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Ann Sophie Ihre Chancen und Zukunftspläne


Ann Sophie ist unsere Stimme beim Eurovision Song Contest (ESC) in Wien. GALA traf die 24-jährige Hamburgerin zum Gespräch

Am 23. Mai starten Sie beim ESC in Wien mit ihrem Song "Black Smoke". Mischt sich in die Vorfreude bei Ihnen auch ein wenig Furcht?

Ich habe ein bisschen Bammel davor, dass meine Karriere danach ins Stocken gerät und es nicht weiter fließt. Da will ich aber noch gar nicht dran denken. Was den Auftritt angeht, gibt es vieles, vor dem man sich fürchten kann. Dass der Absatz abricht oder man den Text vergisst. Es bringt aber nichts, sich mit Angstgedanken auseinanderzusetzen. Das Stark macht mich nicht stark. Wenn etwas Unvorhergesehenes passiert, kommt es darauf an, in dem Moment richtig damit umzugehen.

Warum wollten Sie eigentlich beim ESC mitmachen?

Normale Casting-Shows kamen für mich nie in Frage. Dort singt man Cover Songs, zeigt nur seine Stimme und nicht die eigene Musik. Ich fand es gut, dass man sich beim ESC Clubkonzert mit seinem eigenen Song bewerben durfte.

Wen sehen Sie als Ihren größten Konkurrenten?

Es sind so viele starke Acts dabei, Norwegen und Schweden finde ich wirklich gut. Letzten Endes kommt es aber auf den finalen Auftritt an. Einen Favoriten habe ich nicht.

Welchen Platz können Sie realistisch erreichen?

Das liegt nicht in meiner Hand. Ich muss mit Allem rechnen, würde mich aber sehr über eine Platzierung unter den ersten 10 freuen!

Was machen Sie, wenn Sie Letzte werden?

Dann bin ich immer noch Platz 27 aus Tausenden von Künstlern, die sich für diesen ESC beworben haben, und das ist dann eigentlich immer noch ziemlich gut.

Wie gehen Sie mit Enttäuschungen um?

Ich akzeptiere schnell, dass es so ist, wie es ist. Hätte, hätte Fahrradkette – das bringt mich auch nicht voran.

Sind Sie sehr selbstkritisch?

Ich bin zwar Perfektionistin, hege aber einen guten Umgang mit mir selbst. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es nicht hilft, sich ständig zu kritisieren. Ich bin ein sehr optimistischer Mensch und glaube an Schicksal. Alles hat seinen Sinn.

Haben Sie eigentlich ein Bühnenritual?

Ich will einfach raus und versuche mich abzulenken. Man sollte sich angewöhnen das alles mit Spaß und Herz anzugehen, das ist gesünder, als alles verbittert ernst zu nehmen.

Was machen Sie gegen Lampenfieber?

Lampenfieber ist immer da. Mein Herz überschlägt sich vor jedem Auftritt. Aufgeregt sein ist aber nichts negatives, es ist gesund und hilft mir – das muss ich mir immer wieder ins Gedächtnis rufen.

Was Sind Ihre Stärken und Schwächen?

Ich hinterfrage mich sehr oft und arbeite an mir, um so leben zu können, wie es mir am besten tut. Wenn ich merke, dass mir eine Eigenschaft im Weg steht, versuche ich sie abzulegen. Zu meinen Stärken gehören definitiv zu performen, auf der Bühne zu stehen, Disziplin und Selbstvertrauen. Mathe kann ich dagegen gar nicht gut. (lacht)

Was machen Sie am liebsten in Ihrer Freizeit?

Ehrlich gesagt: Arbeiten!

Und sonst?

Ich gehe gerne im Elbgold Kaffeetrinken und mit meinem Hund joggen – Alster, Stadtpark, Elbe dort kann man schön am Wasser laufen.

Wie stellen Sie sich ihre Zukunft vor?

Ich habe ein Kinderbuch geschrieben, das ich gerne herausbringen würde. Dann möchte ich die Schauspielerei vorantreiben, in verschiedenen Filmen mitspielen und natürlich mehrere Alben aufnehmen.

Was ist das für ein Buch?

Es geht um Hubi den Marienkäfer, der alle seine Punkte verloren hat und sich auf die Reise begibt, um diese wiederzufinden.

Eine zweite Karriere als Schriftstellerin.

Und Schauspielerin!

Janina Kirsch Gala

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