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Angela Merkel Ungewohnt emotionale Rede im Bundestag

Mit deutlichen Worten spricht die Kanzlerin über die Gefahren der kommenden Wochen.
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In ihrer Rede bei der Generaldebatte vor dem Bundestag findet Angela Merkel am heutigen Mittwoch klare Worte. Dabei wird die Kanzlerin ungewohnt emotional. Grund ist die Corona-Pandemie.

Es ginge darum, Kontakte auf ein Minimum herunterzufahren, damit es "nicht das letzte Weihnachten mit den Großeltern war". In ihrer Rede vor dem Bundestag wird Angela Merkel am heutigen Mittwoch (9. Dezember) nicht nur deutlicher denn je, sie wählt auch ungewohnt emotionale Worte, um ihrem Appell Nachdruck zu verleihen. Bis Weihnachten seien es nur noch 14 Tage, bis dahin hätten wir alle eine Aufgabe: "Wir müssen unsere Kontakte auf ein Minimum reduzieren - das tut mir wirklich im Herzen weh."

Angela Merkel appelliert an jeden Einzelnen

Die Zahlen an Coronapatienten steigen weiter, ebenso wie die Zahl derer, die an dem Virus versterben. Diese Tatsache gewinnt besonders im Hinblick auf das unmittelbar bevorstehende Weihnachtsfest an Brisanz. Die Forderungen der Wissenschaftler sind eindeutig: Kontakte müssen weiterhin drastisch reduziert werden. Und zwar jetzt! 

Dieser Empfehlung der Wissenschaftsakademie Leopoldina schließt sich Angela Merkel in ihrer Rede an. "Wenn wir jetzt vor Weihnachten zu viele Kontakte haben und anschließend es das letzte Weihnachten mit den Großeltern war, dann werden wir etwas versäumt haben. Das sollten wir nicht tun", mahnt Merkel eindringlich. 

Angesprochen seien wir alle, denn nur so könne man der Pandemie Einhalt gebieten, so Merkel. "Der wichtigste Schlüssel zur erfolgreichen Bekämpfung des Virus bei uns ist das verantwortliche Verhalten jedes Einzelnen und die Bereitschaft zum Mitmachen."

Auf Abstand zu anderen zu gehen, könne "ein bisschen unmenschlich" wirken, es sei aber nichts, "was unser Leben total zerstört". Im Gegenteil. Vielmehr sei es von absoluter Dringlichkeit, Kontakte zu minimieren.

Harter Lockdown nach Weihnachten?

Kontakte vor Weihnachten zu reduzieren, das hätte jetzt ultimative Priorität, ginge aber nicht weit genug, betont Angela Merkel. Nach Weihnachten sei ein harter Lockdown nicht auszuschließen, "sonst entgleitet uns die Pandemie wieder", so Merkel. Die Empfehlung der Wissenschaftsakademie nach einem harten Lockdown hält sie für richtig. Dann könnten Geschäfte bundesweit geschlossen werden, der Unterricht könnte minimiert werden. Bis zum 10. Januar könnten die strengen Maßnahmen dann anhalten. "Wir müssen uns noch einmal anstrengen", sagt die Kanzlerin am heutigen Mittwoch (9. Dezember).

Verwendete Quelle:rnd.de, tagesschau.de

Gala


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