André Dietz: "Das Leben mit ihr ist wirklich lustig"

André Dietz erzählt, wie er und seine Familie damit umgehen, dass die älteste Tochter an einem Gendefekt leidet

André Dietz und Ehefrau Shari Dietz

André Dietz und, 43, und Ehefrau Shari, 32, hatten eine genaue Vorstellung, wie eine glückliche Familie aussieht. Doch das Leben hatte etwas anderes mit ihnen vor. Eines der vier Kinder vom "Alles was zählt"-Star und seiner Ehefrau kam mit einem Gendefekt zur Welt.

André Dietz: Seine Tochter leidet unter Angelman-Syndrom

Mari leidet unter dem Angelman­-Syndrom, einer seltenen Krankheit, die zu psychischen und motorischen Entwicklungsverzögerungen führt. Vie­le der sogenannten Angelman-­Kinder verfügen über unbändige Energie, schlafen aber kaum und können oft weder sprechen noch laufen. Zusätzlich kommt es durch Krampfanfälle auch zu lebensbedrohlichen Situationen.

André Dietz genießt Leben mit Tochter

Hollywood­-Star Colin Farrell, der ebenfalls einen Sohn mit dem Syndrom hat, sprach gerade mit TV­-Talkerin Ellen DeGeneres darüber, wie es die Entwicklung des 15­-jährigen ver­langsamt. Wie André und Shari Dietz mit dieser Herausforderung umgehen, schildern die beiden in ihrem gerade erschienenen Buch "Alles Liebe“. Auch Mari ist entwicklungsverzögert. Sie kann nicht sprechen und hat Probleme mit dem Laufen. Aber sie lacht sehr viel und ansteckend, erzählt André Dietz im Gespräch mit GALA: "Mari macht es uns auch sehr einfach. Das Leben mit ihr ist wirklich lustig. Wenn wir etwa im Restaurant sitzen und sie nach dem Essen rülpst, dann müssen wir lachen – aber wir erklären den Umstehenden natürlich auch, dass es uns leid tut, unsere Tochter aber durch eine geistige Behinderung nicht weiß, dass sie das lieber nicht tun sollte.“

André und Shari Dietz

So leben sie mit ihrer behinderten Tochter

André und Shari Dietz mit ihren Kindern auf dem Cover ihres Buchs "Alles Liebe: Familienleben mit einem Gendefekt"

Humor und Offenheit sind die Zaubermittel

Humor und Offenheit sind die Zaubermittel, mit denen der Schauspieler und seine Frau solche Situationen meistern. "Wir haben eine positive, rationale Einstellung zum Leben. Wir können voreinander aber auch mal traurig sein, das gehört für uns zur Offenheit dazu.“ Etwa als Mari unter epileptischen Anfällen litt. "Da taucht schon mal der Gedanken in deinem Gehirn auf: Wäre es nicht besser, ein Anfall würde sie mitnehmen? Aber das hat nichts damit zu tun, dass ich mein Kind nicht liebe. Das passiert, wenn man das Kind so leiden sieht. Uns ist das durch den Kopf gegangen. Wichtig ist, das rauszulassen. So einen Gedanken für sich alleine zu haben macht einen wahnsinnig. Meine Frau und ich haben das voreinander ausgesprochen.“ Auch Maris Geschwister haben von ihren Eltern erfahren, wie gefährlich die Krankheit für ihre Schwester sein kann. "Aber das ist gelebte Inklusion, so sollte unsere ganze Gesellschaft funktionieren.“ Und eine Inspiration dafür könnte die Geschichte dieser Familie sein.

Tragische Schicksalsschläge

Auch Stars werden vom Leben hart getroffen

André Dietz: Die Trauer ist groß: Schlager-Musiker und "Goodbye Deutschland"-Liebling Jens Büchner stirbt am 17. November 2018 im Alter von 49 Jahren in einem Krankenhaus auf Mallorca an den Folgen von Lungenkrebs. Er hinterlässt eine Großfamilie, bestehend aus Ehefrau Daniela ...
André Dietz: ... fünf leiblichen Kindern, drei Stiefkindern und einer Enkelin. Die Kleinen vermissen ihren Papa natürlich sehr, doch es gibt auch Momente des Glücks, in denen Jenna Soraya und Co. auch wieder lachen können. "Papa wäre so stolz auf dich", schreibt sie dazu ...
André Dietz: In einem Posting auf Instagram Stories erinnert sich Witwe Daniela an ihre Hochzeit mit Jens im Juni 2017. Dazu spielt sie das Lied "Einmal" von Mark Forster. "Einmal, einmal, das kommt nie zurück. Es bleibt bei einmal, doch ich war da zum Glück. Nicht alles kann ich wieder haben Freude, Trauer, Liebe, Wahnsinn. Einmal, und ich war da zum Glück", heiß es im Refrain.
Schock in der Sportwelt: Radsportlerin Kristina Vogel ist nach einem Trainingsunfall im Juni querschnittsgelähmt und sitzt von nun am im Rollstuhl. Im "Spiegel"-Interview spricht die Olympiasiegerin erstmals über den folgenschweren Unfall bei dem ihr Rückenmark am Brustwirbel durchtrennt wurde: "Egal, wie man es verpackt, ich kann nicht mehr laufen. Und das lässt sich nicht mehr ändern. Aber was soll ich machen? Ich bin der Meinung, je schneller man eine neue Situation akzeptiert, desto besser kommt man damit klar." Hut ab für diesen Kämpfergeist. 

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