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Antoine Griezmann hautnah Warum nuckelt er am Daumen?

Antoine Griezmann
Antoine Griezmann
© Getty Images
Antoine Griezmann ist Frankreichs EM-Held. Doch warum nuckelt er an seinem Daumen, wenn er ein Tor schießt und wie lebt Antoine Griezmann privat?

Team Griezmann

Antoine Griezmann ist der Sympathieträger der Fußball-Europameisterschaft 2016 - und das sagen wir, obwohl die Franzosen nach zwei Toren des 25-jährigen gegen die Deutschen siegten und den Einzug in das Finale des Turniers feierten. Griezmann ist verlässlich und bodenständig. Er fiel allerdings besonders durch seinen ganz speziellen Torjubel auf: mal nuckelte er am Daumen, mal tanzte er wie ein Roboter. Beides ziemlich witzig, aber was genau steckt dahinter? GALA klärt auf.

Tochter Mia ist sein Ein und Alles

Die niedliche Variante zuerst. Das Nuckeln ist eine Widmung an Griezmanns Tochter Mia, die laut der spanischen Fußball-Zeitung im Mai 2016 auf die Welt kam. Antoine Griezmann ist, wie viele Fußballspieler, ein Familienmensch und zählt zu jenen, die in jungen Jahren Vater geworden sind - er ist schließlich erst Mitte 20. Die Mutter seiner Tochter ist die Spanierin Erika Choperena, die sich aus dem Rampenlicht zurückhält. Nur selten gibt es ein gemeinsames Foto.

Erika ist allerdings häufig bei den Spielen dabei und jubelt für Antoine und Frankreich lautstark mit.

Antoine Griezmann ist ein riesiger Drake-Fan

Tja und das Roboter-Tanzen? Das hat sich Antoine Griezmann von dem kanadischen R'n'B-Sänger Drakeabgeschaut. Der Franzose ist ein riesiger Fan und kopierte die skurrile Bewegung aus dem Video zu "Hotline Bling".

Auf Facebook teilte er kürzlich ein Video, auf dem sein eigener Kopf auf den Körper von Drake montiert ist.

Schwester überlebte Anschlag im Bataclan

Die Unbeschwertheit, die Griezmann auf dem Platz hat, ist jedoch nicht selbstverständlich. Bei den grausamen Anschlägen in Paris am 13. November 2015 wäre beinahe seine Schwester Maude umgekommen. Während er im Stade de France gegen Deutschland spielte, befand sie sich im Bataclan - dem Ort, wo die Band Eagles of Death Metal an jenem Abend spielte, als bewaffnete ISIS-Terroristen den Saal stürmten und 89 Menschen töteten. Maude überlebte nur, weil sie sich tot stellte. Antoine twitterte, dass seine Schwester unter den Geiseln sei. Später dann der erlösende Tweet:

"Gott sei Dank konnte meine Schwester aus dem Bataclan entkommen. Meine Gebete gehen an die Opfer und ihre Familien."

Eric Olhats entdeckt Antoine Griezmann

Griezmann kam am 21. März 1991 in der Nähe von Lyon zur Welt und begann bereits mit sechs Jahren beim lokalen Verein, dem EC Macon, mit dem Fußballspielen. Im Alter von 14 Jahren nahm Griezmann dann bei einem Jugendturnier in Paris teil. Zuvor sagten ihm bereits namhafte Teams wie Auxerre, Saint-Etienne, Sochaux und Metz ab. Niemand wollte ihn ausbilden, Griezmann war allen Vereinen zu schmächtig, zu klein. Sie alle waren der Meinung: Aus dem Knirps wird doch niemals ein Profispieler. Anders sah dies einzig ein gewisser Eric Olhats, seines Zeichens Scout des spanischen Erstligisten Real Sociedad.

Der befand sich an jenem Tag zufällig auf dem Turnier - auf der Durchreise machte er Halt - und sah in Griezmann etwas, was sonst keiner sah. Vier Tage dauerte es angeblich, bis Olhats anschließend seine Eltern überredete, ihren Sohn Richtung Spanien ziehen zu lassen. Dort lebte sich das Leichtgewicht spielend schnell ein, lernte umgehend die Sprache, machte seinen Schulabschluss und wurde ganz nebenbei ein ernstzunehmendes Fußball-Juwel.

Ein Franzose wird zum Spanier

Nach seiner Eingliederung in die erste Mannschaft des Teams aus dem Baskenland, spielte Griezmann fünf Jahre für Real Sociedad, ehe ihn der Ruf in die spanische Hauptstadt ereilte. Seit 2014 tritt er nun für Atletico Madrid gegen den Ball, erzielte in 75 Spielen 44 Tore und wurde zum begehrten Weltstar. Die größten Clubs stehen mittlerweile Schlange und buhlen um die Künste des Stürmers, der heute immerhin 1,75 Meter groß ist. Dennoch verlängerte der nur knapp 70 Kilo schwere Franzose erst vor Kurzem seinen Vertrag bis 2020.

"Pollito" - zu Deutsch Küken (so sein dortiger Spitzname) - fühlt sich nämlich ausgesprochen wohl in Spanien und adaptiert immer mehr die dortige Lebensweise. Auch seine Lebensgefährtin ist Spanierin.

skn / SpotOn

Die Fußball-EM 2016: Kicken in Frankreich


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