André Leon Talley: Männer werden Kleider tragen

André Leon Talley rechnet mit einem "Moment", ab dem Männer Kleider tragen wollen.

André Leon Talley (62) findet, dass Männer in Röcken "elegant" sein können.

Der ehemalige Chefredakteur der US-Zeitschrift 'Vogue' ist Kurator der Ausstellung 'Little Black Dress' im Kunstmuseum des 'Savannah College of Art and Design (SCAD)' in Georgia. In den 20er Jahren hatte 'Vogue' vorhergesagt, dass das kleine Schwarze mal ein Mode-Muss werden würde - und Talley findet nun, das könnte nicht nur für Frauen, sondern auch für Männer gelten.

"Männer haben [in der Vergangenheit] Kleider getragen. Schottische Männer zum Beispiel. Und es kann sehr elegant sein", erzählte der frühere Juror von 'America's Next Top Model' der Publikation 'The Vivant' und führte weiter aus: "Ich sehe den Moment kommen, ab dem Männer Kleider tragen wollen. Ich spazierte über den 'SCAD'-Campus und sah einen Studenten, der einen Kilt trug. Und ich dachte nur: 'Das ist eine sehr elegante Art ins Klassenzimmer zu gehen.'"

Ein schwarzes 'Chanel'-Kleid, das der Kollektion des 'SCAD'-Museums von der derzeitigen 'Vogue'-Chefin Anna Wintour gestiftet wurde, war die Inspiration für die Ausstellung. Diese, so glaubt André Leon Talley, greife die Entwicklung des kleinen Schwarzen über die Zeit auf: "Sie geht vom Historischen zum Zeitgenössischen. Von 1906 über die 70er bis hin zu den 90ern. Und sie zeigt die Evolution", verriet er. "Das kleine Schwarze ist nicht länger die Uniform für eine Mitgliedschaft im Countryclub. Es ist nicht länger das Kleid aus den 50ern, das man an einem Samstagabend anzieht mit einer einzelnen Perlenkette. Es kann das noch immer für jemanden sein, aber es hat sich auch entwickelt dank 'Comme des Garçons' und Marc Jacobs. Plötzlich gibt es ein kleines Schwarzes für jede Gelegenheit. Es kann sehr gewagt sein und sehr individuell."

Die von André Leon Talley organisierte Ausstellung 'The Little Black Dress' läuft noch bis zum 27. Januar 2013.

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