Andy Whitfield: Sein letztes Jahr als Doku

"Spartacus"-Darsteller Andy Whitfield hat sich vor seinem Tod ein Jahr lang von der Kamera begleiten lassen und so seinen Kampf gegen den Krebs dokumentiert. Herausgekommen ist ein sehr persönlicher Einblick in Whitfields Familienleben, nun suchen die Produzenten Unterstützer

Andy Whitfield

Im September 2011 starb der "Spartacus"-Darsteller Andy Whitfield im Alter von nur 39 Jahren. Was bisher nicht bekannt war: Whitfield hat sich die letzten Monate seines Lebens von einer Kamera begleiten lassen und so seinen tapferen Kampf gegen den Krebs dokumentiert. Gemeinsam mit seiner Frau Vashti führte er ein Video-Tagebuch und gab der Oscar-nominierten Filmemacherin Lilibet Foster Einblicke in sein Familienleben nach der schrecklichen Diagnose.

Wie auf der Website "beherenowfilm.com" zu lesen ist, soll das Videomaterial nun als Dokumentarfilm herauskommen. Dafür suchen die Produzenten gerade noch Sponsoren. Der Film zeigt Andy Whitfield in ganz persönlichen Momenten, ob zuhause mit seinen beiden Kindern oder im Krankenhaus mit seiner Frau an seiner Seite.

Tragische Schicksalsschläge

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Andy Whitfield und seine Frau ließen sich als Symbol für ihren Kampf die Worte "Be here now" tätowieren.

Whitfields Schicksal nahm im März 2010 seinen Lauf, als bei ihm das sogenannte Non-Hodgkin-Lymphom diagnostiziert wurde. Damals hatte er gerade die erste Staffel "Spartacus" abgedreht, für die er zum ersten Mal in eine Hauptrolle schlüpfen durfte. "Es war eine der extremsten Erfahrungen,die ich je gemacht hatte. Am Ende hatte ich starke Schmerzen. Ich wusste nicht, was es war. Und sie gingen einfach nicht weg", erzählt der gebürtige Waliser im Film. Nachdem klar war, dass die Beschwerden nicht von dem harten Training für die Action-Serie stammten, begann Whitfields Kampf gegen den Krebs.

Nach einer ersten Chemotherapie kehrte die Krankheit jedoch zurück und der Schauspieler musste die zweite Staffel "Spartacus" absagen. Die Ärzte attestierten ihm nur eine 25-prozentige Überlebenswahrscheinlichkeit. Der Film zeigt, wie Whitfield und seine Frau trotzdem die Hoffnung nicht aufgaben und sich als Symbol ihrer Stärke beide das Tatoo "Be here now" (deutsch etwa: "Im Jetzt sein") auf den Arm stechen ließen. Es sollte sie immer daran erinnern, den Moment zu genießen und in der Gegenwart zu leben.

Am 11. September 2011 starb Whitfield jedoch in seiner Wahlheimat Australien im Kreise seiner Familie. Sein Lebenswille soll nun anderen Krebspatienten Mut machen, falls es den Machern gelingt, den Dokumentarfilm zu realisieren.

sst

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