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Angelina Jolie Eine völlig neue Frau

Angelina Jolie
Angelina Jolie blickt optimistisch in die Zukunft
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Angelina Jolie überrascht alle: Sie wohnt jetzt nicht nur ganz nah bei ihrem Ex-Mann Brad Pitt. Sie versteht sich auch wieder gut mit ihm – und erzählt ungewöhnlich freimütig, wie es dazu kam.

Sie sitzt im Garten und streicht mit ihren nackten Füßen gedankenverloren über den Rasen. Und sie lächelt – etwas, das man lange bei ihr vermisst hat. In ihrer Villa in Los Feliz blüht Angelina Jolie, 45, allmählich wieder auf. Im Juni 2017, ein Dreivierteljahr nach der Trennung von Brad Pitt, 56, ist sie auf das 1913 erbaute Anwesen gezogen. Regie-Legende Cecil B. De Mille lebte einst im Hauptgebäude, Charlie Chaplin residierte im Gästehaus. Der britischen "Vogue" hat Angelina Jolie ihr Zuhause nun erstmals geöffnet – und erlaubt damit auch einen tiefen Einblick in ihre Seele.

Angelina Jolie: Entspanntes Verhältnis zu Brad Pitt 

Der parkähnliche Garten, das große Haus mit den sechs Schlafzimmern und zehn Bädern sind wie gemacht für die Hollywood-Schauspielerin und ihre sechs Kinder. "Ich wollte es in der Nähe ihres Vaters haben – er wohnt nur fünf Minuten entfernt. Am meisten liebe ich, dass es hier so viele Wege und Plätze zum Spazierengehen und Nachdenken gibt."

Ins Grübeln ist sie in letzter Zeit häufiger gekommen, als ihr lieb war. Doch nach dem langen gerichtlichen Tauziehen mit Brad ums Sorgerecht und nach unzähligen Familien-Therapiesitzungen hat sich das Verhältnis zu ihrem Ex-Mann endlich entspannt. Heute können die Kinder ihren Vater ohne viel Aufhebens sehen, wann immer sie wollen. Spontan, ohne Voranmeldung, ohne Streit mit ihrer Mama. Besonders Shiloh, 14, und Knox, 12, genießen das und übernachten auch des Öfteren bei ihrem Vater.

"Ich habe mich darauf konzentriert, unsere Familie zu heilen"

Der lange Weg zu einem respektvollen Umgang mit Pitt war für Angelina Jolie schmerzhaft – das hört man immer wieder heraus. "Die letzten Jahre waren ziemlich hart. Ich habe mich darauf konzentriert, unsere Familie zu heilen. Es wird langsam wieder besser. Das Eis schmilzt und das Blut kehrt in meinen Körper zurück." Über das Scheitern ihrer Ehe, den Verlust ihrer großen Liebe und den Abschied von einer gemeinsamen Familie sei sie zwar noch nicht hinweg, "aber ich habe es vor".

Während Brad Pitt Ende vorigen Jahres eine kurze Affäre mit dem deutschen Model Nicole Poturalski hatte, denkt Angelina Jolie noch nicht an eine neue Beziehung. Traurig ist sie allerdings auch nicht mehr: "Ich habe das Gefühl, dass ich ein paar Sachen überstanden habe. Ich versuche, hoffnungsvoll zu sein." Sie kann wieder nach vorn schauen. Dazu gehört, dass sie aufräumt – innerlich wie äußerlich. Gerade lässt sie ein Landschaftsgemälde des legendären britischen Premierministers Winston Churchill versteigern. Brad hatte es ihr geschenkt. Loslassen tut ihr jetzt gut.

Sie ist keine "traditionelle Hausfrau"

Derzeit ist Angelina Jolie in erster Linie Mutter – obwohl sie findet, sie sei nicht besonders gut darin. "Auch wenn ich viele Kinder habe und Mutter werden wollte, habe ich mir das immer so vorgestellt wie Jane Goodall, die irgendwo mitten im Dschungel unterwegs ist. Ich habe das Gefühl, dass mir alle Fähigkeiten fehlen, um eine traditionelle Hausfrau zu sein."

Im Lockdown macht sie nun das, was so viele Eltern tun: Homeoffice und gleichzeitig die Kinder im Home­schooling bei Laune halten. Vivienne, 12, kümmert sich in der freien Zeit gern um Tiere: Sie hat inzwischen einen kleinen Zoo mit einem Hund, zwei Hasen, einer Echse und einer Schlange. Auch neue Sprachen lernen die sechs. Maddox, 19, spricht Koreanisch und Russisch. Shiloh versucht sich in Afrikaans – eine der Sprachen Nami­bias, jenem Land, in dem Angelina sie zur Welt brachte.

Ein Aufgabenplan sorgt dafür, dass Pax, 17, Zahara, 16, und die anderen mit anpacken. Im Wechsel stehen der Ab­wasch, staubsaugen, Müll rausbringen und gärtnern an. Angelina Jolie: "Die Kinder sind ziemlich belastbar und helfen mir. Wir sind ein gutes Team." Und sie sehen es ihr nach, wenn sie mal wieder die Spiegeleier anbrennen lässt.

So geht es mit ihrer Karriere weiter

Ihre beruflichen Pläne behält Angelina Jolie trotz des tur­bulenten Familienlebens im Blick. Auch wenn sie zurzeit nicht um die Welt reisen kann, liegt es der UN­ Sonderbeauftragten für Flüchtlinge weiter am Herzen, Ungerechtigkeiten anzuprangern und sich für Minder­heiten einzusetzen. Gerade unter­stützt sie Frauen in verschiedenen Ländern, als Imkerinnen zu arbeiten. Demnächst bringt sie gemeinsam mit der Hilfsorganisation Amnesty International das Kinderbuch "Kenne deine Rechte" heraus. Und bei der Verfilmung des Lebens des britischen Kriegsfotografen Don McCullin wird sie Regie führen.

Mit Spannung wird vor allem Ange­lina Jolies nächster Auftritt vor der Kamera erwartet: Im November soll der Marvel-­Film "The Eternals" ins Kino kommen. Sie spielt neben Salma Hayek eine Superheldin. Der Action à la Lara Croft hat sie also längst nicht abgeschworen – auch wenn ihre Kinder sie kürzlich vorm Trampolinspringen warnten, weil sie sich verletzen könnte. Hat sie Angst vorm Älterwerden? Im Gegenteil! "In den Fünfzigern", kündigt Angelina Jolie an, "werde ich richtig in Schwung kommen."

Gala


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