Amira Pocher: "Olli gibt sein letztes Hemd für mich"

Amira Pocher über ihr erstes Baby, die Hochzeit auf den Malediven - und was sie von den schrägen Späßen ihres Mannes Oliver Pocher hält

Amira Pocher

Sie strahl, als sie uns die Tür ihres Hauses im Kölner Süden öffnet: Amira Pocher, 27, geborene Aly, Österreicherin mit ägyptischen Wurzeln. "Es kann jede Sekunde losgehen, ich habe manchmal schon Vorwehen, vielleicht sollte ich jetzt lieber meine Tasche packen!", sagt sie lachend und streicht über ihren Babybauch. Die Zeit fürs GALA-Interview nimmt sie sich aber auf jeden Fall noch. Schnell wird klar, dass sich Oliver Pocher nicht nur in Amiras magisch grüne Augen verliebt hat, sondern auch in ihre liebevolle, offene Art. Und lustig ist sie auch noch!

Amira Pocher: Erster Schock nach Baby-News

GALA: Ist Ihre ganze Schwangerschaft glatt verlaufen?
Amira Pocher:
 Erst hatte ich ein bisschen mit Übelkeit zu kämpfen, jetzt in der Endphase mit Rückenschmerzen. Nichts Dramatisches. Das Baby ist kerngesund und schon jetzt ein Karate Kid, so wie es sich bewegt und in meinen Bauch tritt. Aber die Schwangerschaft an sich war für mich ein Riesenschritt.

Warum?
Ein Baby war nicht unbedingt geplant, damit musste ich erst mal klarkommen. Ich wollte zwar immer Kinder und auch immer eine junge Mama sein - meine Mutter war 21, als sie mich bekommen hat. Aber mit 26 habe ich mich zuerst noch nicht bereit gefühlt. Daher war es zunächst mal ein Schock für mich. Das hat sich aber nach wenigen Tagen ins komplette Gegenteil gewandelt. Jetzt können wir es kaum erwarten, bis wir zu dritt sind.

Haben Sie zusammen einen Geburtsvorbereitungskurs gemacht?
Nein, das kann ich mit Olli nicht machen, da müssten wir beide nur lachen. Ich würde das aber auch alleine nicht tun, weil ich der Meinung bin, dass eine Frau intuitiv spürt, was sie tun muss, wenn es so weit ist.

Es ist Ihr erstes Kind, Olli hat schon drei. Ist es für Sie einfacher, weil er da bereits Erfahrung hat?
Ich habe ja mit Olli einen Partner, der allein schon durch den Altersunterschied von 13 Jahren viel mehr erlebt hat als ich. Von dieser Erfahrung kann ich natürlich profitieren. Ganz besonders im Bezug auf Kinder.

Amira und Oliver Pocher teilen den gleichen Humor

Eine aktuelle Studie besagt: Humor ist das wichtigste, um eine Beziehung lange am Leben zu halten. Sie beide liegen offenbar auf einer Wellenlänge.
Absolut. Wir haben einen sehr ähnlichen Humor und lachen viel miteinander. Das ist nicht gespielt.

Aber manchmal müssen Sie ganz schön was aushalten. Wenn man sich zum Beispiel Ollis Lapdance bei ihrer Hochzeitsfeier anschaut ...
Und den hat auch noch meine Mutter gefilmt! Diese zwei Videos unserer Hochzeit sind nur ein kleiner Ausschnitt dessen, was wir tagtäglich zusammen erleben.

Finden Sie nicht, dass er manchmal zu weit geht?
Schon, aber er ist halt so. Er wird immer die große Show suchen und sich ausziehen, weil er glaubt, dass seine kleine Plauze für einen Lacher sorgt. Er wird immer den schnellen, besten Gag nehmen, auch auf Kosten anderer. Sogar meine Oma musste das schon erfahren. Aber so liebe ich ihn.

