VG-Wort Pixel

Angelina Jolie Sie ließ sich die Eierstöcke entfernen


In einem emotionalen Brief enthüllt die Schauspielerin Angelina Jolie, dass sie sich nun aus Angst vor Krebs auch die Eierstöcke entfernen ließ - sie kann daher keine Kinder mehr bekommen

2013 schockte Angelina Jolie die Welt mit der Nachricht, dass sie sich aus Angst vor genetisch bedingtem Brustkrebs die Brüste amputieren ließ. Nun ging sie noch einen Schritt weiter: Sie ließ sich die Eierstöcke entfernen.

Das enthüllte Jolie jetzt in einem emotionalen Brief in der "New York Times" , so wie sie es schon vor zwei Jahren nach ihrer Brustamputation getan hatte. Neben den Eierstöcken wurden auch die Eileiter entfernt, auf herkömmlichem Weg wird die 39-Jährige also keine Kinder mehr bekommen können.

Die Krebsneigung liegt in der Familie

Grund für diese weitreichende Vorsorgemaßnahme waren entzündliche Merkmale, die vor zwei Wochen bei ihr entdeckt wurden und ein frühes Anzeichen für Krebs sein könnten. Da in ihrer Familie drei Frauen an Krebs starben, zögerte Angelina nicht lange, das, was sie schon die ganze Zeit über geplant hatte, in die Tat umzusetzen. "Meine Ärzte haben mir nahe gelegt, dass ich mindestens zehn Jahre, bevor der Krebs bei meinen Verwandten entdeckt wurde, eine präventive Operation haben sollte", erklärte die Regisseurin. "Der Eierstockkrebs meiner Mutter wurde diagnostiziert, als sie 49 war. Ich bin jetzt 39." Schon nach der Brust-OP hatte Jolie gesagt, sie werde sich zu einem späteren Zeitpunkt voraussichtlich auch die Eierstöcke entfernen lassen. Doch bisher, beschreibt sie, war sie noch mit dem Sammeln von Informationen über Hormontherapien und Alternativmedizin beschäftigt, dachte, sie hätte noch monatelang Zeit. Bis die Warnung des Arztes kam.

Jolie will stark bleiben

Nach dem ersten Schock über den Bluttest ermunterte sie sich, ruhig und stark zu bleiben. Sie rief ihren EhemannBrad Pitt, 51, in Frankreich an, der sofort in den Flieger stieg. "Das Schöne an solchen Momenten im Leben ist die große Klarheit. Du weißt, wofür du lebst und was wichtig ist."

Jolie suchte Rat bei der Ärztin, die damals auch ihre Mutter behandelt hatte. Das letzte Mal, dass sich die beiden Frauen sahen, war am Todestag von Jolies Mutter. "Sie hat geweint, als sie mich sah: 'Du siehst genau so aus wie sie!' Ich bin zusammengebrochen", schreibt sie in ihrem Artikel. "Aber wir sind übereingekommen, dass wir hier seien, um das Problem zu lösen und sagten: 'Lass es uns angehen!'." Die Chrirurgin untersuchte sie per Ultraschall. Fünf Tage wartete sie auf das Ergebnis eines Krebstestes, der feststellen sollte, ob in ihrem Körper weitere Anzeichen von Krebs zu finden waren. Sie habe die Zeit wie in Trance verbracht, so Jolie. Und auch wenn der Krebstest ein negatives Ergebnis hatte und die Ursache der auffälligen Werte nur ein kleiner gutartiger Tumor an einem Eierstock war, so entschied sich Angelina Jolie für die Operation.

Frühzeitige Menopause

Mit der Entfernung ihrer Eierstöcke setzt bei der Oscar-Preisträgerin auch die Menopause ein. Momentan werden ihrem Körper noch künstliche Hormone zugeführt. Doch mit der Operation sind nicht alle Risiken beseitigt. Denn es sei Fakt, dass sie auch weiterhin anfällig für Krebs sei. Sie könne durch die Wechseljahre nun keine Kinder mehr bekommen. Und sie erwarte einige körperliche Veränderungen. Das sei eben Teil des Lebens.

"Ich fühle mich bestätigt in meiner Entscheidung"

"Ich fühle mich weiblich und bestätigt in der Entscheidung, die ich für mich und meine Familie getroffen habe", so Jolie und weiter: "Ich weiß, dass meine Kinder niemals sagen müssen 'Mom starb an Eierstockkrebs'."

Jolie ist mit ihrer Entscheidung für die Gesundheit im Reinen und hat die komplette Unterstützung der Familie. Und mit ihrem Brief einmal mehr die ganze Aufmerksamkeit von besorgten Frauen weltweit.

jtw Gala

Mehr zum Thema


Gala entdecken