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Angelina Jolie Dringender Appell an Opfer häuslicher Gewalt

Angelina Jolie
© Getty Images
Humanitäre Arbeit ist für Angelina Jolie eine Herzensangelegenheit. Jetzt widmet sie sich erneut einem Thema, das vor allem während der Festtage an Brisanz gewinnt: häusliche Gewalt, Gewalt gegen Frauen und Gewalt gegen Kinder.

Sie ist sich ihrer Stimme bewusst, und sie weiß sie zu nutzen. Angelina Jolie, 45, macht einmal mehr auf ein Thema aufmerksam, das so viele Frauen betrifft. In einem neuen Interview mit "Harper's Bazaar" spricht die Sechsfachmutter über häusliche Gewalt, da sie weiß, dass gerade zur Festtagszeit in vielen Familien alles andere als eitel Sonnenschein herrscht. Gewalttätige Übergriffe auf Frauen und Kinder seien weiter verbreitet als man denken mag, warnt die Hollywood-Schauspielerin.

Angelina Jolie findet mahnende Worte

Jede dritte Frau in Deutschland ist mindestens einmal in ihrem Leben von physischer und/oder sexualisierter Gewalt betroffen. In den USA dürften die Zahlen ähnlich aussehen, wenn nicht gar noch höher. Es ist ein heikles Thema, das im schlimmsten Fall Leben kosten kann. Angelina Jolie ist sich dessen bewusst - und macht sich genau aus dem Grund stark dagegen. In einem Interview mit "Harper's Bazaar" findet sie deutliche Worte. Für betroffene Frauen, aber auch für Außenstehende, die gewalttätige Übergriffe im Bekanntenkreis vermuten.

Sprechen Sie mit jemandem. Versuchen Sie, Verbündete zu finden. Sie können zum Beispiel mit einem Freund oder einem Familienmitglied ein Codewort vereinbaren, das ihnen mitteilt, ob Sie sich in einem Notfall befinden.

Weiter mahnt sie zur absoluten Vorsicht, denn Gewalt in den eigenen vier Wänden könne schnell ausarten. "Seien sie vor allem vorsichtig. Nur Sie allein wissen wirklich, in welcher Gefahr Sie sich befinden, und bis Sie draußen Ihre Unterstützung finden, fühlen Sie sich vielleicht ganz allein", sagt Angelina Jolie deutlich. 

So geht man mit häuslicher Gewalt im Umfeld um

Was man als Außenstehender tun kann? Aufmerksam und im Zweifelsfall da sein. Und es gibt noch etwas anderes, das wir alle tun können, weiß die 45-Jährige: "Wir können uns bilden. Lernen Sie über häusliche Gewalt. Lernen Sie, wie sich Traumata auf unsere Gesundheit auswirken und zu biologischen Veränderungen führen können, insbesondere bei Kindern. Nehmen Sie diese Themen ernst. Nehmen Sie es ernst und stehen Sie zu Betroffenen. Hören Sie ihnen zu. Verurteilen Sie sie nicht. Versuchen Sie, den enormen emotionalen, finanziellen und rechtlichen Druck zu verstehen, dem sie wahrscheinlich ausgesetzt sind, einschließlich des Drucks, über das, was mit ihnen geschehen ist, zu schweigen. Und seien Sie sich bewusst, dass die betroffene Person möglicherweise ein Trauma erlebt und eine Posttraumatische Belastungsstörung entwickelt hat.

Eigene Erfahrung?

Das Thema scheint Angelina Jolie eine Herzensangelegenheit zu sein - vielleicht auch, weil sie selbst damit Erfahrungen gemacht hat? Immer wieder hatte es Schlagzeilen gegeben, ihr Ex-Mann Brad Pitt sei vor allem den Kindern gegenüber gewalttätig gewesen. Auf einem Flug soll es zu einer handgreiflichen Auseinandersetzung zwischen dem 56-Jährigen und Adoptivsohn Maddox gekommen sein. Vor Gericht konnten jene Behauptungen anhand eines Videos entkräftet werden, doch der Vorwurf bleibt ... Ob Brad je gegen Angelina vorgegangen ist, ist nicht bewiesen, doch es scheint der 45-Jährigen besonders wichtig zu sein, über das Thema aufzuklären - möglicherweise aufgrund eigener Erfahrungen.

Verwendete Quelle: Harper's Bazaar, HollywoodLife

Gala


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