Womit bringt er Sie am meisten zum Lachen?
Wir lieben es, zusammen beim Fernsehen abzulästern und uns über Leute aufzuregen. Sehr gerne bei Reality-Shows wie "Sommerhaus der Stars" oder dem "Dschungelcamp".

Sie bringen ihn aber auch zum Lachen?
Er sagt, ich bin lustig! (lacht) Er hat mich sogar mal auf eine Bühne geschickt. Ich bin während seines Stand-up-Programms aufgetreten, stand acht Minuten vor den ganzen Leuten. Das war das Schlimmste, was ich im Leben gemacht habe.

"Ich habe tagelang geweint"

Werden Sie jetzt erst mal eine Auszeit nehmen und Ihr Muttersein genießen?
Wir wollen, dass das Kind sich schnell daran gewöhnt, mit dabei zu sein. Unsere Beziehung lebt von unserer Flexibilität. Das war auch der Grund, warum ich anfangs mit der Schwangerschaft gehadert habe, traurig war und gezweifelt habe, ob ein Kind gut für unsere Beziehung ist. Ehrlich gesagt habe ich tagelang geweint, war überfordert und hatte Angst, dass das für uns ein Problem sein kann.

Warum Angst?
Weil wir so spontan sind. Wir sagen heute: "Lass uns übermorgen nach Amerika fliegen!" Davon lebt unsere Beziehung, aber mit einem kleinen Kind geht das nicht mehr so einfach. Damit unsere Beziehung nicht kaputtgeht, reise ich mit. Das wünscht Olli sich auch. Ich mache das ja schon seit zwei Jahren. Wir planen, dass es nach Möglichkeit weiter so läuft.

Amira Aly + Oliver Pocher

Letzter Oktoberfest-Besuch vor der Geburt ihres Babys

Amira Aly und Oliver Pocher
Trotz bevorstehender Geburt lassen sich Oliver Pocher und Amira Aly das Oktoberfest nicht entgehen. Wie es sich als Schwangere zwischen all den Betrunkenen anfühlt, verrät Amira im Video.
©RTL

Sie sind ständig zusammen, machen alles gemeinsam. Das kannte man von ihm früher gar nicht.
Ja, ich begleite ihn eigentlich immer. Aber nicht, weil ich eine Klette bin, sondern weil es schön ist. Am Anfang unserer Beziehung hat er noch gesagt: "Diese Pärchen, die 24/7 aufeinander kleben, das ist nichts für mich. Ich werde auch mal alleine unterwegs sein." Und dann hat es sich peu à peu verändert. Irgendwann war es für alle selbstverständlich, dass ich mit dabei bin. Heute ist er schon fast beleidigt, wenn ich nicht mitkomme.

Wie finden Sie das?
Für mich ist das die beste Bestätigung - wenn er sagt, er sitzt tausendmal lieber zehn Stunden mit mir im Auto, weil wir denselben Rhythmus haben. Wir essen gleich, wir schlafen gleich. Okay, im Moment schlafe ich mehr, aber es ist mit uns nie anstrengend. Was ich wundervoll finde. Jede Frau wünscht sich doch, dass der Partner keine Lust hat, ohne sie etwas zu machen.

Kinder freuen sich auf ihr Geschwisterchen

Sie leben Patchwork. Konnten Sie so schon Erfahrung bei der Kindererziehung sammeln?
Ja. Ollis Kinder sind immer mehrere Wochen am Stück hier. Erst muss man reinkommen - und dann wieder raus­ kommen. Denn wenn sie von einem Tag auf den anderen plötzlich weg sind, ist das erst schon schmerzhaft. Aber so haben Olli und ich auch gesehen, dass wir uns ziemlich ähnlich sind in Erziehungsansichten.

