VG-Wort Pixel

Annika Lau Prinzessin Diana "durfte nie sie selbst sein"

Annika Lau
Annika Lau
© F. Kern/Future Image / Getty Images
Zum 25. Todestag rekonstruiert ein GALA-Podcast den letzten Sommer von Lady Di – gesprochen von GALA Editor-at-Large Annika Lau, die schon immer eine besondere Beziehung zu der Prinzessin hatte.

Sie war erst 18. Doch auch Annika Lau, 43, GALA Editor-at-Large und Moderatorin von GALA im TV, war geschockt, als sie im Spätsommer 1997 von Prinzessin Dianas tragischem Tod erfuhr. Zum 25. Jahrestag hat sie jetzt einen Podcast aufgenommen – und spricht mit GALA-Redakteurin Martina Ochs darüber, welche besondere Bedeutung die Prinzessin für sie hat.

Annika Lau: Prinzessin Diana hat sie inspiriert

GALA: Wo hast du die Nachricht von Dianas Tod erhalten?
Annika Lau: Ich war mit einer Freundin campen auf Sardinien. Es gab noch keine Handys, deshalb haben wir verspätet durch einen Anruf davon erfahren. Von da an gab es aber kein anderes Thema mehr.

Du hast zu Diana eine besondere Beziehung.
Sie war meine absolute Stil-Ikone! Ich fand sie immer toll – am besten aber, nachdem sie sich von Charles getrennt hatte. Sie traute sich, was zuvor kaum eine Prinzessin gewagt hatte. Und zunächst hat sich danach ja alles gut für sie entwickelt: Trotz der Trennung drehte sich die Welt weiter um Diana. Und sie durfte endlich Liebe und Freiheit genießen.

Das hat ihr nach ihrer Ehe mit Charles gutgetan.
Genau. Auf mich wirkte der Prinz ziemlich uncool. Man konnte ihn ja gar nicht mögen: Er hat seine Frau nicht ordentlich behandelt und mit einer anderen angebandelt. Logisch, dass Diana neben Charles immer so traurig und ausgebremst wirkte. Sie durfte nie sie selbst sein, nie ihre vielen Talente entwickeln. Er hat sie kleingehalten – und die Hoffnungen und Träume, die sie in diese Ehe setzte, nicht erfüllt.

Die meisten Menschen waren deshalb auf ihrer Seite.
Ich auch! Und mich hat sie mit ihrer humanitären Arbeit inspiriert, obwohl ich damals als junges Mädchen noch gar nicht wusste, wie wichtig dieses Thema wirklich ist.

Hast du dir auch etwas von ihrem Stil abgeschaut?
Ich nicht, aber meine Schwester hat sich die Haare im Diana-Style schneiden lassen. Heute wäre die Prinzessin die größte Influencerin aller Zeiten.

Das lernte Annika durch den Diana-Podcast

Nun bist du die Stimme des Podcasts über Dianas letzten Sommer.
Für mich war das perfekt! Ich habe die Prinzessin neu kennengelernt und viel über die Gefühlswelt ihrer letzten Monate erfahren. Zum Beispiel, wie traurig ihre Liebe zum Herzchirurgen Hasnat Khan endete. Und dass sie Dodi Al-Fayed zunächst gar nicht toll fand.

Prinzessin Diana und Dodi Al-Fayed
Diana einen Tag vor ihrem Tod mit Dodi Al-Fayed auf Sardinien. Von dort aus flog das Paar im Privatjet nach Paris.
© E-PRESS PHOTO.com / imago images

Was hat dich überrascht?
Wie tief Charles mit seinem Verhalten Diana gekränkt hat. Deshalb fand ich es nachvollziehbar, dass sie ihm eins auswischen wollte. Sie ist das geschickt angegangen und hat das 50. Geburtstagsfest seiner Geliebten Camilla übertrumpft, indem sie in einem Leoparden-Badeanzug über den Strand von Saint-Tropez spaziert ist.

Ihre Fotos zierten am nächsten Tag die Titel aller Zeitungen. Und Camillas Party rutschte dadurch auf die hinteren Seiten.
Sicher eine kleine Genugtuung, die jeder Frau in dieser Lage guttun würde. Und mutig zudem, denn Diana wusste ja nicht, ob ihr Spiel mit den Paparazzi aufgehen würde. Sie war überhaupt sehr mutig. Viele andere Frauen hätten sich der Kinder zuliebe mit der unglücklichen Ehe und sogar einer Mätresse abgefunden. Sie nicht.

Welcher ihrer Söhne trägt ihr Erbe am besten weiter, Harry oder William?
Jeder auf seine Weise. William hat Dianas Willenskraft und ihre Ausstrahlung geerbt. Und Harry ihren Mut: Genau wie sie hat er "Nein" gesagt und ist bei den Royals ausgestiegen. Das empfinde ich persönlich als einen großen Akt von Stärke und Liebe seiner Frau gegenüber.

Was hat uns Diana hinterlassen?
Dass nicht der Schein wichtig ist, sondern das Sein. Und dass man sein Herz für andere öffnen sollte. Würde sie noch leben, hätte Diana in Sachen Charity viel bewegt auf der Welt. Und wäre vielleicht die nächste Mutter Teresa.

Gala

Mehr zum Thema

Gala entdecken