VG-Wort Pixel

Amber Heard Die Rolle der sozialen Medien im Prozess war "unfair"

Amber Heard
© Jim Watson / POOL / AFP / Getty Images
Amber Heard hat sich in der "Today Show" erstmals zum Urteil im Verleumdungsprozess gegen Johnny Depp geäußert. Dabei kritisiert die Schauspielerin vor allem die Rolle der sozialen Medien.

Amber Heard, 36, hat im Verleumdungsprozess, den ihr Ex-Mann Johnny Depp, 59, gegen sie führte, mehr verloren als 10 Millionen US-Dollar. Das Ansehen der Schauspielerin hat einen enormen Schaden davongetragen. In einem exklusiven Interview mit der "Today Show"-Moderatorin Savannah Guthrie erklärt Heard, welche Rolle die sozialen Medien in ihren Augen dabei spielten.

Amber Heard: Darstellung auf Social Media sei "unfair" gewesen

In ersten Ausschnitten des Gespräches drückt Amber Heard ihren Unmut über den Social-Media-Einfluss aus: "Selbst jemand, der sich sicher ist, dass ich all den Hass und die Feindseligkeit verdient habe, selbst wenn Sie glauben, dass ich lüge, können Sie mir nicht sagen [...], dass Sie glauben, dass es in den sozialen Medien eine faire Darstellung gegeben hat." Die Schauspielerin bezieht sich dabei auf TikTok- und Instagram-Videos, die Depp als Unschuldigen anpreisen, während sie selbst als Lügnerin an den Pranger gestellt wird. 

Amber Heard und Johnny Depp

Diese von Fans erstellten Clips überfluteten das Netz während des Prozesses regelrecht. Hashtags wie "justice for Johnny Depp" [zu Deutsch: Gerechtigkeit für Johnny Depp] oder "Amber Heard is guilty" [zu Deutsch: Amber Heard ist schuldig] wurden millionenfach in den sozialen Medien geteilt. "Sie können mir nicht sagen, dass Sie denken, dass dies fair war", blickt Heard im NBC-Interview auf solche Beiträge zurück.

Amber Heard hat Verständnis für das Urteil, aber ...

Die Anwältin der 36-Jährigen, Elaine Bredehoft, ist sich sicher, dass Social Media das Urteil der Geschworenen maßgeblich beeinflusst hat. "Es gibt keine Möglichkeit, dass sie davon nicht beeinflusst wurden, und es war schrecklich", so Elaine Bredehoft.

Auch Amber Heard glaubt daran, dass Johnny Depps Ansehen zum Urteil beigetragen hat, drückt dies allerdings anders als ihre Anwältin aus. Sie habe sogar "Verständnis" dafür, dass Depps Ruf Einfluss auf die Jury nahm. "Er ist eine geliebte Figur und die Leute haben das Gefühl, ihn zu kennen. Er ist ein fantastischer Schauspieler", so die "Aquaman"-Darstellerin.

Trotz dieser Ansicht will Heard in Berufung gehen. Zum einen aufgrund der unfairen Darstellung in den sozialen Medien, zum anderen, da Johnny Depps Anwaltsteam "bezahlte Angestellte und Gelegenheitsarbeiter" in den Zeugenstand riefen, die laut Heard das falsche Bild eines "unglaubwürdigen Menschen" von ihr zeichneten.

Das gesamte Interview zwischen Amber Heard und Savannah Guthrie wird am Freitag, 17. Juni 2022, auf "Dateline" ausgestrahlt.

Verwendete Quellen: today.com, dailymail.co.uk

jna Gala


Mehr zum Thema


Gala entdecken