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Anna-Maria Ferchichi Sorgenkind Amaya in Lebensgefahr: Deshalb gibt sie sich die Schuld

Anna-Maria-Ferchichi
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© instagram.com/anna_maria_ferchichi
Anna-Maria Ferchichi und Bushido gingen durch die Schwangerschaftshölle. Für Sorgenkind Amaya bestand mehrmals Lebensgefahr – für die sich die achtfache Mutter in der neuen Dokumentation teilweise selbst die Schuld gibt.

Während ihrer Drillingsschwangerschaft 2021 bangten Anna-Maria Ferchichi, 40, und Bushido, 44, um das Leben ihres "Sorgenkindes" Amaya. In ihrer neuen, mehrteiligen RTL+-Dokumentation "Bushido – RESET" schildern die Eltern nun neue Details ihres unerträglichen Albtraums – eine Zeit, in der sie bis zum Ende um das Leben von einem ihrer Drillingsmädchen bangen mussten. Dabei macht sich besonders Anna-Maria schwere Vorwürfe.

Anna-Maria Ferchichi und Bushido machen Schwangerschaftsalbtraum im August 2021 öffentlich

Im August 2021, kurz nach Bekanntgabe ihrer Drillingsschwangerschaft, machten Anna-Maria und Bushido das Unfassbare öffentlich. "Bei jedem Ultraschall erwartet uns eine neue Diagnose", erinnerte sich Anna-Maria. Ein Mädchen soll "behindert sein und [werde] wohl nicht überleben". Der Arzt habe ihnen zwei Optionen aufgezeigt: "die Natur machen zu lassen oder, um die beiden anderen nicht zu gefährden, das eine Kind bewusst zu töten". Letzteres kam für das Paar bis zum Schwangerschaftsende nicht infrage. Sie entschieden sich für Ersteres – auch nachdem die zweite erschreckende Nachricht kam, dass das Herz ihres Sorgenkindes zu schwach sei. Es wurde davon ausgegangen, dass Amaya nicht mehr lange zu leben habe …

Neue Details in neuer Doku: Verdacht bei Sorgenkind Amaya auf Triploidie

In Folge drei ihrer neuen Dokumentation "Bushido – RESET" durchleben Anna-Maria und Bushido diesen Albtraum erneut. Zunächst verrät die achtfache Mutter, die mit ihrer Familie mittlerweile in Dubai lebt, welche Behinderung die Ärzt:innen bei Amaya anfangs vermuteten: eine sogenannte Triploidie. Ungeborene mit einer solchen Chromosomenstörung leiden unter einer "massiven Wachstumsstörung" und "können quasi nicht überleben", erklärt Prof. Dr. Wolfgang Henrich, Klinikdirektor für Geburtsmedizin an der Charité Berlin und Arzt des Paares, in der Doku.

Anna-Maria wollte das nicht wahrhaben, da sie spürte und auf Ultraschallaufnahmen gesehen habe, dass sich Amaya gut entwickeln würde. Sie und Bushido seien dennoch fest entschlossen gewesen, auch ein behindertes Kind großzuziehen. Um Gewissheit zu haben, ob Amaya wirklich an der Chromosomenstörung leide und aus Sorge, ihre anderen Babys zu gefährden, entschied sich Anna-Maria Ferchichi für eine Fruchtwasseruntersuchung, bei der die Fruchtblase punktiert wird.

Anna-Maria unter Tränen: "Ich hatte so starke Schuldgefühle"

Die Untersuchung lief gut, doch zu Hause passierte es: "Meine Fruchtblase ist geplatzt. Sie ist richtig geplatzt, es war ein Schwall", erinnert sich Ferchichi unter Tränen. Panik brach aus, Anna-Maria musste ins Krankenhaus. Am 2. Juli 2021 teilte Bushido ein Bild von ihrer Hand in der Klinik, den Grund für den Aufenthalt verrät das Paar erst jetzt in der Dokumentation. "Die Lunge braucht Fruchtwasser, weil das Kind im Mutterleib Fruchtwasser in den Atemwegen hin- und herschiebt. Das führt zu einer positiven Lungenentwicklung. Wenn sie kein Fruchtwasser haben, können sie nicht atmen im Mutterleib, dann entwickelt sich die Lunge nicht und der Brustkorb kann nicht wachsen. Diese Kinder können nach der Geburt nicht richtig atmen", erklärt Prof. Dr. Wolfgang Henrich.

Glücklicherweise kommt kurz darauf die Entwarnung vom Labor, dass Amaya nicht an der Chromosomenstörung leide. Dennoch schwebt sie nun aufgrund der geplatzten Fruchtblase in Lebensgefahr. Anna-Maria saß kurz darauf im Krankenbett und habe sich schwere Vorwürfe gemacht. "Wäre die Fruchtwasseruntersuchung nicht gewesen. [...] Ich habe mein gesundes Kind gefährdet. Ich habe ihre Geschwister gefährdet. Alles, weil ich Klarheit brauchte. Ich hatte so starke Schuldgefühle, weil ich wusste, ich hatte das verursacht", schildert Anna-Maria unter bitteren Tränen. Glücklicherweise schloss sich die Fruchtblase wieder. Das sei laut Prof. Dr. Wolfgang Henrich "in 50 Prozent der Fälle" nach einer solchen Untersuchung so.

Nächster Schock: Versorgungsprobleme bei Anna-Maria Ferchichis Sorgenkind

Die Gefahr war zunächst gebannt. Dann der nächste Schock: Amaya wird nicht ausreichend über die Nabelschnur versorgt, es liege ein sogenannter "Nullfluss" vor. Der Arzt hätte ihnen gesagt, dass die Herzversorgung nicht gut aussehe und die Eltern sich darauf einstellen sollten, keine drei gesunden Kinder zu bekommen, so Bushido. Laut Anna-Maria würden Kinder mit einer solchen Diagnose lediglich bis "14 Tage nach der Geburt überleben." Sie und Bushido entschieden sich, "die Natur walten zu lassen", hofften und bangten, dass Amaya es schafft. Die Kleine kämpfte und schaffte es wirklich. Ein Wunder – bis heute.

Verwendete Quellen: Doku "Bushido – RESET" abgerufen unter RTL+, bunte.de

jse Gala

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