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Amber Heard Ihr Anwaltsteam fordert Aufhebung des 10-Millionen-Dollar-Urteils

Amber Heard
© Jonathan Ernst / Getty Images
Amber Heard verlor im Juni 2022 den Verleumdungsprozess, den ihr Ex-Mann Johnny Depp gegen sie erzielt hatte. Die Schauspielerin muss über 10 Millionen Dollar an Depp zahlen. Ein Urteil, das ihr Anwaltsteam jetzt anfechtet.

Amber Heard, 36, und ihr Anwaltsteam haben ihre Ankündigung in die Tat umgesetzt. Nachdem eine Jury die "Aquaman"-Darstellerin im Verleumdungsprozess gegen Johnny Depp, 59, zu einer Zahlung von 10,35 Millionen US-Dollar (etwa 9,92 Euro) verurteilt hatte, erklärte Heard, sie würde Berufung einlegen. Nun fordern ihre Anwälte in einem 43-seitigen Schreiben die Aufhebung des Urteils und pochen auf einen erneuten Prozess. 

Amber Heard: Mit diesen Argumenten will ihr Anwaltsteam die Aufhebung erwirken

Wie "People" berichtet, wurde der Schriftsatz am Freitag, 1. Juli 2022, einem Gericht in Virginia zugestellt. Den Anspruch auf eine Aufhebung rechtfertigen die Anwälte der 36-Jährigen unter anderem mit folgenden Argumenten:

Zum einen sei es lediglich eine Behauptung von Johnny Depp, dass er seine Rolle in der "Fluch der Karibik"-Fortsetzung aufgrund des Meinungsstückes in der "Washington Post" verloren habe. Amber Heard schildert in dem Artikel häusliche Gewalt und Missbrauch, erwähnt allerdings nicht explizit den Namen des Täters. 

Amber Heard und Johnny Depp

Als weiteren Punkt kritisiert Heards Team die Aussagestrategie des 59-Jährigen. Die Jury hätte das Urteil nie in diesem Umfang fällen dürfen, da "Depp nicht direkt behauptet hat, dass Frau Heards Statements falsch waren". Depp habe keine handfesten Beweise vorlegen können, die die Anschuldigungen seiner Ex-Frau entmachten. 

Heards Anwälte hinterfragen Auswahl der Jurymitglieder

Darüber hinaus stellen Amber Heard und ihr Team den Prozess der Juryzusammenstellung infrage. In dem Schriftsatz wird explizit der "Geschworene Nr. 15" genannt. Laut Gerichtsunterlagen sei diese Person im Jahr 1945 geboren worden. Im Prozess sei allerdings ein deutlich jüngeres Jurymitglied erschienen. Das Geburtsdatum wird auf 1970 geschätzt. "Diese Abweichung wirft die Frage auf, ob Jurymitglied 15 auch wirklich die Vorladung zum Dienst als Geschworener bekommen hat und ob seine Identität regelkonform vom Gericht überprüft wurde", erläutert Heards juristischer Beistand. 

Johnny Depps Anwalt reagiert auf den Schriftsatz

Der Schriftsatz muss nun vom Gericht in Virginia geprüft werden. Johnny Depps Anwalt Ben Chew gibt sich weiterhin siegessicher. Wie er gegenüber dem Sender "Courthouse News" betont, glaube er nicht an eine Wiederaufbereitung des Prozesses. "Heards Team hat genau das eingereicht, was wir erwartet haben. Nur dass es länger geworden ist, ohne allerdings mehr Substanz zu haben", so Chew.

Verwendete Quellen: people.com, berliner-kurier.de

jna Gala


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