Angelina Jolie + Brad Pitt: Die wichtigsten Punkte ihrer Scheidungsakte

Angelina Jolie und Brad Pitt haben sich nach zwei Jahren Rosenkrieg um die sechs Kinder geeinigt. Geregelt wurde auch, wie sich künftige Partner zu verhalten haben

Allmählich kann Brad Pitt, 54, anfangen zu stricken. Gut zweieinhalb Wochen hat er noch bis Weihnachten für die traditionellen Strümpfe, die in den USA mit Leckereien und Geschenken befüllt und in der Nacht zum 25. Dezember aufgehängt werden.

Angelina Jolie + Brad Pitt: Einigung in der  Sorgerechtsvereinbarung

Angelina Jolie ist endlich bereit, sich mit Brad Pitt das Sorge- und Aufenthaltsrecht für die Kinder zu teilen

Denn es sieht danach aus, dass er beim Fest der Liebe gemeinsam mit seinen Kindern vor einem Kamin sitzen kann, über dem die Prachtsocken dann baumeln. Vorbei die Zeiten, in denen sich der Hollywoodstar nach der Trennung von Angelina Jolie, 43, im September 2016  zu Hause verkroch, nachts Motorrad fuhr oder Trost im Töpfern suchte. Genug der Trauer um die zerbrochene Beziehung, Schluss mit dem Rosenkrieg um die sechs Kinder! Brad Pitt kann aufatmen: Endlich konnte er sich mit seiner Noch-Ehefrau außergerichtlich einigen. Angelina Jolies Anwältin Samantha Bley DeJean bestätigte: "Vor zwei Wochen wurde eine Sorgerechtsvereinbarung getroffen, die von beiden Parteien und dem Richter unterzeichnet wurde." Wie GALA erfuhr, ist Angelina Jolie endlich bereit, sich mit Brad Pitt das Sorge- und Aufenthaltsrecht für die Kids zu teilen.

Angelina Jolie veränderte ihre Strategie

Laura Wasser

Gute Vorzeichen gab es schon: Zuvor war ein für den 4. Dezember angesetzter öffentlicher Gerichtstermin bis auf Weiteres verschoben worden. Richter John Ouderkirk, der das Paar 2014 getraut hatte, wurde verpflichtet, bis Ende 2019 für den Fall zuständig zu sein. Bis dahin sollte verkündet werden, was beide Elternteile sich überlegt haben. Nun die schnelle Wendung zum Wohl von Vivienne und Knox, beide 10, Shiloh, 12, Zahara, 13, Pax, 14, sowie Maddox, 17. Endlich klare Verhältnisse. Hinter den Kulissen haben die Anwälte des Noch-Ehepaars einen Entwurf ausgearbeitet, der das gemeinsame Sorgerecht regelt. Angelina Jolie hatte sich im Sommer von Star-Anwältin Laura Wasser getrennt. Mit dem Wechsel zu Samantha Bley DeJean ging auch eine Änderung ihrer Strategie einher: Sie wolle sich auf die Heilung der Familie konzentrieren und an einer dauerhaften Lösung zugute der Kinder arbeiten, hieß es aus dem Jolie-Lager. Nun ist dieses endlich vollbracht.

Die Vereinbarung berücksichtigt eventuelle neue Partner 

Auch Brad Pitts Anwalt Lance Spiegel gehört zu den besten Hollywoods. Zuletzt soll zwischen den Parteien nur noch ein Punkt strittig gewesen sein: Jolie will künftig mehr Zeit für berufliche Projekte in London verbringen und auch wieder vermehrt für die Vereinten Nationen reisen, Pitt hält sich jedoch hauptsächlich in L.A. auf. Es galt zu klären, wie viele Tage Angelina mit den Kindern im Ausland leben kann und was Brad an Reisen zuzumuten ist, um die sechs Kids sehen zu können. Auch ob sie zeitweilig bei ihm wohnen dürfen, stand zur Diskussion. Besonders pikant: Selbst für den Fall, dass beide neue Partner haben, soll es eine offizielle Übereinkunft geben – welche Rolle diese für die Kinder spielen, ob sie etwa auf sie aufpassen dürfen, sie zur Schule bringen können oder Familienfeste mit ihnen feiern dürfen. Erst wenn all diese Punkte geklärt sind, ist auch die Scheidung rechtskräftig.

Angelina Jolie mit ihren Kindern Maddox Chivan Jolie-Pitt, Pax Thien Jolie-Pitt, Vivienne Marcheline Jolie-Pitt, Knox Leon Jolie-Pitt

Die Kosten werden geteilt

Was die Finanzen angeht, so ist ein Teil bereits in den Papieren geregelt: Jolie, die laut "Forbes" 160 Millionen Dollar schwer ist, fordert demnach keinen Unterhalt für sich. Sie möchte aber, dass ihr Noch-Mann, der über ein  Vermögen von 240 Millionen Dollar verfügt, sich zur Hälfte an allen Kosten für die Kinder beteiligt. Brad Pitt soll einverstanden sein. 1,3 Millionen Dollar Unterhalt habe er Jolie bereits gezahlt. Jetzt soll der gemeinsame Besitz verkauft und der Erlös geteilt werden. Nur das Château Miraval in Frankreich, wo das Paar 2014 geheiratet hatte, bleibt – die Kinder hängen daran. Auch Jolies Schmuck, persönliche Gegenstände und ihr Einkommen seit dem Zeitpunkt der Trennung bleiben unangetastet.

Brad Pitt hat seinen Ruf gestärkt

Bei einer Scheidung mit Kindern kann es keinen Sieger geben. Dennoch: Brad geht aus dem Kampf, den Angelina eröffnet hatte, gestärkt hervor. Von den Vorwürfen, er sei ein schlechter Vater, trinke zuviel, sei cholerisch und zahle zu wenig Unterhalt, ließ er sich nicht provozieren; machte stattdessen, was man verlangte – und nahm der Ex den Wind aus den Segeln. Brad Pitt hat seinen Ruf rehabilitiert. Er hat alle psychologischen Tests bestanden und darf seine Kinder wieder ohne Begleitung von Therapeuten treffen. Auch beruflich ist Pitt als Produzent mit seiner Firma Plan B gut im Geschäft. Für seine Rolle in Tarantinos "Once Upon A Time In Hollywood" wird er schon für einen Oscar gehandelt. Dass er dazu so sexy aussieht wie lange nicht mehr, sollte eine neue Partnerschaft erleichtern. Gut, wenn es dann klare Regeln gibt. 

Angelina Jolie und Brad Pitt

Das ist ihr Familienalbum

25. Februar 2019  Angelina Jolie besucht mit allen sechs Kindern - Knox, Vivienne, Pax, Shiloh, Zahara und Maddox - das "The Boy Who Harnessed The Wind" Special Screening in New York City. 
Im New Yorker Museum of Modern Art posieren Shiloh, Zahara, Angelina Jolie, Maddox und Pax (v. l. n. r.). Thema der Opening Night ist: Prune Nourrys Serendipity (der glückliche Zufall etwas zu finden, das man gar nicht gesucht hat).
Angelina Jolie
Vivienne, Angelina Jolie, Knox

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