affäre mit Donald Trump gehabt haben
© Getty Images
Hat der US-Präsident 130.000 Dollar an Porno-Darstellerin Stormy Daniels gezahlt, damit die nichts über eine Affäre zu ihm ausplaudert? Sein Anwalt Michael Cohen gibt jetzt zu: Ja, das Geld ist geflossen 

Neue Aufregung um Donald Trump, 71, und seine angebliche Geliebte, Sexfilm-Star Stormy Daniels, 38: Michael D. Cohen, seit Jahren enger Vertrauter und Anwalt Trumps, bestätigt gegenüber der "New York Times" überraschend, dass Daniels 130.000 Dollar erhalten hat. 

130.000 Dollar für Schweigen über Affäre

Cohen sagte in seiner Erklärung am gestrigen Dienstag, er habe das Geld an Daniels aus eigener Tasche gezahlt: "Weder die Trump-Organisation noch die Trump-Kampagne waren an der Transaktion mit Frau Clifford beteiligt und haben mir weder direkt noch indirekt die Zahlung erstattet." Dass der Vorgang dennoch mehr als halbseiden wirkt, weist er von sich. "Die Zahlung an Frau Clifford war rechtmäßig und war weder ein Kampagnenbeitrag noch eine Wahlkampfausgabe von irgendjemandem", stellt Cohen klar. Das Wort "Schweigegeld" nimmt er nicht in den Mund. Doch dass es das war, daran besteht in US-Medien kein Zweifel mehr. Bisher hatte "Team Trump" die Zahlung dementiert. Warum jetzt das plötzliche Geständnis? Laut "TIME"-Magazine ist der Grund eine Beschwerde, die bei der Organisation "Common Cause" eingegangen ist. Die Gruppe überwacht unter anderem die Wahlkampffinanzierung in den USA. 

Wusste Donald Trump Bescheid?

Cohens Aussage klingt in erster Linie wie eine indirekte Bestätigung dessen, was Donald Trump bisher dementiert hat: Dass die Affäre zwischen ihm und Stephanie Clifford, so Daniels bürgerlicher Name, in den Jahren 2006 und 2007 tatsächlich stattgefunden hat. Doch wie kam es zum 130.000-Dollar-Deal mit Stormy Daniels? War es eine Anordnung von Donald Trump, der sich nicht selbst die Hände schmutzig machen wollte, oder die Idee von Cohen? Wurde im Hintergrund Druck auf das Trump-Team ausgeübt, zu der Zahlung zu stehen? Und ist Stormy Daniels die einzige Frau, die mit Schweigegeld ruhig gestellt wurde? Immerhin werfen mehrere Frauen dem Immobilien-Tycoon vor, sie belästigt zu haben. All diese Antworten bleibt Michael D. Cohen (noch) schuldig; Nachfragen lehnt er ab.  

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jre

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