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Annemarie Carpendale im Interview "Ich fühle mich wohl in meiner Haut"

Annemarie Carpendale
© imago images
Annemarie Carpendale führt seit Jahren eine glückliche Ehe mit Schauspieler Wayne Carpendale. Dass es bei dem Paar aber nicht immer rosig abläuft, verrät die Botschafterin von "DrSmile" jetzt bei GALA.

Wenn jemand immer ein Lächeln im Gesicht hat, dann auf jeden Fall Annemarie Carpendale, 43. Kein Wunder also, dass die stets fröhliche Moderatorin als neue Markenbotschafterin der Dentalbrand "DrSmile" die Meinung vertritt: Mehr Selbstbewusstsein durch ein schönes Lachen.

Im Interview mit GALA erzählt Annemarie nicht nur lustige Anekdoten aus ihrer Kindheit, sondern packt auch private Geschichten über ihr Leben mit Ehemann Wayne Carpendale, 44, und Söhnchen Mads, 2, aus.

GALA: Annemarie, als Markenbotschafterin von DrSmile hast du natürlich schöne Zähne. War das schon immer so?

Annemarie Carpendale: Ich hatte Glück mit meinen Zähnen. Viele meiner Freundinnen hatten damals eine Zahnspange mit so einem Außenbogen, da wollte ich auch einen haben. Also habe ich meine Mutter überredet, dass wir auch zum Kieferorthopäden gehen, ich wollte halt unbedingt. Und so habe ich drei Jahre lang stolz wie Oskar so einen Außenbogen getragen und fand das mega cool. (lacht)

Und was die Pflege meiner Zähne angeht, habe ich schon immer viel dafür getan. Als mir als Kind die Milchzähne ausfielen, haben mir meine Eltern klar gemacht, dass es dieses Mal keine neuen Zähne gibt. "Wenn du die behalten willst, dann passt Du besser gut auf sie auf." Diesen Satz habe ich als Kind voll verinnerlicht – wenn ich mal auf einer Übernachtungsparty war und wir im Bett noch Süßigkeiten gegessen haben, bin ich wie so eine kleine Streberin nachts wieder aufgestanden, um mir schnell die Zähne zu putzen. Ich komme ja aus einem Akademiker-Haushalt – meine Mutter war Lehrerin, mein Vater lehrte an der Uni – meine Eltern wussten ganz genau, wie sie sowas platzieren müssen. (lacht)

Handhabt du und Wayne das bei eurem Sohn Mads genauso?

Mads hat gerade den Höhepunkt seiner "Warum?"-Phase. Er fragt bei allem und jedem nach und wir versuchen, ihm immer alles zu erklären – auch mehrfach. Viele Eltern antworten ja irgendwann gar nicht mehr richtig.

Aber ich bin auch so aufgewachsen, dass mir meine Eltern die Hintergründe erklärt haben – auch wenn eine einfache Frage dann manchmal langwieriger wurde, als es mir lieb war. Wir versuchen das auch so mit Mads zu machen.

Im Teaser von DrSmile sprichst du über Selbstbewusstsein und erzählst, dass du Dinge an deinem Erscheinungsbild änderst, wenn sie dir nicht gefallen. Beinhaltet diese Aussage auch Schönheitsoperationen?

Ich selbst tue mich bei operativen Eingriffen zwar sehr schwer, finde aber, dass man dazu nicht kategorisch nein sagen sollte. Ich kann zum Beispiel verstehen, dass Menschen, die ihr Leben lang wegen eines Makels unglücklich in den Spiegel gucken – sei es zum Beispiel wegen einer übergroßen Nase etwa, sich am Ende dafür entscheiden. Was ich aber einfach nicht mag, sind diese ganzen jungen Mädels, die irgendwie alle gleich puppenhaft aussehen und Schlauchbootlippen und Co. machen lassen, während sich im Gesicht sonst nichts mehr regt. Das finde ich persönlich einfach total schade und überhaupt nicht schön.

