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Angela Merkel Ulrich Matthes spricht über die aktuelle Gefühlslage der Ex-Kanzlerin

Angela Merkel und Ulrich Matthes
Angela Merkel bei der Verleihung des Verdienstkreuzes 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland für den Schauspieler Ulrich Matthes. 
© Frederic Kern / imago images
Er zählt sich zum Freundeskreis von Angela Merkel und sagt trotzdem: "Ich fand es richtig, dass sie abgetreten ist." Ulrich Matthes ahnt, was die ehemalige Kanzlerin in diesen bewegenden Zeiten umtreibt – und versucht, einen seltenen Einblick in ihr Seelenleben zu geben. 

Ulrich Matthes, 63, wünscht sich Angela Merkel, 67, nicht als Bundeskanzlerin zurück. Ein Ansinnen, das zunächst befremdlich klingt, gehört er doch angeblich zum engeren Bekanntenkreis der CDU-Politikerin. Natürlich sind sie aus dem Zusammenhang eines Interviews gerissen. Der Schauspieler reagiert damit im weitesten Sinne auf die Frage eines "Stern"-Journalisten nach seiner künstlerischen Auseinandersetzung mit einem Menschen wie Wladimir Putin, 69, der aktuell mit dem Einmarsch des russischen Militärs in die Ukraine den Großteil der westlichen Welt gegen sich aufbringt.

Angela Merkel: Schauspieler Ulrich Matthes gönnt ihr den neuen Lebensabschnitt

Aus der folgenden Betrachtung entsteht eine Auseinandersetzung über die Rolle des aktuellen Kanzlers Olaf Scholz, 63. Reagiert er zu zögerlich im kriegerischen Konflikt?  "Dazu ist es zu ernst", meint Matthes. "Ich wünschte mir von Scholz vor allen Dingen eine bessere Kommunikation", fügt er hinzu.  

Er finde es "eigenartig", aber bislang habe er sich noch nicht dabei ertappt, sich Angela Merkel in ihr altes Amt zurückzuwünschen, so der 63-Jährige. "Ich gönne ihr einfach, dass sie jetzt, in dieser Situation, keine Verantwortung mehr trägt. Und ich fand es richtig, dass sie abgetreten ist. Die Zeit war reif. Das sage ich mit großer Sympathie für sie", formuliert Matthes seine Gedankengänge.  

"Elder Stateswoman"? Nichts für Angela Merkel

Der Schauspieler versteht den harten Cut, den Merkel nach ihrem Ausscheiden aus dem Amt vollzogen hat. Die Ex-Kanzlerin hält sich aus dem politischen Tagesgeschäft heraus, übt sich in Zurückhaltung und fällt bisher nicht öffentlich mit vielleicht ungewollten Ratschlägen an ihren Nachfolger auf. "Ich ahne, dass sie nicht als eine Art von Nebenkanzlerin präsent sein will", mutmaßt der Schauspieler und ist sich sicher: "Wenn es einen unprätentiösen Menschen gibt, dann Merkel. Schon vom Typ her strebt sie die Rolle der Elder Stateswoman gar nicht an."

Aus dem privaten Nähkästchen mag Matthes nicht plaudern, aber angesichts der kriegerischen Auseinandersetzung in der Ukraine und den damit verbundenen politischen Entwicklungen verrät er: "Die Situation belastet sie ungleich mehr, als sie uns alle ohnehin belastet."

Verwendete Quelle: stern.de

ama Gala


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