Anton Yelchin (†): Herzzerreißender Auftritt seiner Eltern

Irina und Viktor Yelchin, die Eltern des tödlich verunglückten "Star Trek"-Schauspielers Anton Yelchin, weinen bei einer Pressekonferenz bittere Tränen

Irina und Viktor Yelchin, Anton Yelchin

"Es ist falsch, es ist gegen die Natur, wenn Eltern ihr eigenes Kind begraben müssen. Wir hoffen, dass unsere Klage andere Familien davor bewahrt, durch dieselbe Hölle zu gehen wie wir." Es sind die Worte eines Vaters, der ein Ventil für seine Trauer sucht - und nach Gerechtigkeit für seinen toten Sohn.

Irina und Anton Yelchin, die Eltern des tödlich verunglückten Hollywood-Schauspielers Anton Yelchin (†27), suchen dieses Ventil jetzt mit einem Prozess gegen den Automobilhersteller Fiat Chrysler.

"Trotz all unserer Trauer haben wir uns entschieden hier herzukommen, um andere Familien vor der gleichen Tragödie zu schützen", sagt ein sichtlich bewegter Viktor Yelchin mit Tränen in den Augen auf einer Pressekonferenz. "Anton war unser einziger Sohn und ein bemerkenswerter Mensch. Sehr bescheiden, sehr einfach, sehr ehrlich, großzügig und liebevoll".

Irina und Viktor Yelchin trauern um ihren toten Sohn

Auch seine Ehefrau spricht zu den Journalisten, findet vor Schmerz kaum Worte. Mit einer zärtlichen Geste gibt Viktor Yelchin ihr Kraft. "Anton war etwas Besonderes. Jetzt liegt seine Besonderheit vielleicht darin, dass sein Tod die Leben anderer retten kann."

Die Anklage der Eltern: Fiat Chrysler ist schuld am Tod ihres Sohnes

Am 19. Juni war Anton Yelchin von seinem Jeep erfasst und getötet worden, als dieser die Auffahrt seines Anwesens heruntergerollt war. Freunde hatten den Schauspieler später, eingeklemmt zwischen einem Stahltor und dem zwei Tonnen schweren Wagen, leblos aufgefunden.

Irina Yelchin ringt bei der Pressekonferenz um Fassung

"Schuld an Antons verfrühtem Tod ist ein Jeep Grand Cherokee, der eine defekte elektronische Gangschaltung hatte. Deshalb ist sein Wagen weggerollt", sagt Gary Dordick, der Anwalt der Familie, während der Pressekonferenz.

Der Vorwurf des Ehepaares Yelchin: Autohersteller Fiat Chrysler und der Technologiekonzern "ZF North America" hätten von der problemhaften Gangschaltung gewusst und darin versagt, "die Familien zu schützen, die ihnen vertraut haben".

Der Jeep hatte Probleme mit der Gangschaltung

Tatsächlich hatte Fiat Chrysler aber eine Rückrufaktion für einige Jeep Grand Cherokees gestartet: Fahrer hatten sich beschwert, dass der Park- und Fahrmodus des Automatik-Wagens zu leicht zu verwechseln sei. Wie das Internet-Potal "TMZ" schreibt, habe Yelchin angeblich nicht auf den Rückruf reagiert.

Den Verantwortlichen sei Profit wichtiger gewesen als Sicherheit, sagt hingegen Anwalt Dordick. Deshalb wollen Irina und Viktor Yelchin vor Gericht ziehen und einen Schadenersatz erstreiten.

Fans können im Kino Abschied von Anton Yelchin nehmen: In seiner Rolle als Fähnrich Pavel Chekovin ist er aktuell in "Star Trek Beyond" auf der Leinwand sehen.

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