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Amy Winehouse Amy Winehouse ist gestorben


Am Samstag wurde Amy Winehouse tot in ihrer Wohnung in Nordlondon aufgefunden. Alles deutet darauf hin, dass die Sängerin an einer Überdosis Drogen und Alkohol gestorben ist

Amy Winehouse ist gestorben. Die Polizei fand die Sängerin am Samstagnachmittag (23. Juli) in ihrer Londoner Wohnung. Sie soll bereits sechs Stunden tot in ihrem Bett gelegen haben.

Gegen 15.54 Uhr Ortszeit waren zwei Krankenwagen zur Wohnung der Künstlerin gerufen worden. Doch sie kamen bereits zu spät: Der Notarzt konnte nur noch den Tod der 27-Jährigen feststellen, so die Rettungskräfte, die laut "Sky News" sofort die Polizei verständigten.

Vieles deutet darauf hin, dass die Sängerin an einer tödlichen Mischung aus Alkohol, Heroin und Kokain gestorben ist. Ein "Freund" hatte britischen Medien berichtet, Amy habe sich damit am Tag vor ihrem Tod eingedeckt und wild gefeiert. Die Polizei warnt jedoch vor zur schnellen Schlussfolgerungen. "Zu diesem frühen Zeitpunkt wird die Todesursache noch untersucht", so ein Polizeisprecher. Ein toxologisches Gutachten ist derzeit in Arbeit. Es soll Aufschluss über den plötzlichen Tod der Künstlerin geben.

Noch am Tag vorher habe sie sich von ihrem Arzt untersuchen lassen. "Er ging ohne Bedenken", berichtete ihr Freund und PR-Berater Chris Goodman der "Sun". "Knapp 24 Stunden später war Amy tot. Sie starb allein im Bett."

So tragisch ein Drogentod wäre, überraschend käme er bei Amy Winehouse nicht. Ihre Kämpfe gegen Alkohol, Koks und Ketaminen besang sie nicht nur apokalyptisch in ihren erfolgreichen Liedern: "They try to make me go to rehab, I say, no, no, no..."

Selbst fiel sie oft mehr durch Drogen-Eskapaden als mit guter Musik auf, vor allem in den letzten Jahren. Seit dem Erfolg von "Back to Black", ihrem zweiten und nun letzten Album war die Sängerin in die tiefsten Abgründe ihrer Sucht gestürzt. Immer wieder, so schien es balancierte sie zwischen Leben und Tod, kämpfte neben den Drogen auch gegen Bulimie, Magersucht, chronischer Selbstzerstörung. Ihre turbulente Ehe mit dem leidigen Blake Fielder-Civil, der derzeit eine Haftstrafe wegen schwerer Körperverletzung verbüst, passte da nur zu gut in das Bild des psychischen Wracks.

Aber immer wieder hofften alle darauf, dass sich diese geniale Sängerin, vermutlich eine der talentiertesten ihrer Zeit, wieder fangen würde. Fünf Grammys hatte sie gewonnen, ihr Album "Back to Black" führte im Jahr seines Erscheinens sämtliche Charts und regierte selbst im Folgejahr noch auf Platz zwei, nur verdrängt von der Debütplatte Lady GaGas.

Ihre geplante Tournee für diesen Sommer musste sie nach einem misslungenen Start absagen. In Belgrad hatten sie die Fans ausgebuht, nachdem sie eine knappe Stunde offensichtlich höchstgradig benommen gegen den Takt und gegen sich selbst - der großen Soul-Stimme des 21. Jahrhunderts - angesungen hatte.

Mit ihrem frühen Tod reiht sich Amy Winehouse in eine traurige Riege der ganz Großen ein: Jim Morrison, Kurt Cobain, Jimi Hendrix - sie alle starben mit 27 Jahren. Und nun auch noch Amy.

smb

gala.de


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