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Amber Heard im Kreuzverhör "Johnny Depp ist nicht der einzige Partner von Ihnen, den Sie angegriffen haben"

Amber Heard
© Brendan Smialowski / Getty Images
Zwei aufwühlende Tage liegen hinter Amber Heard. Nach einer mehrtätigen Pause im Verleumdungsprozess mit Johnny Depp musste sich die Schauspielerin gleich ins Kreuzverhör begeben. Dabei wurde sie am Dienstag auch zu einem mutmaßlichen Angriff auf ihre Ex-Freundin Tasya van Ree befragt.

Für Amber Heard, 36, ging es in den vergangenen zwei Tagen ans Eingemachte. Die Schauspielerin musste sich im Kreuzverhör durch Johnny Depps, 58, Anwältin Camille Vasquez unangenehmen Fragen stellen. Doch dabei ging es nicht nur um die toxische Beziehung zu ihrem Ex-Mann. Beleuchtet wurde auch ein Vorfall mit Heards Ex-Freundin Tasya van Ree aus dem Jahr 2009. 

Amber Heard wird mit Audioaufnahme konfrontiert

Bereits im Vorfeld hatte Heard Vorwürfe zurückgewiesen, wonach sie sich während der Beziehung mit Depp gewalttätig und manipulativ verhalten habe. Vehement bestritt sie, jemals initiativ zugeschlagen zu haben. "Ich musste viele Male meinen Körper einsetzen, um mich zu verteidigen, und dazu gehörte auch, zu schlagen, wo ich konnte, wenn ich dadurch fliehen konnte“, so die 36-Jährige. 

In einer vor Gericht abgespielten Audioaufnahme allerdings bestätigte Heard, dass sie einmal eine gewalttätige Auseinandersetzung mit dem "Fluch der Karibik"-Star aus eigenen Stücken begonnen habe. Allerdings betonte sie, ihn nicht "geschlagen" zu haben. "Dir geht es gut. Ich habe dich nicht verletzt“, hörte man sie in der Aufnahme sagen. "Du bist so ein Baby."

Heard wirft Johnny Depp "Schmutzkampagne" vor

"Johnny Depp ist nicht der einzige Partner von Ihnen, den Sie angegriffen haben", stellte Depps Anwältin Vasquez daraufhin im weiteren Verlauf des Kreuzverhörs fest und zog zu Beweiszwecken Berichte über einen Vorfall mit Heards Ex-Partnerin Tasya van Ree, 46, hinzu. Demnach habe die Schauspielerin ihre damalige Partnerin vor dreizehn Jahren auf einem Flughafen in Seattle tätlich angegriffen. Es wurde damals behauptet, Heard habe sie auf den Arm geschlagen und ihr eine Halskette abgezogen. Daraufhin war sie von Polizeibeamt:innen festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft lehnte es jedoch ab, Anklage gegen sie zu erheben. 

Informationen zu Hilfsangeboten

Wenn Sie von häuslicher Gewalt betroffen sind, finden Sie deutschlandweit und rund um die Uhr unter der kostenlosen anonymen Nummer des "Hilfetelefons Gewalt gegen Frauen" Hilfe: 08000/116 016 . Oder Sie nutzen die Website der Bundesinitiative "Stärker als Gewalt". Wenn Sie sich akut bedroht fühlen, rufen Sie die Polizei unter der kostenlosen Notrufnummer 110.

Im aktuellen Prozess bestritt die Schauspielerin die zu jenem Zeitpunkt erhobenen Vorwürfe und behauptete, diese seien Teil einer "Schmutzkampagne" ihres Ex-Mannes Johnny Depp. "Ich habe noch nie einen Partner angegriffen. Ich habe Mr. Depp oder eine andere Person, mit der ich jemals romantisch verbunden war, nie angegriffen."

Mit dem Kreuzverhör von Amber Heard endeten am Dienstag, 17. Mai 2022, die offiziellen Befragungen der beiden beteiligten Parteien. Johnny Depp hatte sich bereits vor seiner Ex-Frau den Fragen der Anwält:innen gestellt und Handgreiflichkeiten gegenüber Heard bestritten. Die Schlussplädoyers im Prozess sollen am 27. Mai gehalten werden. Im Anschluss beraten sich die Geschworenen.

Darum geht es im Prozess

Johnny Depp hat Amber Heard auf 50 Millionen Dollar (circa 46 Millionen Euro) Schadensersatz verklagt, nachdem sie ihn zwei Jahre nach der im Jahr 2016 vollzogenen Scheidung in einem Artikel für die "Washington Post" indirekt der häuslichen Gewalt bezichtigt haben soll. In seiner Zivilklage behauptet Depp, seine Ex-Frau habe dazu falsche Aussagen gemacht. 

Verwendete Quellen: dailymail.co.uk, mirror.co.uk, metro.co.uk

ama Gala


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