Familienbande

GeschwiSTAR

Bei der Verteilung der guten Gene wurden diese drei Geschiwster ganz besonders bevorzugt: Nicht nur Taylor Hill ist gefragtes Model, auch ihr Bruder Chase und ihre Schwester Mackinley arbeiten erfolgreich im Business.
Ein tolles Gespann in allen Lebenslagen: Hollywood-Star Reese Witherspoon gratuliert ihrem Bruder John mit diesem gemeinsamen Schnappschuss zum Geburtstag und zählt dabei humorvoll die guten Eigenschaften des Alleskönners auf: Chauffeur, Grillmeister, Elektriker, Automechaniker usw. Wie praktisch doch so ein großer Bruder ist!
Mamma mia! Der italienische Star-Designer Riccardo Tisci besucht nicht nur seine Mutter am Comer See, sondern auch seine acht (!) Schwestern.
"Wer ist das beste Paar?", postet Chiara Ferragni (Mitte). Die Modebloggerin zeigt sich gut gelaunt mit ihren Schwestern Valentina und Francesca. Die drei hübschen Damen lassen sich von ihren jeweiligen Partnern tragen.

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Freuen sich seine Kinder aufs Geschwisterchen?
Total! Die können unfassbar gut mit Babys umgehen, das hat Sandy (Oliver Pochers Ex-Frau Alessandra Meyer-Wölden; Anm. d. Red.) wirklich gut gemacht. Die Kinder lieben Babys und auf sie achtzugeben. Ich hatte erst ein bisschen Sorge, ob die Kinder uns auch als Familie ansehen. Ich hatte befürchtet, sie sehen mich eher so als "die Frau, die bei Papa wohnt". Aber da habe ich mich komplett getäuscht. Es kam schon die Diskussion, wer mit dem Baby in einem Zimmer schlafen darf.

"Olli hat ein wahnsinnig großes Herz"

Was schätzen Sie an Olli?
Er hat ein wahnsinnig großes Herz. Wenn jemand in Not ist, ist er der Erste, der helfen will. Das gilt auch für Menschen, die er gar nicht kennt. Das habe ich noch nie bei jemandem erlebt.

Ist er auch bei Ihnen so?
Wenn wir nur noch ein Brot hätten, würde er lieber verhungern und mir die letzte Scheibe geben. Ist auch schon oft passiert. (lacht) Was er nicht mag, sind verwöhnte Leute. Aber er gibt buchstäblich sein letztes Hemd für mich. Das weiß ich unendlich zu schät­zen. Ganz am Anfang unserer Bezie­hung waren wir in Las Vegas. Ich habe ihm erzählt, dass ich noch nie Hubschrauber geflogen bin, das aber schon immer mal machen wollte. Er guckte mich an und sagte: "Dann machen wir das doch gleich heute." Ich habe angefangen zu weinen, weil ich mich so gefreut habe. Olli hat auch feuchte Augen bekommen, weil er sich gefreut hat, dass ich mich gefreut habe.

Haben Sie bestimmte Rituale wie zum Beispiel gemein­sames Kochen?
Kochen? Olli? Nein! (lacht) Ich als Österreicherin koche natürlich, und er liebt es auch, wenn ich für ihn koche. Aber wir haben ein anderes Ritual. Wenn wir keine Termine haben, schauen wir uns morgens an und sagen: "Movie Day?" Dann verbarrikadieren wir uns und gucken einen Film nach dem anderen.

Seit dem 19. Oktober sind Sie verheiratet. Fühlt sich das anders als vorher an?
Ich war wirklich wie frisch verliebt danach. Das ist auch Olli aufgefallen. Die Feier war so wunderschön! Ich hatte mir eine Strandhochzeit gewünscht, alle waren barfuß. Die wichtigsten Menschen in unserem Leben waren an diesem Tag um uns. Auch da hat Olli so selbstlos agiert, mir jeden Wunsch erfüllt und es auch allen anderen Gästen recht gemacht. Für mich war das noch mal eine Be­stätigung: Das ist der richtige Mann, den ich da geheiratet habe.

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