Was tust du für dein eigenes Selbstbewusstsein?

Mein ganzes Leben ist eigentlich davon geprägt, dass ich Dinge nicht halb mache, sondern ganz – sogar mehr als ganz. Ich gebe immer 150 Prozent. Die positive Resonanz darauf gibt mir dann die Motivation, beim nächsten Mal wieder alles zu geben.

Außerdem bin ich der Meinung, dass sich viele Dinge im Leben mit einem Lächeln erleichtern lassen. Ich bin davon überzeugt, wenn man sich wohl in seiner Haut fühlt, passieren einem auch positivere Dinge – man lernt vielleicht mehr Menschen kennen oder bekommt einen Job, bei dem man einen besonders positiven Eindruck hinterlassen hat.

Gilt das auch für die Coronakrise? Waynes Vater Howard Carpendale hat erzählt, dass er seinen Enkel momentan ja nicht so oft sehen kann und ihn sehr vermisst ...

Wir treffen Howard und Donnice [Howards Ehefrau Donnice Pierce] momentan nur draußen in unserem Vorgarten. Dort sitzen wir dann, quatschen ein bisschen und vor allem Mads erzählt seinem Opa viel. Aber das ist natürlich nicht das gleiche wie sonst, es ist eine Notlösung. Der Opa möchte seinen Kleinen natürlich gerne knuddeln und so oft wie möglich sehen. Das Witzige ist, sobald Oma und Opa das Haus verlassen – beziehungsweise momentan ja den Vorgarten –fragen sie schon: "Wann sehen wir uns wieder? Morgen? Übermorgen?" (lacht)

Du hast Wayne gerade eine rührende Liebeserklärung zu seinem Geburtstag gemacht, hast aber auch preisgegeben, dass er manchmal extrem nervt. Warum und womit genau nervt er dich?

Weil er genauso 150 Prozent gibt wie ich. Wir sind beide Perfektionisten. Bei uns ist es so, wenn der eine mal alle Fünfe gerade sein lässt, besteht der andere darauf, dass wir zum Beispiel eben doch alles wieder überperfekt machen.

Annemarie und Wayne Carpendale
Annemarie und Wayne Carpendale
© imago images

Und dann natürlich die berühmten Kleinigkeiten. Wenn Wayne zum Beispiel immer fünf Wasserflaschen gleichzeitig offen am Bett stehen hat, treibt mich das in den Wahnsinn. Warum kann man nicht einfach einmal austrinken, bevor man eine neue öffnet? Und dann stellt er mir die ollen, fünf Tage alten Dinger wieder heimlich in den Kühlschrank. Da kann ich mich auch nach 13 Jahren noch total aufregen, bzw. jedes Jahr mehr. (lacht)

In deinen Instagram-Posts taucht immer wieder das Wort "Dada" auf. Verrätst du, was das bedeutet?

Das ist Mads‘ Name für Wayne – quasi eine Eigenkreation. Wayne nennt seinen Vater ja schon sein Leben lang Dad, Mads hat dann eine Mischform aus dem englischen Daddy und dem deutschen Papa gemacht.

Die unhöfliche Frage zum Schluss: In den vergangenen Wochen gab es wegen ein paar geposteter Instagram-Fotos immer wieder Gerüchte um eine mögliche Schwangerschaft ...

Alles, was ich dazu sage, ist: Ich esse gerne – am liebsten Pizza und Pasta. (lacht) Und ich schäme mich nicht für meinen Körper, ganz im Gegenteil, ich fühle mich wohl in meiner Haut. Mal sind es zwei, drei Kilo mehr, mal weniger.

Aber ich bin nicht diejenige, die sich auf Fotos ganz genau überlegt, ob sie jetzt den Bauch einzieht oder was gerade die beste Perspektive wäre. Wenn ich also gerade Pizza gegessen habe, sieht man das halt auch mal.

Verwendete Quellen: eigenes Interview

Gala


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