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Angelina Jolie Beide Brüste amputiert

Angelina Jolie
© Reuters
Weil das Risiko an Krebs zu erkranken bei ihr besonders hoch ist, hat sich Angelina Jolie vorsorglich beide Brüste amputieren lassen. Das erläuterte die Schauspielerin nun in einem Artikel - und schrieb auch über den frühen Krebstod ihrer Mutter Marcheline Bertrand

"Ich hoffe, dass andere Frauen von meiner Erfahrung profitieren können", erklärt Angelina Jolie in der "New York Times" in einem Artikel mit der Überschrift "Meine medizinische Entscheidung" . Denn worüber sie zuvor schreibt, ist ein äußerst privates Thema: Jolie hat sich in den vergangenen Monaten beide Brüste abnehmen lassen - aus Angst vor einem Tumor. Nach Einschätzung ihrer Ärzte habe sie ein Brustkrebsrisiko von 87 Prozent. "Als ich wusste, dass dies meine Realität ist, habe ich mich entschieden, proaktiv zu sein und das Risiko so weit wie möglich zu minimieren", so Jolie.

Innerhalb von drei Monaten habe sie mehrere Operationen gehabt. Nach der Amputation fand die Rekonstruktion mit Implantaten statt. Ihre Brustwarzen blieben erhalten. Die Medizin sei auf diesem Gebiet sehr fortschrittlich "und die Ergebnisse können wunderschön sein", schreibt Angelina Jolie weiter. Wenige Wochen später seien nur noch kleine Narben zu sehen.

Nach den Operationen sank Jolies Brustkrebsrisiko nun auf fünf Prozent. Vor allem ihre Kinder seien beruhigt. "Ich kann ihnen sagen, dass sie nicht zu befürchten brauchen, mich an den Brustkrebs zu verlieren", schreibt sie.

Denn was es heißt, ein Elternteil zu verlieren, weiß Jolie sehr gut: Ihre Mutter Marcheline Bertrand starb im Alter von 56 Jahren an Eierstockkrebs in Los Angeles. Noch heute leidet der Hollywoodstar unter dem frühen Tod seiner Mutter und schwärmt in Interviews von ihr. Bertrand sei eine große Inspiration gewesen, betont sie immer wieder.

Das Risiko, an Eierstockkrebs zu erkranken, ist bei Angelina Jolie ebenfalls vergleichsweise hoch und liegt bei 50 Prozent. Sie habe jedoch mit der Amputation der Brüste begonnen, weil das Krebsrisiko dort höher sei als an den Eierstöcken. Zudem sei die Operation schwieriger.

Jolies Artikel sorgt nun nicht nur in den Medien für Wirbel, sondern erklärt auch ihr häufiges Fehlen bei vielen Veranstaltungen in den vergangenen Monaten. So war sie Ende Februar nicht zu den Oscars erschienen, auch die Golden Globes kurz zuvor fanden ohne sie statt. Trotz zahlreicher Spekulationen habe sie es geschafft, die Operationen geheim zu halten und mit ihrer Arbeit normal fortzufahren.

Die sicher nervenaufreibenden Wochen habe Jolie auch dank ihres Lebensgefährten Brad Pitt gut überstanden. Das Paar hat drei adoptierte und drei leibliche Kinder - und kann nun hoffentlich wieder ein normales Familienleben führen.

aze

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